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Bierabsatz stagniert
Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen - machten 2011 mit 3,8 Millionen Hektolitern 3,9 % des gesamten Bierabsatzes aus. Gegenüber dem Jahr 2010 reduzierte sich der Absatz in diesem Biersegment um 3,4 %.
84,2 % des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die versteuerte Menge sank gegenüber 2010 um 0,8 % auf 82,7 Millionen Hektoliter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 15,5 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (+ 4,0 %). Davon gingen 11,2 Millionen Hektoliter (+ 2,0 %) in EU-Länder, 4,1 Millionen Hektoliter (+ 10,5 %) in Drittländer und 0,2 Millionen Hektoliter (- 4,8 %) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.
Der Bierabsatz war 2011 - wie auch in den Vorjahren - in Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 24,4 % und in Bayern mit 22,5 % am höchsten. Diese beiden Bundesländer führten auch den Inlandsabsatz an: in Nordrhein-Westfalen lag er bei 26,1 %, in Bayern bei 22,0 %. Den höchsten Bierabsatz über die bundesdeutschen Grenzen hinweg erzielten dagegen die Brauereien oder Bierlager mit Sitz in Niedersachsen oder Bremen mit einem Anteil von 28,1 %. Alle Angaben zum regionalen Absatz von Bier richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager).
Wie eingangs erwähnt, fehlen die alkoholfreien Biere, beispielsweise das beliebte alkoholfreie Weizenbier und andere alkoholfreien Biere. Diese Markt legt laut einer Studie der KPMG überproportional zu. Lesen Sie mehr ...
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Die Qualitätspyramide des VDP
Am 25. Januar 2012 fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung der VDP Prädikatsweingüter im DLR Rheinpfalz in Neustadt an der Weinstraße statt. Zentrales Thema war die seit mehreren Monaten intensiv diskutierten Überlegungen zur Weiterentwicklung der VDP-Klassifikation.
Mit dem 2002 eingeschlagenen Weg der Klassifikation hatte der VDP einen großen Schritt zur weltweiten Renaissance des deutschen Weines eingeleitet. Im ersten Schritt wurde innerhalb der Herkunftspyramide die Spitze mit den Ersten Lagen und den Grossen Gewächsen etabliert. Die Ausgestaltung der Mittelstufe wurde zunächst zurückgestellt, um weitere Erfahrungen im Austausch mit dem Markt zu sammeln. Hier wurden bis dato alle gesetzlich möglichen sowie eigenbetrieblichen Bezeichnungsvarianten verwendet. Die nun vorliegenden Beschlüsse zur Fortentwicklung der VDP-Klassifikation haben das Ziel, das Werteversprechen der Klassifikation einzulösen, zu mehr Übersichtlichkeit beizutragen und dem Konsumenten eine klare Orientierung zu geben.
Nach engagierten und fairen Diskussionen votierten die Delegierten einstimmig für die Beschlussvorlage zur VDP-Klassifikation. Durch den Beschluss wird im Wesentlichen die Nomenklatur der VDP-Klassifikation logischer aufgebaut, die Bedeutung der Lagen als Herkunft der besten Weine gestärkt und das Mittelsegment klarer strukturiert. Die Beschlüsse treten mit dem Jahrgang 2012 in Kraft.
Die Beschlusslage der VDP-Klassifikation stellt sich zusammengefasst wie folgt dar:
1) Einteilung der Herkünfte im VDP in vier Stufen
VDP Grosse Lage
VDP Erste Lage
VDP Ortswein
VDP Gutswein
2) Umbenennung der bisherigen VDP Ersten Lagen in VDP Grosse Lagen
Durch die Umbenennung der bisherigen VDP Ersten Lagen in VDP Grosse Lagen wird der Widerspruch von Ersten Lagen und Grossen Gewächsen aufgehoben und auch die Gleichrangigkeit der fruchtsüßen Weine aus den Spitzenlagen unterstrichen. Mit der Umbenennung der Kategorie soll ausdrücklich nur der Widerspruch in der Nomenklatur gelöst und nicht eine neue höherwertige Kategorie geschaffen werden.
3) Überprüfung der bisherigen Stufe der Klassifizierten Lage
Alle VDP-Regionen und Güter erhalten den Arbeitsauftrag, ihre Stufe der Klassifizierten Lagen kritisch zu überprüfen. Ziel ist es, nur sehr gute Lagen weiterhin auf dem Etikett auszuloben. Damit wird künftig eine Lage auf dem Etikett zum eindeutigen Qualitätsmerkmal und alle im Hinblick auf „Terroir“ nicht aussagekräftigen Lagen fallen weg. Dadurch wird die Lagenverwendung im VDP insgesamt stark reduziert und bleibt Weinen mit Lagencharakter vorbehalten.
4) Einführung einer zweiten Lagenstufe „VDP Erste Lage“
Die Regionen erhalten die Option, eine Hierarchie in ihrer Lagenverwendung einzuführen. Betriebsübergreifend werden die besten der besten Lagen einer Region in die Kategorie VDP Grosse Lage und die sehr guten Lagen in die Stufe VDP Erste Lage eingefügt. Die Option kann von den Regionen zu einem selbst gewählten Zeitpunkt realisiert werden.
5) Die Regionen erhalten Ausgestaltungsspielräume
Die Regionen erhalten eine weitreichende Ausgestaltungsmöglichkeit, um den jeweiligen regionalen Besonderheiten Rechnung zu tragen, unter Einhaltung des bundeseinheitlichen Rahmens.
6) Klares Votum für „Grosses Gewächs“
Neben der Klarheit in der Kommunikation, dass zukünftig Grosse Gewächse aus Grossen Lagen entstammen, wurde auch einstimmig für die Beibehaltung dieses Begriffes, der mittlerweile international für die besten trockenen Weine aus den besten Lagen Deutschlands steht, votiert.
7) Festlegung der Prädikate auf fruchtsüße Weine
In allen Stufen mit Ausnahme der Kategorie VDP Gutswein ist die Verwendung von Prädikaten nach Festlegung regional fixierter Geschmackskorridore grundsätzlich den restsüßen Weinen vorbehalten. Mit diesem weitgehenden Verzicht auf trockene und halbtrockene Prädikate im Spitzenweinbereich wird den Prädikaten ihre klassische Bedeutung zurückgegeben.
Fazit: Der große Fortschritt dieser 4-Stufigkeit und Lagenrestriktion ist die zukünftig vereinfachte Einteilung und Kommunikation der Herkünfte in 1. Guts-; 2. Orts- und 3. Lagenweine (Grosse und Erste Lagen analog des burgundischen Crus Systems). Auch die sprachliche Logik von Grossen Gewächsen aus Grossen Lagen wird für alle Marktteilnehmer eine Vereinfachung sein. Außerdem wird den Grossen Gewächsen als international anerkannten trockenen Spitzenweinen Deutschlands Tribut gezollt.
Der Bundesvorstand wurde von den Delegierten beauftragt, bis zur Sommer-Mitgliederversammlung 2012 ein klar strukturiertes, einheitliches und kundenorientiertes Kommunikationskonzept zur Darstellung der Beschlussfassung auszuarbeiten und vorzulegen.
„Mit diesem Schritt positionieren die Prädikatsweingüter die Lagen endgültig als die absolute Spitze des deutschen Weines. Der leicht verständliche, internationale Grundsatz je enger die Herkunft, umso höher die Qualität wird durchgängig eingeführt, wie es zu den Glanzzeiten deutscher Weine Anfang des 20. Jahrhunderts Usus war. Gleichzeitig erhalten die Regionen die Möglichkeit auch den Unterschieden, die zwischen „Bodensee und Ahr“ herrschen, Rechnung zu tragen und sich selbst noch stärker zu beschränken. Ich prognostiziere, dass je schärfer eine Region oder ein Weingut sich einschränkt und profiliert, desto erfolgreicher wird es am Markt sein“, konstatiert Steffen Christmann, Präsident der VDP-Prädikatsweingüter.
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Bio-Lebensmittel aus heimischem Anbau und das mangelnde Angebot
Wenn man in der Lebensmittelbranche über "Öko" oder "Bio" spricht, schwingt oft eine Weltanschauung oder mindestens eine emotionale Einfärbung mit. Die einen sind flammende Befürworter und für die anderen ist der ökologische Landbau belächelte Nische. Auf der Grünen Woche in Berlin (IGW) verkündet Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner stolz, dass die Aussichten der deutschen Bauern so gut wie selten sind: "Der Umsatz wächst kontinuierlich und auch die Zahl der Beschäftigten." In das Jahr 2012 gehe die Branche "mit einem gesunden Selbstbewusstsein". Doch viele offene Fragen begleiten das emotionale Thema.Die deutschen können den Markt nicht mehr bedienen. Während der Umsatz von Bioprodukten ständig wächst, kommt der deutsche Ökolandbau mit der Produktion nicht hinterher. Die Folge sind steigende Importe von Bioware, um die Nachfrage zu decken. Der Bio-Sektor ist somit eine der einzigen Branchen im Lebensmittelbereich, deren Wertschöpfung noch lange nicht erreicht scheint. Satte 300 Prozent beträgt die gestiegene Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in 2011 im Vergleich zum Jahr 2000, errechnete der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Der Flächenanteil ist in diesem Zeitrahmen aber nur um etwa 180 Prozent gestiegen. "Das Dramatische ist nicht der Austausch mit anderen Märkten, sondern dass wir Marktanteile abtreten, die wir später nur sehr schwierig zurückerobern können", so BÖLW-Vorstandsvorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein.
Haben also die deutschen Bauern die Entwicklung schlicht verschlafen? Eine einfache Antwort gibt es da wohl nicht, wohl aber Erklärungsansätze. Eine Erklärung kann sein, daß die Förderung des Ökolandbaus in Deutschland in jedem Bundesland anders geregelt ist. Während zum Beispiel Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg die Umstellung mit Flächenprämien fördern, gehen die Bauern in Brandenburg und Schleswig-Holstein komplett leer aus. Und das obwohl die Bundesländer selbst nur einen geringen Anteil (8 bis 18%) der Fördersumme selbst aufbringen müssen. Der Löwenanteil kommt hier von der EU, der Rest vom Bund. Dummerweise ist aber ein Bauer - im Gegensatz zu anderen produzierenden Gewerben - an den Standort gebunden und kann nicht einfach in ein anderes Bundesland mit besseren Fördermöglichkeiten ziehen.
Einige fortschrittliche Bundesländer sehen den wachsenden Biomarkt als Chance und verknüpfen damit ganz nebenbei auch noch Umweltmaßnahmen wie Gewässer- und Bodenschutz. Andere sehen das nicht bzw. ändern die Förderbedingungen in einem Rhythmus, dem die Bauern nicht folgen können. Bioland-Präsident Jan Plagge erklärte auf der IGW die Frage, warum wir auf dem deutschen Markt so viele Bio-Produkte importieren: "Sie haben als Bauer zwei Möglichkeiten. Erstens: Sie arbeiten die nächsten 20 Jahre so wie die letzten 20 Jahre mit leichten technischen Neuerungen. Oder: Sie arbeiten neu und innovativ mit einer gesellschaftlichen Herausforderung und Zukunftssicherung, aber ohne sicheres Einkommen." Da bei den meisten Menschen - und gerade in alteingesessenen Familienbetrieben - Kontinuität und Sicherheit vorgingen, stellten viel zu wenige Landwirte auf ökologische Anbauweisen um, so Plagge.
Die Nachfrage nach Bio-Produkten steigt, der Verbraucher ist bereit, mehr dafür zu zahlen, aber die deutschen Bauern und die Politik haben die Entwicklung verschlafen. Die Bundesregierung hat in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie nach wie vor das Ziel, 20 Prozent Ökolandbau zu erreichen und die umtriebige Bundesernährungsministerin Ilse Aigner betonte auf der IGW ihr Leitbild von "einer ökologisch tragfähigen, ökonomisch existenzfähigen, sozial verantwortlichen und Ressourcen schonenden Wirtschaftsweise". Ob das föderale System in Deutschland den Anforderungen eines auch in der Bio-Branche globalen Marktes gewachsen ist, werden die nächsten Jahre zeigen.
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Humane Tötung der Schlachttiere auf der Weide
Das Schlachten nach Kugelschuss auf der Weide hat den Vorteil, dass die Tiere dort sterben, wo sie gelebt haben. Sie werden nicht von der Herde getrennt, nicht lebend transportiert und nicht durch enge Treibgänge in die Betäubungsbox getrieben. Üblicherweise erfolgt die Betäubung aus einer geringen Distanz von maximal 20 Metern per Kugelschuss. Die Herde reagiert nach Erfahrungen vieler Betriebe auf den Vorgang des Schießens kaum bis gar nicht. Neben verbessertem Tierschutz hat das Verfahren auch positive Auswirkungen auf die Fleischqualität. Nicht zu unterschätzen ist die verbesserte Arbeitssicherheit, denn das Einfangen, Verladen und Entladen der lebenden Tiere entfällt.
Die praktischen Abläufe des Kugelschusses auf der Weide sind trotz betrieblicher Unterschiede bei Tieranzahl und -rasse ziemlich gleich: Nach der eventuell nötigen Trennung des Schlachttieres von der Herde schießt der Schütze das Rind auf der Weide, überprüft die Betäubungswirkung und führt den Halsschnitt oder Bruststich zur Tötung des Rindes durch. "Die Tiere haben das Gras noch im Maul", sagt eine der Landwirtinnen, die das Verfahren seit Jahren praktizieren. Nach dem Entbluten wird das Rind in den Schlachthof gebracht. Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung einer mobilen Schlachtbox, die die Vorgaben der EU-Hygiene Verordnung erfüllt und an einen PKW angehängt werden kann.
Das Verfahren Kugelschuss auf der Weide zur Betäubung und Tötung von Rindern aus ganzjähriger Freilandhaltung ist durch eine Reihe von Rechtsvorschriften reglementiert. Die Ausführung des Kugelschusses auf der Weide erfordert einen Jagdschein oder Sachkundenachweis nach §4 Tierschutzschlachtverordnung (TierSchlV) sowie eine behördliche Genehmigung.
Nach einer aktuellen Änderung des §12 der tierischen Lebensmittelhygieneverordnung (Tier-LMHV, § 12) ist das Verfahren Kugelschuss auf der Weide in Deutschland jetzt zulässig. Und zwar abweichend von den Vorgaben des EU-Hygienerechts (853/2004/EG), nach dem nur geschlachtete oder getötete Tiere in den Schlachtbetrieb verbracht werden dürfen. Diese Neuerung ist allerdings bei vielen Landwirten und Behörden noch nicht angekommen.
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Flugbuchungen bei Preissuchmaschinen im TEST
Bei Online-Reisebüros bucht man den Flug direkt. Die günstigsten Preise liegen hier insgesamt etwas höher als bei den Preissuchmaschinen. Bei vier von neun Reisebüros waren teure Zusatzleistungen wie Reiserücktrittsversicherungen vorausgewählt. Oftmals sind diese überflüssig oder zu teuer. Negativ fiel insbesondere fluege.de auf. Hier wird der anfangs angezeigte Preis durch Gebühren, Mehrwertsteuer und teure Zusatzleistungen massiv in die Höhe getrieben. Statt den angezeigten 87,97 Euro soll der Kunde am Ende zum Beispiel 122,84 Euro bezahlen.
TEST mit TK-Nudelgerichte, entgegen der Erwartung fast wie selbstgekocht
Häufig wird bei Fertiggerichten das Attribut "mit Zusatzstoffen, schmeckt nicht, nicht gesund etc." verwandt. Daß das nicht immer stimmen muß, hat die Stiftung Warentest in ihrem neuesten Test herausgefunden. Getestet wurden 24 Tiefkühl-Fertiggerichte mit einem überraschenden Ergebnis. Drei getestete Frosta- und zwei Iglo-Fertiggerichte schmecken fast so gut wie selbstgekocht. Die Nudeln waren al dente, das reichhaltige Gemüse bissfest bis knackig, der Spinat zart, die Kürzung vielfältig und das verwendete Fleisch aromatisch und zart. Auch die sensorische Prüfung schnitt sehr gut ab. Zumindest diese Gerichte widerlegen das Vorurteil, daß industriell hergestelltes Essen aus der Tüte nicht schmecken. Gut für diejenigen Verbraucher, die ab und zu zu einem Fertiggericht greifen, weil es schneller geht. Und das ist immerhin jeder zweite.
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Kaufkraft 2012 in Deutschland
GfK_Kaufkraft_2012_Deutschland_A5 GfK-Studie zur Kaufkraft 2012: Konsumpotenzial stagniertDie Studie „GfK Kaufkraft Deutschland 2012“ von GfK GeoMarketing zeigt, dass den Deutschen im Jahr 2012 nominal rund 400 Euro pro Kopf mehr für ihre Ausgaben zur Verfügung stehen werden als im Jahr 2011. Aber dieser Zuwachs dürfte durch ebenfalls steigende Preise fast vollständig aufgezehrt werden. Die Konsumpotenziale der Menschen sind allerdings regional sehr verschieden. Als kaufkraftstärkstes Bundesland wird Bayern vom Stadtstaat Hamburg abgelöst.
GfK GeoMarketing prognostiziert für das kommende Jahr 2012 eine Kaufkraftsumme von 1.636,2 Mrd. Euro für Gesamtdeutschland. Jedem Bundesbürger werden demnach im Jahr 2012 im rechnerischen Durchschnitt 20.014 Euro für den Konsum, Miete oder andere Lebenshaltungskosten zur Verfügung stehen.
Unter der Kaufkraft versteht man das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung, inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Die Zahl der Erwerbstätigen wird in 2012 voraussichtlich weiter moderat zunehmen, die Einkommensentwicklung in vielen Branchen günstig bleiben und auch die monetären Sozialleistungen werden wieder etwas steigen, da beispielsweise die gesetzlichen Altersrenten Mitte 2012 voraussichtlich stärker als im laufenden Jahr erhöht werden. Vor diesem Hintergrund geht GfK GeoMarketing von einem leichten Zuwachs der Kaufkraft um zwei Prozent für den Prognosezeitraum 2012 aus. Das entspricht 413 Euro pro Kopf und bundesweit einem Plus von 32,8 Mrd. Euro gegenüber dem Jahr 2011. Die Kaufkraftprognose ist allerdings nominal, d.h. nicht inflationsbereinigt.
Simone Baecker-Neuchl, Leiterin der Abteilung Market Data & Research bei GfK GeoMarketing und Projektleiterin der Kaufkraft-Studie, kommentiert: „Die reale Kaufkraft der Deutschen wird in 2012 voraussichtlich nahezu stagnieren. Denn die prognostizierte Inflation im Jahr 2012 wird derzeit von der Bundesbank mit rund 1,8 Prozent angesetzt. Das gleicht das nominale Wachstum der Kaufkraft um 2 Prozent real dann nahezu wieder aus. Die Wachstumschancen für die Wirtschaft, insbesondere des Einzelhandels, hängen damit weiterhin direkt von der Stimmung und dem Vertrauen der Konsumenten ab.“
Bundesländer: Hamburg überholt Bayern
Die drei Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin sind in diesem Jahr die Gewinner auf der Ebene der Bundesländer, da sie die deutlichste Veränderung des Indexwertes gegenüber dem Vorjahr verzeichnen können. Die Einwohner Bremens und Hamburgs werden im kommenden Jahr durchschnittlich 18.684 Euro bzw. 21.985 Euro Kaufkraft pro Kopf besitzen. Auf Grund dieser Tatsache hat erstmalig seit 2007 nicht mehr Bayern sondern Hamburg die Spitzenposition unter den Bundesländern inne.

Im Ranking der Bundesländer haben sich ansonsten keine Änderungen ergeben. Nach wie vor belegen die ostdeutschen Bundesländer die hinteren Plätze. Das Schlusslicht Sachsen-Anhalt verfügt über eine Kaufkraft von 16.606 Euro pro Einwohner und damit mehr als 5.300 Euro pro Kopf weniger als der Spitzenreiter Hamburg.
Stabiles Kreisranking
Ein ähnliches Bild ergibt sich auf der Ebene der 412 Stadt- und Landkreise. Hier haben sich in der Rangfolge keine gravierenden Unterschiede unter den 25 kaufkraftstärksten Kreisen ergeben. Lediglich der Landkreis Miesbach in Bayern verbessert seine Position um 9 Plätze nach oben. Die Rangfolge der Top 10 entspricht der der Vorjahresergebnisse. Mit Abstand an der Spitze liegen der hessische Hochtaunuskreis mit 29.285 Euro und der bayerische Landkreis Starnberg mit 29.142 Euro pro Kopf. Auf einem ähnlichem Kaukraftniveau befinden sich die nachfolgenden Platzierungen: der Landkreis München, der Landkreis Main-Taunus-Kreis, der Stadtkreis München und der Landkreis Ebersberg, deren Bewohner im Schnitt zwischen 27.877 Euro und 26.704 Euro pro Kopf und damit 33 bis 39 Prozent mehr Kaufkraft als der deutsche Bundesdurchschnitt besitzen.

Die Hälfte der 25 Kreise mit der im bundesweiten Vergleich höchsten Kaufkraft liegen in Bayern. Die kaufkraftstärksten ostdeutschen Kreise befinden sich alle in Brandenburg. Es handelt sich um den Landkreis Potsdam-Mittelmark auf Rang 165 (19.898 Euro pro Kopf), den Stadtkreis Potsdam auf Rang 187 (19.575 Euro pro Kopf) und den Landkreis Oberhavel auf Rang 241 (18.941 Euro pro Kopf).
Stadtkreise im Kaufkraftvergleich
Die zehn kaufkraftstärksten Kreise sind – mit Ausnahme von München und Erlangen – allesamt Landkreise. Denn die durchschnittliche Kaufkraft in den Großstädten wird beispielsweise durch den hohen Anteil von jungen Menschen wie Studenten mit geringeren Einkommen gesenkt, wohingegen die einkommensstärkeren Bevölkerungsschichten oft die Wohngebiete außerhalb der Städte bevorzugen. Werden nur die 111 Stadtkreise aller 412 Kreise analysiert, ergibt sich folgendes Bild: Die fünf kaufkraftstärksten Städte sind München (Index: 137,2), Erlangen (Index: 125), Düsseldorf (Index: 120,9), Baden-Baden (Index: 119) und Frankfurt am Main (117,5) mit einer Kaufkraft von 27.464 Euro bis 23.510 Euro pro Kopf. Am anderen Ende befindet sich – trotz einer deutlichen positiv prognostizierten Entwicklung – die Stadt Bremerhaven mit 16.439 Euro pro Kopf (Index: 82,1), gefolgt von Wismar (Index: 82,7), Halle an der Saale (Index: 83,6), Brandenburg an der Havel (Index: 83,9) und Stralsund (Index: 84,2).
Kaufkraftentwicklungen
Bei der Betrachtung der Entwicklung des Indexwerts im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich, dass sich unter den zehn Kreisen mit der höchsten positiven Veränderung sechs bayerische Kreise befinden, angeführt von Starnberg, Garmisch-Patenkirchen und Miesbach.
Unter den Top 25 mit der höchsten positiven Veränderung befindet sich lediglich ein ostdeutscher Kreis, der Stadtkreis Potsdam, der um 25 Plätze auf Rang 187 klettert. Die meisten Plätze hat im Vergleich zum Vorjahr Bremen gut gemacht. Die Hansestadt klettert von Platz 252 um 33 Plätze nach oben auf Platz 219 aller 412 Kreise.
Zur Studie
Die GfK Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Von diesem verfügbaren Einkommen sind allerdings noch nicht die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen abgezogen. Folglich bedeutet ein nominaler Anstieg der Kaufkraft nicht zwangsläufig, dass jedem Einzelnen real mehr Geld zur Verfügung steht, wenn die aufgeführten Ausgaben deutlicher ansteigen. Darüber hinaus ist auch zu berücksichtigen, dass die Kaufkraft einer Region ein Durchschnittswert der dort lebenden Bevölkerung ist und nichts über die Kaufkraft einzelner Individuen, die Kaufkraft je Haushalt oder über die dahinter liegende Einkommensverteilung und damit die Schere zwischen „arm“ und „reich“ aussagt.
Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute. Die Kaufkraft wird seit 1937 von der GfK berechnet. GfK GeoMarketing stellt die Prognose für das neue Jahr jeweils zum 1. Januar fertig – die GfK Kaufkraftdaten sind ab dann verfügbar für alle deutschen Stadt- und Landkreise, für alle Gemeinden und Postleitzahlgebiete sowie für 2,6 Millionen Straßenabschnitte.
Verwendungszweck der Daten
Die regionalen GfK Kaufkraftdaten sind eine wichtige Grundlage der Vertriebs- und Marketingplanung in Unternehmen vieler Branchen. Entscheidend ist dabei eine realistische Abbildung der regionalen Verteilung der Kaufkraft. Der Fokus der Studie liegt entsprechend nicht in der Vergleichbarkeit der Daten über Jahre hinweg – da es sich um Prognosen handelt, wird ausdrücklich davon abgeraten, die Daten der Vorjahre 1:1 miteinander zu vergleichen.
Weitere Informationen zur GfK Kaufkraft erhalten Sie unter www.gfk-geomarketing.de/kaufkraft. Mehr Statistiken und diese Meldung und Grafiken auch unter http://www.genussweb.eu/blog/index.php?categories=Statistik
Quelle und Grafiken: GfK GeoMarketing
Wassertourismus in Deutschland
Deutschland bietet nahezu alle Möglichkeiten für Urlaub am, im und auf dem Wasser - doch noch wissen laut Marktstudien zu wenige Menschen im In- und Ausland davon. Abhilfe schaffen und dafür sorgen, dass die nachgewiesenen Potenziale im Wassertourismus in Zukunft besser beworben und genutzt werden, soll das vor etwas mehr als einem Jahr gestartete länder- und institutionenübergreifende vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Projekt zum Wassertourismus in Deutschland. Unter Leitung des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern sind daran neben sieben Bundesländern alle maßgeblichen Verbände und Institutionen aus Tourismus und Wassersport beteiligt worden. Eine derartige Allianz hatte es zuvor noch nicht gegeben. Die ersten wesentlichen Ergebnisse - die Internetseite www.wasser-und-urlaub.de, ein Praxisleitfaden zur besseren Planung und Vermarktung sowie eine einheitliche Dachmarke - liegen jetzt vor und werden anlässlich der größten Wassersportmesse der Welt, der "boot Düsseldorf" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt."Mit dem Dreiklang aus Qualitätsoffensive, einem international wirksamen Internetauftritt und einem Praxisleitfaden für Unternehmen, Vereine und Kommunen vor Ort stärkt das Projekt 'Marketinginitiative Wassertourismus' die Wettbewerbsfähigkeit des Reiseziels Deutschland und schafft durch die neue Dachmarke erstmals eine Corporate Identity unter den Anbietern wassertouristischer Leistungen in Deutschland. Das ist ein Meilenstein zur Verbesserung der wassertouristischen Rahmenbedingungen in Deutschland", erklärte Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus. Burgbacher verwies auf das hohe Interesse deutscher Urlauber an Aktivitäten am oder auf dem Wasser: Laut aktueller Analyse der Kieler Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R.) haben 83 Prozent der repräsentativ Befragten generelles oder gar konkretes Interesse daran, innerhalb der kommenden fünf Jahre im Urlaub Ausflüge auf dem Wasser zu machen, Boot oder Kanu zu fahren bzw. zu segeln, zu angeln, zu rudern oder zu tauchen. Jedoch könne dies laut F.U.R. häufig im Ausland geschehen.
Neue Internetseite zeigt Angebotsvielfalt deutscher Reviere
Um das Interesse stärker auf die Angebotsvielfalt in Deutschland zu lenken, geht die neue und künftig ständig aktualisierte Internetplattform www.wasser-und-urlaub.de an den Start, auf der die Bandbreite wassertouristischer Angebote vorgestellt und vernetzt ist. Wassertouristen finden hier Urlaubsangebote, weiterführende Informationen sowie Tipps zum Segeln und Tauchen, Motorboot-, Hausboot- oder Kanufahren und zum Funsport. Zudem sind mehr als 15.000 Datensätze zu maritimer Infrastruktur und landseitigen Freizeiterlebnissen integriert. Zeitnah wird die Seite auch in englischer, französischer und holländischer Sprache verfügbar sein. "Von Paddeltouren auf der Mosel, über Wakeboarden im thüringischen Stausee bis zum führerscheinfreien Hausbootfahren in der Mecklenburgischen Seenplatte - hier findet ab sofort jeder Wasserurlauber sein passendes Revier und Angebot", sagte Jürgen Seidel, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, welcher die Projektkoordination im Auftrag aller Partner übernommen hat.
Praxisleitfaden vermittelt Wissen zu Qualität und Vermarktung
Neben dem Internetauftritt wurde im Projekt ein Praxisleitfaden mit dem Titel "Wassertourismus in Deutschland" für Marinas, Sportboothäfen und Wasserwanderrastplätze erarbeitet, der Touristikern, Kommunen, Verbänden und Fachleuten bei der Produkterstellung und Vermarktung helfen soll. Die Publikation gibt einen Überblick zu Chancen und Herausforderungen im Wassertourismus, erläutert Prozesse zur Planung und Inbetriebnahme wassertouristischer Anlagen und gibt Antworten auf Fragen zu Qualität und Kommunikation.
Neuer Dachmarke folgt Forderung nach einheitlichem Qualitätsmodell
Im Praxisleitfaden dargestellt ist auch die neue Dachmarke "Wassertourismus in Deutschland", welche die Projektpartner als übergreifendes Marketingsystem etablieren wollen, um sich einheitlicher und nachvollziehbarer darzustellen. Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), sprach sich darüber hinaus deutlich dafür aus, einheitliche Qualitätskriterien für sämtliche wassertouristische Betriebe zu entwickeln: "Ein wichtiges Etappenziel wurde im Projekt mit der Überführung der Blauen Sterne von DTV und Bundesverband der Wassersportwirtschaft zur Klassifizierung von Sportboothäfen in die Steuerräder des ADAC bereits erreicht. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir ein gemeinsames Qualitätsmodell Wassertourismus Deutschland über Landes- und regionale Grenzen hinweg. Langfristig wollen wir deshalb die Qualitätssiegel im Wassertourismus auf ein Siegel konzentrieren", so Meyer.
Erstmals gemeinsam präsentiert werden die wassertouristischen Angebote in Deutschland im Rahmen des Bundesprojektes mit einem Messestand auf der "boot Düsseldorf" vom 21. bis 29. Januar 2012. Ein Dutzend Beteiligte, darunter die Tourismus Zentrale Saarland GmbH, die Ruhr Tourismus GmbH oder die BIS Bremerhaven Touristik werben dabei für Urlaub auf dem Wasser zwischen Ostsee und Bodensee.
Die am Bundesprojekt beteiligten Fach-, Sport- und Tourismusverbände haben vereinbart, die Zusammenarbeit auch nach dem vorläufigen Projektende im Sommer 2012 fortzusetzen.
Weitere Informationen: www.wasser-und-urlaub.de
Hintergrund
Die 2010 als Projekt gestartete und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte "Marketinginitiative Wassertourismus" wurde vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern in enger Abstimmung mit dem Deutschen Tourismusverband, dem Bundesverband für Wassersportwirtschaft, den Tourismusorganisationen der beteiligten Bundesländer, dem Deutschen Olympischen Sportbund sowie weiteren Institutionen und Verbänden koordiniert. Eine in diesem Zusammenhang durchgeführte Nachfrageanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen mit mehr als 2.000 Befragten zeigte, dass die Mehrheit der Deutschen (60 %) im Urlaub im Meer oder in Seen badet. Zudem haben mindestens 59 Prozent der Befragten mindestens eine Wasseraktivität, darunter Tauchen, Kiten, Fahrten mit Fahrgastschiffen, Angeln und Kanufahren unternommen. In naher Zukunft wollen 38 Prozent ziemlich sicher wenigstens eine dieser Wasseraktivitäten ausüben; für weitere 46 Prozent kommt dies generell in Frage.
Quelle: © 2012 Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V
Bei der Pünktlichkeit der Deutschen Bahn ist Hamburg Schlusslicht
Vier von fünf Fernzügen fahren pünktlich, sagt die Deutsche Bahn. Doch es gibt große Unterschiede - zum Beispiel je nach Zugart und Region. Die Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr an 20 wichtigen Bahnhöfen mehr als 2 Millionen Zugankünfte überprüft. Dabei schnitten Stralsund im Norden und Freiburg im Südwesten am besten ab. Als Bahnhof mit den häufigsten Verspätungen erwies sich der Hamburger Hauptbahnhof.In Stralsund kamen im Durchschnitt 85 Prozent der Fernzüge pünktlich an oder waren allenfalls wenige Minuten im Verzug. Eine Verspätung ab 6 Minuten hatten nur 15 Prozent der Intercity(IC)-Züge, die hier im Fernverkehr unterwegs sind. Bei Zugläufen, die sich oft über viele hundert Kilometer quer durch Deutschland erstrecken, sind dies recht gute Werte. Auch in Freiburg - wichtiger Zwischenhalt im Verkehr mit der Schweiz - profitierten die Fahrgäste von überdurchschnittlich vielen pünktlichen Zugankünften. Drittplatzierter Bahnhof im Test ist Leipzig - mit deutlichen Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. Basis der Auswertung sind die Ankunftszeiten von mehr als 2 Millionen Zügen. Deren Daten wurden über das Kundeninformationssystem der DB ("Ist mein Zug pünktlich?) erfasst.
Die Bahnkunden profitierten vom milden Winterwetter. Im Dezember fuhren die Züge so pünktlich wie schon lange nicht mehr. Von Weihnachten bis Silvester kamen an den 20 Bahnhöfen im Test mehr als 90 Prozent der ICE, EC und IC auf die Minute pünktlich an oder waren allenfalls leicht im Verzug. Die Stiftung Warentest ermittelte den ersten Weihnachtsfeiertag als den Tag des Jahres 2011 mit den besten Pünktlichkeitswerten. Ein Jahr zuvor hatten die Fahrgäste noch unter dem "Winterchaos" gelitten. Damals fuhr wochenlang oft mehr als jeder zweite Fernzug seinem Fahrplan hinterher.
Die guten Pünktlichkeitswerte zum Jahresende zeigen, dass der Schienenverkehr unter günstigen Bedingungen auch in Deutschland problemlos rollt - sogar ähnlich pünktlich wie im Bahnmusterland Schweiz. Gutes Wetter, wenige Baustellen und eine geringere Anzahl von Güterzügen ermöglichten eine "wesentlich höhere Verfügbarkeit des Schienennetzes", so Bahnvorstand Homburg. Schlussfolgerung aus Kundensicht: Wenn das Schienennetz ausgebaut und die Engpässe beseitigt würden, könnten die Züge auch "im Normalbetrieb" deutlich pünktlicher fahren.
Tatsächlich fehlt aber für viele Bahnbauprojekte das Geld. Experten kritisieren, dass sowohl in den Streckenneubau als auch in die Sanierung und den Unterhalt des bestehenden Netzes zu wenig investiert werde. Engpässe an Knotenpunkten, eingleisige Streckenabschnitte, Langsamfahrstellen und vielfältige technische Störungen bremsen immer wieder den Zugverkehr. So deuten die schlechten Pünktlichkeitswerte für Hamburg auf Engpässe im Verkehr zu den deutschen Seehäfen hin.
In einer Presseerklärung warnt die Deutsche Bahn (DB) ihre Kunden schon einmal vor. Bereits jetzt sei absehbar, dass die Züge in den kommenden Monaten nicht so pünktlich wie im Dezember rollen könnten. Bautätigkeit und Güterverkehrsaufkommen würden wieder signifikant anziehen. Diese würden zu einer spürbar höheren Auslastung des Schienennetzes mit entsprechenden Auswirkungen auf die Pünktlichkeit führen. Die Chance, bei knappen Umsteigezeiten einen Anschlusszug zu erreichen, wäre dann wieder schlechter.
Im Jahresdurchschnitt ermittelte die Stiftung Warentest für die Fernzüge an den 20 Bahnhöfen eine Verspätungsquote von etwa 24 Prozent. Zum Vergleich: Für das Gesamtnetz nennt die DB in ihrer eigenen Jahresstatistik eine günstigere Verspätungsquote von 20 Prozent. Dieser Unterschied ist ein Indiz für die häufige Überlastung der wichtigen Knotenpunkte.
Interessant für Bahnkunden sind die Pünktlichkeitswerte der verschiedenen Zugarten. Bei früheren Untersuchungen hatten die schnellen ICE-Züge erstaunlich schlecht abgeschnitten. Anders im letzten Quartal des Jahres 2011: Hier erreichte das DB-Flaggschiff ähnliche Pünktlichkeitswerte wie IC- und EC-Züge. Schlusslichter unter den Fernzügen waren die City-Nightline-Nachtzüge.
Im Vergleich aller Zugarten halten die Regionalbahnen (RB) ihre Fahrpläne am besten ein. Im Sommer ebenso wie im Winter kamen immerhin 93 Prozent von ihnen pünktlich an oder verspäteten sich allenfalls um wenige Minuten. Nur 7 Prozent waren 6 Minuten oder mehr verspätet. Die Regionalexpresszüge (RE), die relativ weite Wege zurücklegen, waren hingegen etwas unpünktlicher. Durchschnittswert für alle Regionalverkehrszüge an den 20 Bahnhöfen: 12 Prozent mit Verspätungen ab 6 Minuten. Relativ pünktlich war der Nahverkehr vor allem im Südwesten, in Saarbrücken, Mannheim und Freiburg.
Quelle: www.test.de/bahnverspaetung
Lebensmittelwarnung für LIDL Champignon
Lidl Deutschland ruft „Champignons I. Wahl ganze Köpfe, 400g“ der Marke Freshona mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 31.12.2014 zurück. Vor dem Verzehr der Champignons wird gewarnt. Beim Hersteller ist ein Fehler in der Produktion aufgetreten, der eventuell zu einer nicht ausreichenden Durcherhitzung des Produktes führte. Dadurch kann die Sicherheit des Produktes nicht vollständig gewährleistet werden. Es ist nicht auszuschließen, dass durch Keimbildung in der Konserve eine Gesundheitsgefahr für den Verbraucher besteht. Lidl Deutschland bittet daher alle Kunden dringend, die „Champignons I. Wahl ganze Köpfe, 400g“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.12.2014 keinesfalls zu verzehren und den Artikel in einer der Lidl-Filialen zurückzugeben. Selbstverständlich wird der Kaufpreis erstattet auch ohne Vorlage des Kassenbons.Quelle: http://www.lebensmittelwarnung.de/
50 Jahre Gemeinsame Agrarpolitik und die Hintergründe
Die ersten Maßnahmen für eine europäische Agrarpolitik in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft waren am 14. Januar 1962 beschlossen worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es das Ziel, Hunger in Europa zu verhindern. Bis heute flankiert die GAP die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen, sicheren und bezahlbaren Lebensmitteln. Die frühere Stützung der Agrarpreise ist dabei einer Orientierung am Markt gewichen.
Die laufenden Verhandlungen über die GAP nach 2013 seien eine Chance, die Landwirtschaft in Europa weiterzuentwickeln - im Interesse der Landwirte und der Verbraucher, sagte Aigner. „Jetzt brauchen wir Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und gute Bewirtschaftung der Flächen, die auch der Globalisierung und dem Klimawandel gerecht werden.“ Unter Hinweis auf die am Vortag in Berlin vorgestellte „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ erklärte die Bundesministerin: „Unsere Basis ist eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft: eine ökologisch tragfähige, ökonomisch existenzfähige, sozial verantwortliche und Ressourcen schonende Wirtschaftsweise, die als Basis für zukünftige Generationen dient.“ Mehr zur Europäischen Agrarpolitik auf www.bmelv.de.
Hintergrund – Die offizielle Geschichte der Gemeinsamen Agrarpolitik:
Als die Gemeinsame Agrarpolitik ins Leben gerufen wurde, ging es vor allem darum, die Produktivität der Landwirtschaft zu steigern, die Märkte zu stabilisieren und die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu sichern. In den 70er Jahren wurde die Gemeinsame Agrarpolitik Opfer ihres eigenen Erfolges. Butterberge und Milchseen gehören dank Marktorientierung und Modernisierung jedoch der Vergangenheit an. Seit den 90er Jahren gibt es einen kontinuierlichen Reformprozess der GAP, der eine wettbewerbsfähige, umweltverträglichere europäische Landwirtschaft zum Ziel hat, die den Ansprüchen der Verbraucher an Lebensmittelqualität und -sicherheit sowie Tierschutz gerecht wird. Nachdem die Zahlungen 2008 von der Produktion entkoppelt und stärker an neue Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Biodiversität gebunden wurden, wird derzeit über die nächste Reform diskutiert. Insgesamt ist es Europa gelungen, eine wettbewerbsfähige Erzeugung von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen zu ermöglichen und die gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft zu honorieren.
Doch es gibt auch eine andere Sichtweise, den alternativen Hintergrund- eine wahre Geschichte?
Wir haben nach den verheerenden beiden Welt-Kriegen eine Landwirtschaft des Krieges. Pestizide und Düngemittel gehen aus den Kriegen hervor. Im ersten Weltkrieg werden Millionen von Bauern als Soldaten rekrutiert und umgebracht, der zweite Weltkrieg vollendet das Sterben des Bauerntums. Die Kriegsforschung erfindet die synthetische Gewinnung von Ammoniak, die den Bau von Bomben ermöglicht. Eine weiteres Kriegs-Forschungsergebnis ist die Erfindung von Senfgas im 1. Weltkrieg. Mit dem Marshall-Plan nach dem 2. Weltkrieg kamen riesige Traktoren, die natürlichen Nachfolger der Panzer. Diese Kriegs-Forschungsergebnisse und der Marshall-Plan waren die wesentlichen Bausteine für die Industrialisierung der Landwirtschaft. Das Verständnis von der Landwirtschaft als Krieg gegen den Planeten stammt aus den Kriegen. Aus der Senfgas-Forschung, ein Kampfgas, gingen in der Folge die Insektenvernichtungsmittel hervor und die synthetische Gewinnung von Ammoniak ermöglichte später die Produktion von Kunstdünger. Mit dem Marshall-Plan kommen nach dem 2. Weltkrieg die riesigen Traktoren und Mähdrescher aus den USA. Die Industrie saß nach dem Krieg auf riesigen Giftvorräten, Gifte mit denen Feinde getötet werden sollten. Aber nach dem Krieg gab es keine Feinde mehr, niemand musste mehr damit umgebracht werden. Die Industrie stellte fest, die Landwirtschaft kauft der Industrie nichts ab, außer Traktoren und andere schwere Maschinen. So kam die Idee auf, also kauft die Landwirtschaft schwere Traktoren, Pestizide und Kunstdünger und die Industrie macht damit riesige Gewinne. Die Landwirtschaft macht zwar Verluste, aber die Regierungen leiten einen Teil der Steuern in die Landwirtschaft um. Das sind die Subventionen.
Sicherer Lebensmittel-Einkauf per Mausklick
Etliche "Schwarze Schafe" machen sich das oftmals undurchsichtige und anonyme Medium Internet zunutze. Aber auch die Unwissenheit einzelner Online-Lebensmittelhändler stellt ein Problem dar. Nicht selten werden Produkte als Nahrungsergänzungsmittel, Sportlernahrung oder diätetische Lebensmittel angepriesen, sind aber tatsächlich Arzneimittel mit starker Wirksamkeit. "Das Internet ermöglicht Verkäufern, Herstellern und Händlern, an verschiedenen Orten zu agieren und dabei unerkannt zu bleiben. Die Lebensmittelüberwachung stößt dabei an ihre Grenzen", so der Präsident des BVL, Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg. "Mit unserem Projekt verfolgen wir das Ziel, dass der Einkauf von Lebensmitteln im Internet so sicher wird wie der Einkauf von einem Brot beim Bäcker um die Ecke."
Das BVL hatte zusammen mit den Bundesländern ein Konzept zur Kontrolle des Online-Lebensmittelhandels erarbeitet. Beim BVL ist daraufhin eine zentrale Stelle zur Internetrecherche eingerichtet worden. Diese arbeitet eng mit den an dem Projekt beteiligten Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen zusammen, welche die Kontrollen vor Ort wahrnehmen. "Für die Länder bedeutet die Einrichtung der Zentralstelle beim BVL eine große Unterstützung bei der Suche nach potentiell risikobehafteten Lebensmitteln im Internet", erklärt Dr. Volker Kregel, Vorsitzender der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz. "Ein derartiger Aufwand könnte nicht in jedem Land geleistet werden, da hierfür sehr spezialisierte Softwaretechniken erforderlich sind. Die Bündelung der Recherche-Abfragen stellt darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Effizienz in der Lebensmittelüberwachung dar."
Die BVL-Zentralstelle durchsucht das Internet stichprobenartig nach Angeboten risikobehafteter Lebensmittel, die die Gesundheit der Verbraucher eventuell schädigen oder die Verbraucher täuschen können, und leitet diese an die zuständigen Behörden zur Kontrolle weiter. Daneben wird versucht, alle nicht registrierten deutschen Lebensmittelunternehmen, das heißt den Kontrollbehörden nicht bekannte Betriebe, mittels kontinuierlicher, automatisierter Suche aufzuspüren und unter das Dach der amtlichen Lebensmittelkontrolle zu bringen. Kontrollierte Betriebe sollen dies in Zukunft durch ein Siegel der D21-Initiative auf ihrer Internetseite kenntlich machen können.
Bislang hat die BVL-Zentralstelle durch die Zusammenarbeit mit dem Bundeszentralamt für Steuern, das mittels der Software "Xpider" aktiv nach Lebensmittelunternehmen im Netz sucht, ca. 1.800 im Internet tätige Lebensmittelunternehmen an die Länder weitergeleitet. Die Überprüfung durch die Länder zeigt, dass ca. 25 Prozent der erfassten Betriebe zuvor nicht registriert waren.
Bei der Recherche nach möglicherweise nicht sicheren Lebensmitteln legt die Zentralstelle den Fokus auf Nahrungsergänzungsmittel (NEM), insbesondere auf die Suche nach nicht zugelassenen neuartigen Lebensmitteln oder solchen, die pharmakologisch wirksame Stoffe als Zutat enthalten. Daneben werden auch Meldungen des europäischen Schnellwarnsystems und Warnungen anderer Behörden im Hinblick auf entsprechende Angebote im Internet weiter verfolgt. Bisher wurde nach über 20 Stoffen/Zutaten recherchiert. Ca. 270 Rechercheergebnisse, die sich auf rund 120 Online-Shops bezogen, hat die Zentralstelle an die teilnehmenden Länder weitergeleitet. Die Rückmeldungen zeigen, dass die Angebote in der Regel gelöscht werden. Positiv ist außerdem, dass bisher die meisten beanstandeten und gelöschten Produkte nicht wieder auf neuen Websites angeboten werden.
Durch zusätzliche Informationskampagnen will das BVL die im Internet tätigen Lebensmittelunternehmen, inkl. der reinen Händler, auf ihre Registrierungspflicht und ihre Verantwortung für die Sicherheit der angebotenen Produkte hinweisen. Verbraucher sollen sich über die Gefahren beim Internetkauf klar werden. Mit seinem neuen Flyer "Lebensmittel online kaufen! Tipps für Verbraucher" weist das BVL auf kritische Punkte und Gefahren im Internethandel hin und stellt Möglichkeiten vor, diese zu minimieren.
Die Ergebnisse des deutschen Pilotprojekts sollen auch der Festsetzung EU-weiter Kontrollmechanismen dienen. Da der Online-Handel grenzüberschreitend stattfindet, ist eine Zusammenarbeit der nationalen Behörden mit denen der anderen Mitgliedstaaten und Drittländer nötig. Zur Vorbereitung einer EU-weiten Kontrolle hat sich auf Initiative des BVL bereits eine europäische Arbeitsgruppe zum Thema E-Commerce gegründet, die sich über geeignete Vorgehensweisen zur Kontrolle des Internethandels mit Lebensmitteln und Erfahrungen in diesem für Kontrollbehörden neuen Bereich austauscht.
Die 50 schönsten Bootstouren im "Blauen Paradies"
"Urlaub mit Kanu, Segel- und Motorboot""Europas größtes Wassersportrevier Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg bietet eine Fülle an Urlaubsmöglichkeiten. Pünktlich zur Saison 2012 liefert der neue Katalog mit dem Titel "Urlaub mit Kanu, Segel- und Motorboot" unter anderem die 50 schönsten Tourentipps für Motorboot-, Kanu- und Segelurlaube in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Diese beinhalten eine kurze Beschreibung des Reviers und geben Auskunft über Länge und Dauer, Route, Gewässerprofil, touristische Höhepunkte an Land und Veranstalter, die Touren auch als Pauschalen anbieten. Herausgeber sind der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und die Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH. Neu in diesem Jahr ist das Spezial "Floßfahrten" mit je zwei Tourenempfehlungen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Daneben bekommen Urlauber beispielsweise Anregungen für Hausboot-Touren, für die Freizeitkapitäne in MV keinen Führerschein benötigen. Die "Große Rundtour" etwa bietet eine einzigartige Kombination aus Natur und Kultur. Sie führt auf 570 Kilometern von Berlin über Potsdam bis nach Waren (Müritz) in der Mecklenburgischen Seenplatte. Freizeitkapitäne, die auf der Fahrt auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit an Land mitnehmen wollen, brauchen rund drei bis vier Wochen dafür.
Zudem listet die Broschüre Marina-Liegeplätze, Charterbetriebe, Unterkünfte am Wasser und nahe gelegene Touristinformationen. Der 72-seitige Katalog erscheint in einer Auflage von 150.000 Exemplaren und kann kostenlos unter der Rufnummer 0381 40 30 500 bestellt oder auf www.auf-nach-mv.de/ online angesehen oder heruntergeladen werden.
Haltbarkeit von Lebensmitteln
Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis zu welchem Tag, Monat oder Jahr das ungeöffnete und richtig gelagerte Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch, Farbe, Konsistenz und Nährwert behält. Es ist eine Information des Herstellers und bedeutet nicht, dass das Produkt danach verfallen ist und nicht mehr verzehrt werden kann. Normalerweise schmecken die Produkte bei richtiger Lagerung auch noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums gut und sind keine Gefahr für die Gesundheit. Hier sind Verbraucher gefragt, die Produkte mit allen Sinnen zu prüfen: sehen, riechen, fühlen, schmecken. Solange das Produkt nicht auffällig ist, kann es in der Regel noch gegessen werden.
Anders verhält es sich beim Verbrauchsdatum: Das Verbrauchsdatum muss auf Lebensmitteln angegeben werden, die durch Keime sehr leicht verderben und dann gesundheitsschädlich sein können, z.B. Hackfleisch und Räucherlachs. Nach Ablauf des Verbrauchsdatums dürfen solche Produkte nicht mehr verkauft werden und Verbraucher sollten sie auch nicht mehr essen.
Grüne Woche
Foto © IGW 2012 - Funkturm bei Nacht Die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau "Internationale Grüne Woche Berlin" findet vom 20.01.2012 bis zum 29.01.2012 statt. 1.624 Aussteller aus 59 Ländern kommen nach Berlin. Die Messe Berlin rechnet mit 400.000 Besuchern. In diesem Jahr können die Besucher ihre Genusstour durch deutsche Regionen erstmals auf einer „Straße der Bundesländer“ erleben. Die bisherige Länderhalle Deutschland (Halle 20) wird durch sieben aufeinander folgende Messehallen aufgewertet: Die regionalen Spezialitäten von der Küste bis zu den Alpen werden hier noch authentischer als bisher präsentiert. Insgesamt 14 Bundesländer stellen Nahrungs- und Genussmittel aus den jeweiligen Regionen Deutschlands vor. Neben den bisherigen individuellen Beteiligungen aus Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein wird die IGW 2012 erstmals auch das kulinarische Angebot aus Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen in individuellen Bundesländer-Präsentationen zeigen. Insgesamt laden 1.624 Aussteller aus 59 Ländern aller Kontinente zu einer kulinarischen Reise rund um den Globus ein. Die weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau findet in 26 Hallenkomplexen auf 115.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche statt.Auf der 77. Internationalen Grünen Woche in Berlin beteiligt sich das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) erneut mit einer Sonderschau auf dem Messegelände Berlin. Das diesjährige Motto der Halle 23a lautet: "Verbraucher und Landwirtschaft - Gemeinsame Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt". Ausgehend von dem Leitgedanken der gemeinsamen gesellschaftlichen Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt liegt der Fokus der BMELV-Sonderschau 2012 auf den Verbrauchern und der Landwirtschaft.
Aufklärung, Information und Prävention sind die Basis für einen klugen Einkauf und Konsum. Eine Informationsbörse in der Cafébar der BMELV-Sonderschau bietet ein breitgefächertes Informationsangebot zu den Themen Verbraucherschutz beim Onlinehandel mit Lebensmitteln sowie Lebensmittelkennzeichnung, Gütesiegel für Bioprodukte, regionale Produkte und traditionelle Spezialitäten. Auch der Verbraucherschutz im Internet kommt nicht zu kurz: Das Projekt „Kontrolle des Lebensmittelhandels im Internet“ wird den Besuchern mit der neuen Online-Plattform www.lebensmittelwarnung.de vorgestellt. Hier gibt es eine Vielzahl an Tipps für den Online-Kauf. Gleichzeitig wird der Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum erklärt. Damit Genuss auch Genuss bleibt, informieren die Verbraucherzentralen die Besucher mit einem „Zutatencheck“ exemplarisch über den Austausch hochwertiger natürlicher Zutaten aus Landwirtschaft und Gartenbau durch preiswerte Imitate und Aromen.
Das Ausstellungssegment „Ernährung, Qualität und Sicherheit“ informiert über Qualitätssicherung und Lebensmittelsicherheit auf allen Stufen am Beispiel wichtiger Grundnahrungsmittel. Im Fokus stehen dabei Milch, Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse sowie Getreide. Experten stehen für Fragen zu den Themen Qualitätsmanagement, Rückverfolgbarkeit bei Milch sowie zur Vielfalt von Milch- und Molkereierzeugnissen zur Verfügung. Aktuelle ernährungsphysiologische Aspekte seltener Getreidesorten sowie die Vielfalt bei Getreide werden durch frische Genüsse und wertvolle Informationen aus der Backstube von Halle 23a ergänzt. Qualität und Frische, Inhaltsstoffe und die richtige Lagerung eines ganzjährig fast vollständigen Obst- und Gemüseangebotes aus der Region sind das Thema bei Obst und Gemüse.
Mit „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ werden auf der Grünen Woche die Grundprinzipien einer gesunden, ausgewogenen, abwechslungsreichen und sicheren Ernährung für alle Altersgruppen mit praktischen Anregungen dargestellt. Der Vitamingarten ergänzt das breite Informationsangebot in appetitanregender und ansprechender Form.
Wie wichtig es ist Lebensmittel sinnvoll einzusetzen, wird im Bereich Wertschätzung von Lebensmitteln - ausgehend von einer klugen Lagerung und Vorratshaltung - erläutert. Beim Brot-für-die-Welt-Spiel „Niemand isst für sich allein“ kann der Besucher seinen individuellen CO2-Fußabdruck bestimmen. Dabei kann jeder Besucher selbst sehen, welche Menge an Lebensmitteln, unterteilt nach den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, eine vierköpfige Familie im Jahr wegwirft. Hier finden sich wichtige Anregungen, um das eigene Konsumverhalten nachhaltiger zu gestalten. Im Themensegment Welternährung werden Lösungsansätze der Entwicklungsländer zur Vermeidung von Verlusten bei Fehlkalkulationen bei der Produktion und Logistik erläutert. Auch wird gezeigt, wie Züchtung und Forschung dabei helfen, Ertragssteigerungen nachhaltig zu gestalten.
Zukunftsfähige ländliche Räume brauchen maßgeschneiderte Lösungen: Informieren Sie sich über die „grünen Berufe“ und erleben Sie das interaktive Spiel in der Hallenmitte.
An der BMELV-Infotheke stehen Experten Rede und Antwort. Der „aid infodienst“ hat eine breite Auswahl an Broschüren, DVDs und Spielen im Angebot.
Das Familien- und Schülerforum sowie das Kochstudio laden zum Verweilen ein. Spannende Hallenralleys für die gesamte Familie vermitteln die Halleninhalte informativ und unterhaltsam. Ein aktuelles Bühnenprogramm mit Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung im Forum der Halle 23a, Mitmachaktionen sowie das Hallencafé bieten eine Pause vom Alltag beim Besuch der BMELV-Sonderschau 2012 "Verbraucher und Landwirtschaft - Gemeinsame Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt" in Halle 23a.
Lebensmittelwarnung für REWE Tiefkühl-Regenbogenforellen
Das Produkt „REWE Tiefkühl-Regenbogenforellen (500g)“ wurde über die Vertriebslinien Hit, Karstadt Feinkost, Nahkauf, REWE und toom-Märkte vertrieben. Kunden können den Artikel im jeweiligen Markt zurückgeben und bekommen den Verkaufspreis erstattet.
Quelle: http://www.lebensmittelwarnung.de/
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Wie man hier von "vorbeugend" sprechen kann ist unerklärlich.
Der Wirkstoff Malachitgrün wird in der Lebensmittelüberwachung relativ häufig als nachweisbarer Arzneimittelrückstand in Fischen festgestellt. In vielen Nicht-EU-Staaten ist Malachitgrün wegen seiner Wirkung gegen Pilze und Parasiten bei Fischen ein zugelassenes Medikament. In der EU ist die Anwendung verboten zur Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren. Es dürfen keine Rückstände in Lebensmitteln nachweisbar sein. Der frühere deutsche Grenzwert wurde EU-konform auf 0 gesetzt.
Lebensmittelwarnung für TAPAS
METRO Cash & Carry hat heute den vorsorglichen Rückruf von vier Produkten der Marke ‘Tapas’ bekanntgegeben. Bei mikrobiologischen Routineuntersuchungen innerhalb des Unternehmens wurde vereinzelt in Produktproben ein erhöhter Listerien-Wert festgestellt. Um ein potentielles Gesundheitsrisiko für die Konsumenten auszuschließen, hat sich das Unternehmen zu dieser Präventiv-Maßnahme entschieden.Folgende Produkte sind von diesem vorsorglichen Rückruf betroffen:
- Tapas Trio Espanol, in Scheiben,150g
- Tapas Salami Chorizo Vela Loncheado in Scheiben, 80g und 200g
- Tapas Serrano Schinken in Scheiben, 80g and 300g
- Tapas Serrano Reserva ¼ Stück(ca 1000g) und ½ Stück (ca 2200g)
Der Rückruf betrifft alle oben genannten Tapas-Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 01.02.2012 und Mindesthaltbarkeitsdaten nach dem 01.02.2012.
METRO Cash & Carry arbeitet eng mit dem spanischen Hersteller der Ware zusammen, um die Gründe für die erhöhten Werte herauszufinden.
Die Produkte wurden sofort aus dem Verkauf genommen. Kunden erhalten in unseren Märkten gegen Rückgabe der Ware eine entsprechende Rückerstattung.
Bei Listerien handelt es sich um einen pathogenen Organismus, der Krankheiten wie Fieber,
Muskelschmerzen und Durchfallerkrankungen hervor rufen kann. Besonders Personen mit einem geschwächten Immunsystem können durch Listerien beeinträchtigt werden.
Lebensmittelsicherheit und Qualität haben für METRO Cash & Carry eine zentrale Bedeutung als eine der Unternehmensprioritäten, insbesondere bei den Eigenmarken. Regelmäßige Qualitätskontrollen werden von externen Prüflabors ebenso durchgeführt, wie auch von der unternehmensinternen Qualitätssicherung, um mögliche Unregelmäßigkeiten sofort zu erkennen und so beste Qualität zu sichern.
Quelle: http://www.lebensmittelwarnung.de/
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VDP auf der ProWein
Die internationale Weinszene trifft sich alljährlich auf der Düsseldorfer ProWein, dieses Jahr vom 4.-6. März 2012. Der VDP-Gemeinschaftsstand in Halle 4 mit 138 VDP-Gütern und über 1250 qm2 Ausstellungsfläche ist zweifelsohne ein Hot-Spot auf der Messe.Für den VDP ist die ProWein, die Internationale Leitmesse für Weine und Spirituosen, der Schlüssel zu den Absatzmärkten der Welt – und das quasi direkt vor der Haustür. Mit 39.000 Fachbesuchern –vornehmlich aus Handel, Gastronomie und Hotellerie – und einem Anteil von 32 Prozent internationalen Besuchern ist die ProWein der internationale Meeting Point der Branche.
Düsseldorf ist für die Prädikatsweingüter, die weltweit das Ansehen der deutschen Weine prägen, die Top-Adresse für umfangreiche internationale Kontakte: Der VDP präsentiert sich daher zur ProWein so umfassend wie bei keiner anderen internationalen Veranstaltung. Die ProWein gibt den Startschuss für die internationalen Weinpräsentationen und ist somit die ideale Plattform, die aktuellen Jahrgänge zum ersten Mal der Fachöffentlichkeit vorzustellen. Nationale und besonders viele internationale Wein-Einkäufer nutzen diese erste Chance im Jahr, um auf der ProWein Kontakte zu pflegen, die Güte des Jahrgangs einzuschätzen und ihre Jahresplanung mit den Weingütern abzusprechen.
Ob des frühen Zeitpunktes gewähren die VDP Prädikatsweingüter bei der ProWein nur einen ersten Blick auf ihre 2011er Gutsweine. Den umfassenden Jahrgangsüberblick gibt es dann am 29. & 30. April auf der stattfindenden VDP-Weinbörse in Mainz.
Die teilnehmenden Güter der VDP Prädikatsweingüter auf der ProWein in Düsseldorf in Halle 4:
- Ahr - J. J. Adeneuer, Deutzerhof, Kreuzberg, Nelles, Jean Stodden
- Baden - Bercher, Blankenhorn, Freiherr von Franckenstein, Graf Hoensbroech, Bernhard Huber, Schloss Neuweier, Salwey, Staatsweingut Freiburg, Stigler, Heitlinger, Markgraf von Baden
- Franken - Bürgerspital z. Hl. Geist, Fürstlich Castell'sches Domänenamt, Glaser-Himmelstoß, Juliusspital Würzburg, Fürst Löwenstein, Johann Ruck, Horst Sauer, Rainer Sauer, Graf von Schönborn, Schloss Sommerhausen, Staatlicher Hofkeller, Stadt Klingenberg, Am Stein Ludwig Knoll, Hans Wirsching, Zehnthof
- Mittelrhein - Bastian, Toni Jost - Hahnenhof, Ratzenberger
- Mosel-Saar-Ruwer - Clemens Busch, Joh. Jos. Christoffel Erben, Forstmeister Geltz-Zilliken, Grans-Fassian, Fritz Haag, Willi Haag, Reinhold Haart, Heymann-Löwenstein, Karthäuserhof, Reichsgraf von Kesselstatt, Von Othegraven, S. A. Prüm, Sankt Urbans-Hof, Schloss Lieser, Wwe. Thanisch, Dr. Heinz Wagner, Geheimrat J. Wegeler
- Nahe - Dr. Crusius, Schlossgut Diel, Emrich-Schönleber, Gut Hermannsberg, Kruger-Rumpf, prinzsalm, Schäfer-Fröhlich, Tesch
- Pfalz - Acham-Magin, Dr. v. Bassermann-Jordan, Friedrich Becker, Bergdolt-St. Lamprecht, Bernhart, Reichsrat von Buhl, A. Christmann, Fitz-Ritter, Knipser, Koehler-Ruprecht, Herbert Meßmer, Theo Minges, Georg Mosbacher, Münzberg, Pfeffingen - Fuhrmann-Eymael, Ökonomierat Rebholz, Karl Schaefer, Georg Siben Erben, Siegrist, Dr. Wehrheim, Von Winning, Junge Talente Pfalz - Weingut Alexander Pflüger, Weingut Andreas Porzelt, Weingut Rings, Weingut Markus Spindler, Weingut Zelt,
- Rheingau - Fritz Allendorf, Barth, Flick, Georg Müller Stiftung, Jacob Hamm, Prinz von Hessen, Kloster Eberbach, Johannishof, Jakob Jung, Graf von Kanitz, August Kesseler, Baron Knyphausen, Peter Jakob Kühn, Künstler, Lorenz H. Kunz, Hans Lang, Freiherr Langwerth von Simmern, Josef Leitz, Dr. Nägler, von Oetinger, Prinz, Querbach, Balthasar Ress, Schloss Johannisberg, Schloss Reinhartshausen, Schloss Schönborn, Josef Spreitzer, Geheimrat J. Wegeler, Robert Weil, Domdechant Werner
- Rheinhessen - St. Antony Weingut, Battenfeld Spanier, Gunderloch, Gutzler, Kühling-Gillot, Rappenhof, Schloss Westerhaus, Wagner-Stempel, Wittmann
- Sachsen-Saale-Unstrut - Lützkendorf, Schloss Proschwitz
- Württemberg - Graf Adelmann, Gerhard Aldinger, Dautel, Drautz-Able, Ellwanger, Karl Haidle, Fürst Hohenlohe Oehringen, Graf Neipperg, Schnaitmann, Staatsweingut Weinsberg, Wöhrwag, Herzog von Württemberg
Antibiotika bei Tierhaltung soll eingeschränkt werden
Das BMELV tritt seit Jahren dafür ein, dass beim Einsatz von Antibiotika ein strenger fachlicher Maßstab zugrunde gelegt wird. Antibiotika dürfen bei Tieren nur dann eingesetzt werden, wenn dies aus therapeutischen Gründen geboten ist. Daher ist bereits vor zehn Jahren im Arzneimittelgesetz (AMG) eine Beschränkung der Abgabe von systemisch wirksamen Antibiotika (11. AMG-Novelle) und eine Bindung von deren Anwendung an eine vorherige tierärztliche Untersuchung verankert worden.
2008 wurde die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie "DART" ins Leben gerufen. Zentrales Ziel der gemeinsamen Strategie des Bundesministeriums für Gesundheit, des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist die Reduzierung und Verminderung der Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland. Hauptprogrammpunkte der DART sind: Erfassung der Antibiotikamengen in der Veterinärmedizin, permanente Überwachung der Entwicklung der Antibiotika-Resistenzsituation, verbesserte Information von Tierärzten, Landwirten und Verbrauchern, Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes bei Verbesserung der Prophylaxe und Hygiene zur Verhinderung von Infektionskrankheiten, eine Antibiotika-Resistenzsituation, die auch in der Zukunft den Erhalt der Wirksamkeit von Antibiotika ermöglicht.
Das vorliegende Maßnahmenpaket gegen Antibiotika-Resistenzen liegt im Entwurf vor und soll zu einer Änderung des Arzneimittelgesetzes (AMG) führen. Die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner stellte zusätzliche Maßnahmen vor, um der Entwicklung von Resistenzen gegen Antibiotika in der landwirtschaftlichen Tierhaltung vorzubeugen. Die Verschärfung der rechtlichen Bestimmungen zielt im Wesentlichen darauf ab, den Einsatz von Antibiotika auf das zur Behandlung von Tierkrankheiten absolut notwendige Maß zu beschränken und die Befugnisse der zuständigen Kontroll- und Überwachungsbehörden der Bundesländer deutlich zu erweitern. „Wir brauchen jetzt eine konzertierte Aktion: eine restriktive und auf ein Minimum beschränkte Anwendung von Antibiotika in der Tierhaltung, eine konsequente Überwachung der einschlägigen Regelungen und Anwendung von Antibiotika durch die Länderbehörden sowie, wo erforderlich, eine konsequente Ahndung von Verstößen“, erklärte Aigner am Dienstag in Berlin. Nötig sei auch eine weitere Verbesserung der Haltungsbedingungen für Nutztiere, um haltungsbedingte Ansteckungsrisiken der Tiere untereinander zu verringern.
Aigner appellierte an die Bundesländer, die Kontrollen zu verstärken: „Der Bund sorgt dafür, dass die zuständigen Landesbehörden ihre Überwachungsaufgaben noch effektiver, noch schneller und noch unbürokratischer erfüllen können. Die Länder sind nun gefordert, diese Möglichkeiten auch auszuschöpfen. Das Ziel, den Einsatz von Antibiotika deutlich zu reduzieren, ist nur erreichbar, wenn alle an einem Strang ziehen.“
Der Gesetzentwurf, der jetzt zur Anhörung an Länder und Verbände versandt wird, sieht insbesondere folgende Maßnahmen vor:
- Die Überwachungsbehörden der Bundesländer werden einen erweiterten Zugriff auf die erfassten Abgabemengen von Antibiotika zu Monitoringzwecken erhalten, der auch eine verbesserte Überwachungsplanung ermöglicht.
- Tierärzte werden verpflichtet, auf Ersuchen der Überwachungsbehörden der Bundesländer alle Daten zur Abgabe und Anwendung von Antibiotika zusammengefasst zu übermitteln. Damit wird die Überwachung deutlich erleichtert, Kontrollen werden vereinfacht und beschleunigt.
- Für Antibiotika, die auch in der Humanmedizin besonders bedeutend sind, soll die Möglichkeit zur Umwidmung drastisch eingeschränkt werden. Human-Arzneimittel dürfen demnach künftig nur noch unter besonderen Voraussetzungen außerhalb der Zulassung in der Tiermedizin eingesetzt werden..
- Beim Wechsel eines Wirkstoffes und vor einer eventuell erforderlichen Umwidmung sowie bei der wiederholten Anwendung eines Wirkstoffes wird die Erstellung eines sogenannten „Antibiogramms“, also einer Laboruntersuchung über die Wirksamkeit eines Antibiotikums, verpflichtend vorgeschrieben.
- Die mit der Zulassung eines Antibiotikums festgelegten Anwendungsbestimmungen der Packungsbeilage werden für den Tierarzt verbindlich gemacht, eine Abweichung davon wird untersagt.
- Der Informationsaustausch zwischen den Behörden wird deutlich verbessert: Behörden, die Betriebe zum Beispiel im Bereich Tierschutz und Lebensmittelhygiene kontrollieren, werden verpflichtet, Daten und Erkenntnisse, die auf einen Verstoß gegen arzneimittelrechtliche Vorschriften hindeuten, an die für Tierarzneimittelüberwachung zuständigen Stellen weiterzuleiten.
- Auch außerhalb des Arzneimittelrechts soll die Transparenz über die Antibiotika-Anwendung erhöht werden und einen restriktiveren Einsatz bewirken. So soll künftig die Zeitspanne, für die der Arzneimittel-Einsatz vor der Schlachtung bestimmter Schlachttiere und Verarbeitung eines Tieres zu dokumentieren und zu übermitteln ist, deutlich ausgeweitet werden. Geregelt werden kann dies im Rahmen der Lebensmittel-Hygienevorschriften. Damit haben die verarbeitenden Betriebe künftig noch genauere Informationen über den Gesundheitsstatus der Tiere.
Die Transparenz wird deutlich erhöht: Mitte 2012 werden erstmals genaue Daten über die in Deutschland in den Verkehr gebrachten Tierarzneimittel-Mengen veröffentlicht. Anhand dieser Zahlen wird erkennbar werden, in welchen Postleitzahlbereichen besonders intensiv Tierantibiotika an Tierärzte geliefert werden. Zudem wird anhand der neuen Zahlen in Verbindung mit den regelmäßig erfassten Resistenzen bei Zoonose-Erregern und kommensalen Bakterien analysiert werden können, welche Zusammenhänge zwischen dem mengenmäßigen Einsatz von Antibiotika und erkennbaren Hinweisen auf die Antibiotika-Resistenzentwicklung bestehen.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium prüft überdies die Vor- und Nachteile einer möglichen Einschränkung des Dispensierrechts. Dies soll im Rahmen der kommenden Anhörung mit den Ländern und Verbänden diskutiert werden. Beim Dispensierrecht handelt sich um die Berechtigung des Tierarztes, für die von ihm behandelten Tiere Arzneimittel herzustellen, vom Handel oder vom Hersteller zu beziehen und direkt an den Tierhalter abzugeben. Das geltende Dispensierrecht geht zurück auf eine in den 50-er Jahren für die Tierärzte geschaffene Ausnahme vom Apothekenmonopol.
Mit einem neuen Forschungsvorhaben wird zudem die Entwicklung von Indikatoren abgeschlossen, über die der Erfolg gesetzgeberischer Maßnahmen messbar gemacht wird. Denn allein der Mengenverbrauch von Antibiotika ist als Indikator zur Steuerung einer Minimierungsstrategie zu schwach. Gerade bei den für die Therapie von Menschen bedeutenden Antibiotika ist der sachgerechte und zielgerichtete Einsatz bei Tieren von zentraler Bedeutung.
Neben dem aktuellen Maßnahmenpaket, das auf die Verhinderung von Antibiotika-Resistenzen ausgerichtet ist und sich in die bestehende Antibiotika-Resistenz-Strategie (DART) einfügt, wird Bundesministerin Aigner bei der Präsentation der „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ auf der „Grünen Woche“ in Berlin weitere Aktivitäten mit Fokus auf die Verbesserung der Tierhaltung und der Tiergesundheit vorstellen. Hierzu zählen beispielsweise eine Forschungsoffensive zu Tierhaltung und Tiergesundheit, die verbesserte Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen den Haltungsbedingungen und dem Tiergesundheitsstatus in der Nutztierhaltung bringen soll sowie eine Initiative, mit der die Investitionsförderung im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe des Bundes und der Länder zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) auf besonders tiergerechte Haltungsformen konzentriert werden soll (inkl. Erhöhung der Fördersätze).
TransFair feiert 20. Geburtstag
20 Jahre TransFair – das bedeutet 20 Jahre unermüdliches Engagement für gerechtere Handelsbedingungen, faire Marktzugangschancen und nachhaltige Produktion“, sagt Klaus Töpfer, Schirmherr des Jubiläums, „die Fairtrade-Bewegung zeigt, dass ein anderes Wirtschaften möglich ist und Globalisierung nicht auf dem Rücken der Armen ausgetragen werden muss.“Bei Fairtrade hat jedes Produkt ein Gesicht. Unter dem Motto „Jedes Produkt hat ein Gesicht“ blickt TransFair zurück auf zwei Jahrzehnte Fairtrade in Deutschland. Seither zeichnet TransFair fair gehandelte Produkte mit dem Fairtrade-Siegel aus.
2,1 Milliarden Euro wurden mit Fairtrade-Produkten seit dem Gründungsjahr umgesetzt. Doch für den TransFair-Vorstandsvorsitzenden Heinz Fuchs ist hier nicht Schluss: „Der Faire Handel hinterlässt Spuren, die über den reinen Marktanteil hinausgehen. TransFair ist seit jeher Motor und Impulsgeber in der Nachhaltigkeitsdebatte. Fairtrade bietet Unternehmen dabei konkrete Handlungsschritte, sozial und ökologisch aktiv zu werden.“ Aktuelle Umfragewerte untermauern die wachsende Bedeutung des Siegels: Mit knapp 70 Prozent Bekanntheit hat sich Fairtrade in den Köpfen der deutschen Verbraucher etabliert. Bei Fairtrade erhalten Kleinbauern-Organisationen faire Preise für ihre Produkte und Arbeiter auf nachhaltig wirtschaftenden Plantagen gute Arbeitsbedingun-gen. Zusätzlich fördert die Fairtrade-Prämie Gemeinschaftsprojekte, die langfristig eine Zukunftsperspektive in den ländlichen Regionen aufzeigen.
400 Millionen Euro Fairtrade-Direkteinnahmen im Süden
„Fairtrade ermöglicht Produzenten nachhaltige Wege aus der Armut. Sie sind keine Almosen-Empfänger sondern Gestalter des internationalen Marktes“, sagt Dieter Overath, Geschäftsführer seit 1992. „Wir wollen mittelfristig neue Kooperationsmodelle entwickeln, die über ein klassisches Produktsiegel hinausgehen, um mehr Menschen Zugang zum System zu ermöglichen.“ Aktuell profitieren rund 1,2 Millionen Menschen im globalen Süden von Fairtrade. In den vergangenen 20 Jahren wurden rund 400 Million Euro Fairtrade-Direkteinnahmen erwirtschaftet. Kaffee ist nach wie vor das wichtigste Produkt. Verbraucherinnen und Verbraucher haben in den vergangenen 20 Jahren elf Milliarden Tassen Fairtrade-Kaffee getrunken.
Transparenz erzeugt Vertrauen
Neben dem großen Bekanntheitsgrad zeichnet das Siegel hohe Glaubwürdigkeit bei den Konsumenten aus. Transparenz ist hier das Schlüsselwort. Der Fairtrade-Code auf vielen Produkten gibt Informationen zu Produzenten und Fairtrade-Prämienprojekten. Für das Jubiläumsjahr hat TransFair darüber hinaus eine Studie in Auftrag gegeben, die den Einfluss von Fairtrade auf die ländliche Entwicklung in vier Ländern auf drei Kontinenten untersucht. Erste Ergebnisse werden am 20./21. März in Berlin im Rahmen der Verleihung des Fairtrade-Awards und der Internationalen Fairtrade Conference vorgestellt.
Fairtrade bietet Lösungsansätze
Im Jubiläumsjahr legt TransFair jeden Monat den Fokus auf eine persönliche Lebensgeschichte, die zeigt, wie eng Produkt und Produzent verknüpft sind. Auch entwicklungspolitisch bewegt sich Fairtrade zum UN-Jahr der Genossenschaften am Puls der Zeit: Fairtrade bietet Lösungsansätze für Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit und Klimawandel.
Hintergrund:
Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern durch die Vergabe des Fairtrade-Siegels für fair gehandelte Produkte zu unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 36.000 Geschäften. Über 18.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. 200 Firmen stellten Produkte unter den Fairtrade-Bedingungen her.
Quelle: http://www.fairtrade-deutschland.de
Milupa ruft Brei zurück. Warnung vor dem Verzehr für Kinder ab 4. Monat mit Zöliakie oder Weizenallergie
Milupa ruft den „Milubrei Abendbrei Getreide Banane – nach dem 4. Monat“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 16.11.13 (Chargennummer 87623), zurück. Da er entgegen der Deklaration Gluten und Weizen enthält und damit für Kinder mit Zöliakie oder Weizenallergie nicht geeignet ist. Bei einer Nachuntersuchung wurde festgestellt, dass diese Charge nicht deklarierte geringe Mengen an Gluten und Weizen enthält. Sollten Kinder mit Zöliakie dieses Produkt häufiger verzehren, so können in seltenen Fällen Symptome wie Bauchschmerzen oder Durchfall auftreten. Bei Kindern mit einer Weizenallergie kann es zu allergischen Symptomen kommen.Das Produkt ist für gesunde Säuglinge, die Gluten und Weizeneiweiß vertragen, völlig unbedenklich und kann von diesen selbstverständlich verzehrt werden. Bisher gibt es keinerlei Hinweise auf irgendwelche gesundheitlichen Beschwerden.
Alle anderen Produkte – auch die ,,Milubreie Abendbrei Getreide Banane mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten – sind von dem Rückruf nicht betroffen.
Der Rückruf erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Behörden und der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V..
Für weitere Fragen steht Eltern der kostenlose Milupa Elternservice (Tel. 0800/7375000 oder www.milupa.de) zur Verfügung.
Zusätzliche Informationen zu Zöliakie
Menschen mit Zöliakie leiden unter einer lebenslangen Überempfindlichkeit gegen das in einigen Getreidesorten enthaltene Gluten, das zu einer Entzündung der Darmschleimhaut führen kann. In Deutschland ist schätzungsweise ein Kind von 500 Neugeborenen von der genetisch bedingten Erkrankung betroffen. Im Falle einer versehentlichen Gabe von Gluten treten eventuell - nicht zwangsläufig - unspezifische Symptome wie Abgeschlafftheit und Darmbeschwerden auf.
Weitere Warnungen für andere Lebensmittel unter www.lebensmittelwarnung.de
Wettbewerb oder "Lametta"
Mittlerweile gibt es alleine in Deutschland über 30 Initiativen, die Weinprämierungen durchführen. Gerne wird publiziert, daß Weinwettbewerbe eine ideale Gelegenheit sind, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten als Winzer unter Beweis zu stellen. Die nationalen Wettbewerbe sorgen immer wieder für Überraschungen und haben schon manchem Newcomer den Weg ins Rampenlicht bundesweiter Anerkennung geebnet. Daß es auch ohne geht, beweist das Weingut Schneider aus Ellerstadt. Das noch nicht allzu lange am Markt agierende Weingut hat den Durchbruch geschafft, als Herbert Säckler vom Sansibar auf Sylt den Wein in sein Sortiment aufnahm. Es war wie ein Türöffner zu weiteren Kontakten. Freilich sind die Weine nicht "in" durch diese Referenz sondern weil der Jungwinzer Markus Schneider andere Wege geht als alteingesessene Winzer in der Pfalz. So wundert es nicht, daß Rebsorten wie "Syrah" und Weinnamen wie "Black Print" für Furore sorgen. Entscheidend ist, daß der Inhalt und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt und nicht die Medaille bzw. Lametta auf der Flasche. Erstaunlich ist, daß viele Weinführer das Weingut Schneider aufführt bzw. bewertet, im aktuellen "Feinschmecker" dieses aber gar nicht erst auftaucht.
Nicht alle "Weinwettbewerbe" und "Medaillen" sind qualitativ vergleichbar mit einem Test wie sie beispielsweise die Stiftung Warentest für die verschiedensten Dinge des alltäglichen Bedarfs durchführt. Eher kann man sie einordnen in die Kategorie "Event" mit der Bedienung verschiedenster Interessen. Vielfach drängt sich auch ein Vergleich wie die Oscar-, Bambi oder Goldene Kamera-Verleihung auf. Schauen sich die Leute etwa einen Film an, nur weil der einen Oscar oder einen Golden Globe errungen hat? Sicherlich gibt es solche Zeitgenossen. Nicht wenige Konsumenten lassen sich von einem "Sehr gut" der Stiftung Warentest zu einem Kauf eines bestimmten Artikels leiten. Ob sich potentielle Autokäufer vom Goldenen Lenkrad beeinflussen lassen mag dahingestellt sein. Hier wird der ADAC mit seiner Pannenstatistik oder der TÜV Bericht doch eher als entscheidendes Kaufargument gewählt. Prämierungen und Auszeichnungen dieser Art sind Informationen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Verbraucher entscheidet souverän oder fremdbestimmt, sachlich begründet oder emotional spontan. Ob es richtig oder falsch war zeigt die Zukunft, oder im Falle des Weins der Verbrauch, der hoffentlich in der Mehrzahl zum Genuss wird. Wer einen Wein kauft, weil er dessen Image am höchsten bewertet, wird er sich kaum vom Kauf abhalten lassen. Die Weinprämierungen haben mehrheitlich die Funktion, ein Image zu bilden. Wünschenswert wäre eine ehrliches und transparentes Bewertungsschema, das den Konsumenten davor bewahrt, einen teuren Fehlkauf zu tätigen. Dies kann schon ein Wein sein, der doppelt so teuer ist wegen seines Images und nicht wegen des Inhaltes.
Was bezwecken derartige Auszeichnungen mit Event-Charakter? Wie bei vielem menschlichen Tun steht am Ende das Geld. In Wein-Beispiel ist der Umsatz das Erfolgsbarometer. Der Weinmarkt besteht aus Weinproduzenten, Händlern, Medien und letztlich Konsumenten. Die Winzer reichen ihre Weine zu Wettbewerbe ein um den Bekanntheitsgrad zu steigern und erhoffen sich damit einen Verkaufserfolg und letztlich mehr Umsatz. Die Händler haben ein Interesse an hohen Umsätzen. Die Medien leben von der Werbung, den Anzeigen. Im Ergebnis werden die Winzer bei der Vermarktung unterstützt. Die Juroren leben eine Souveränität, mit der das jeweils eigene Geschmacksempfinden als alleiniger Maßstab für die Bewertung eines Weines angelegt wird. Sie verlassen sich ausschließlich auf ihre Sinne, ihre Kompetenz, ihre Erfahrung, manchmal auch auf ihre Voreingenommenheit. Im schlimmsten Fall als williger Helfer des Verlages. Eitelkeit und Egozentrik spielen eine Rolle. Unabhängige Journalisten kritisieren, daß Medaillen, Weinsiegel und Auszeichnungen sehr großzügig, zum Teil nach Gefälligkeit verteilt werden, auch gegen Gebühr. Das Risiko sei hoch, korrumpiert und erpresst zu werden. Zu den Kritikern zählen auch Winzer, die bei einem schlechten Abschneiden um ihre Reputation fürchten und viele wie die VDP Weingüter, die in der Prämierung keinen Nutzen erkennen, weil sie ihren Wein ohnehin hervorragend verkaufen oder überzeugt sind, nur eine kleine Zahl namhafter Elitewinzer sei überhaupt prämierungswürdig. Den Gewinn investieren manche Winzer wieder in den Betrieb in Form von Ausstattung bzw. Investitionen, beispielsweise in modernere Technik. Einige wenige auch in durchgestylte, dem Zeitgeist angepasste Degustationsräume, wahre Designdenkmale. Die unternehmerische Freiheit kennt hier keine Grenzen und ist letztlich auch dem Winzer überlassen, wie er seine Einnahmen reinvestiert. Das Geschäft scheint sich zu lohnen, große Weingüter gehören zwischenzeitlich Investmentfonds und Luxuskonzernen.
Aufgeklärte und informierte Konsumenten brauchen keine Medaillen und Prämierungen, so das Credo der Kritiker und zum Teil richtig. Als ich vor einigen Jahren in Baden unterwegs war, besuchte ich auch einen gerade zum "Riesling des Jahres" ausgezeichneten Betrieb. Auf meine Frage, "was haben sie denn anders gemacht", bekam ich die Antwort "nichts", und der Nachsatz "vielleicht war ich gerade dran". Genau darin liegt das Problem. Dennoch können seriöse Qualitätswettbewerbe für die Orientierung und Information der Verbraucher bzw. Weintrinker oder besser Weingenießer wichtig sein. Den Winzern wollen sie sagen, wo sie stehen und was sie besser machen müssen; den Konsumenten wollen sie Orientierungs- und Entscheidungshilfe geben. Um einen einigermaßen unparteiischen, unabhängigen und neutralen Blick auf sehr gute und gute Weingüter zu bekommen, ist man gezwungen, sich mehrerer Informationsquellen zu bedienen. Es ist wie mit allen Medien, jedes bedient ein bestimmtes Klientel. Die Tagespresse hat beispielsweise unterschiedliche politische Ausrichtungen, die Weinverlage und Online-Weinmagazine wollen Anzeigen verkaufen, davon leben sie. Sie kaufen vermeintlich 150 Seiten Information, aber die Hälfte sind Anzeigen, die sie auf irgend eine Weise manipulieren soll.
Im Portal der Deutschen Weinwirtschaft kann man sich unter "Weinwettbewerbe in Deutschland" über die wichtigsten Prämierungen informieren und nach eigenem Gusto die mit der meisten Fachkompetenz, Neutralität, Objektivität, Transparenz und Aussagekraft auswählen, sich daraus Tipps oder konkrete Hinweise entnehmen und seine eigenen Erfahrungen machen. Mehr lesen ...
Schinken im Test
Bei einem Test von 27 abgepackten rohen Schinken in Scheiben der Sorten Schwarzwälder, Serrano und Parma schnitten Produkte mit Biosiegel sowie Discounterware am besten ab. Neben vielen „guten“ und „befriedigenden“ Produkten gab es auch dreimal die Note „Ausreichend“ für Schwarzwälder Schinken. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.Insgesamt am besten schneidet der Parma-Schinken ab. Alle sechs Produkte im Test erhielten das Qualitätsurteil „gut“. Einer, Prima Vera Bio, bekam im Prüfpunkt Aussehen, Geruch und Geschmack sogar die Bestnote „sehr gut“. Dieser Schinken aus dem Biohandel ist mit 8,05 Euro pro 100 Gramm der teuerste im Test. Ähnliche Qualität zum günstigeren Preis bietet Lidl für 2,77 Euro für die gleiche Menge. Auch bei den neun getesteten Serrano-Schinken gibt es keinen Ausreißer. Acht sind „gut“, einer ist „befriedigend“, die Preise liegen zwischen 1,99 Euro und 2,84 Euro pro 100 Gramm.
Beim Schwarzwälder Schinken liegt – wie beim Parma-Schinken – ein Bio-Produkt vorn: Tannenhof Bio für 3,30 Euro je 100 Gramm. Fast so gut, aber um zwei Drittel preiswerter ist Schwarzwaldrauch von Lidl für 95 Cent. Sechs weitere Schwarzwälder Schinken schneiden „gut“ ab, einer „befriedigend“. Drei Produkte sind nur „ausreichend“. Sie schmeckten unter anderem dominant nach Rauch oder waren stellenweise leicht zäh. Eine Packung Schwarzwälder Schinken von Rewe hätte gar nicht verkauft werden dürfen, in ihr fand sich ein ekelerregender Fremdkörper.
Der ausführliche Test Roher Schinken in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/schinken veröffentlicht.
Internetseite "www.lebensmittelwarnung.de" ist ein Erfolg
Die Lebensmittelüberwachungsbehörden der Länder nutzen die Möglichkeiten des neuen Portals seit dessen Start am 21. Oktober 2011 intensiv. „Die zuständigen Behörden in den 16 Ländern erreichen damit die Verbraucher bundesweit und nicht nur über einzelne, regionale Medien“, sagt Renate Jürgens-Pieper, Bremens Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit und bis Ende Dezember 2011 Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz der Länder. „Mussten sich die Verbraucher früher die Informationen aus den Ländern mühsam zusammensammeln, haben sie nun alle aktuellen Daten auf einen Blick und mit einem Klick“, so Jürgens-Pieper.
Das Portal wird im Auftrag der für die Lebensmittelkontrollen zuständigen Bundesländer vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) betrieben. Dort gehen fast täglich E-Mails von Verbrauchern ein – hauptsächlich mit viel Lob für die neue Informationsplattform. „Der große Zuspruch der Verbraucherinnen und Verbraucher motiviert uns, das Internetportal noch nutzerfreundlicher zu gestalten. Was manchen Nutzern fehlt, ist ein E-Mail-Newsletter, der über neu eingestellte Meldungen informiert, oder ein RSS-Feed“, erklärt BVL-Präsident Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg. „Nach der großen Resonanz planen wir, diese zusätzlichen Informationsmöglichkeiten 2012 anzubieten.“ Schon jetzt können sich Verbraucher über den Internetdienst „Twitter“ neue Warnmeldungen anzeigen lassen.
Die Bundesländer veröffentlichen auf www.lebensmittelwarnung.de Warnungen von Lebensmittelunternehmen und der zuständigen Behörden vor Lebensmitteln, die gesundheitsgefährdend oder geeignet sind, Verbraucher zu täuschen, und die sich bereits im Handel und damit unter Umständen auch schon bei Verbrauchern befinden. Im Portal findet man auch Hinweise der zuständigen Behörden auf weitere Informationen für die Öffentlichkeit oder auf Rücknahme- oder Rückrufaktionen durch Lebensmittelunternehmer. Darüber hinaus kann das BVL auf der Seite vor Produkten warnen, wenn etwa das Produkt aus dem Ausland vertrieben wird (z.B. via Internet) und kein Hersteller oder Vertreiber in Deutschland existiert. Gemeldet wurden zuletzt etwa Fälle von Listerien in Käse, einem hohen Methanol-Gehalt in Wodka, einem hohen Capsaicin-Gehalt in scharfen Soßen oder auch 70%-ige Essigsäure, die keinen kindersicheren Verschluss hatte und aufgrund des Designs der Flasche mit einem Getränk verwechselt werden könnte.
Lebensmitteleinkauf und die Gewohnheiten
Das Aachener Marktforschungsunternehmen Dialego befragte im September 2011 in einer repräsentativen Umfrage 1.000 Bundesbürger zum Thema Lebensmitteleinkauf. Ziel der Studie war es, herauszufinden, wie die Gewohnheiten der Verbraucher beim Lebensmitteleinkauf sind. Zu welchen Zeiten vorwiegend eingekauft wird, wie die Lebensmittel transportiert werden und welche Zahlungsmittel der Verbraucher bevorzugt.In über der Hälfte der deutschen Haushalte (52 %) ist nur eine Person für den Lebensmitteleinkauf verantwortlich. Bei über einem Drittel teilen sich zwei Personen diese Aufgabe.
Vier von 10 deutschen Haushalten (38 %) gehen einmal pro Woche einkaufen, wenn nötig mit nur kleinen Nachkäufen zwischendurch. Etwa die gleiche Zahl (41%) kauft 2 oder 3 Mal pro Woche ein und nur 10% geht nach Lust und Laune einkaufen, sie haben überhaupt kein regelmäßiges Shopping-Muster.
Dicht und gut entwickelt ist die Infrastruktur in Deutschland bei Supermärkten und Discountern. Vier Fünftel (86 %) aller Verbraucher legen maximal 5 km bis zu ihrer Einkaufstätte zurück. Fast die Hälfte (45 %) hat noch kürzere Wege, nur einen Kilometer. Nicht zuletzt ist dies auch eine Folge der Renaissance der „Tante Emma-Läden“ wie Kioske, die mittlerweile gute Möglichkeiten für den kleinen Einkauf bieten.
Obwohl einige Supermärkte bereits bis in die Nacht hinein geöffnet sind, kaufen nur Wenige zwischen 20:00 und 22:00 Uhr ein (15 %). Wenn, dann sind es meist Männer (mit 19 % fast doppelt so viele wie Frauen mit 11 %) und die Jüngeren, die dann noch durch die Supermärkte / Discounter etc. geistern. Nach 22:00 Uhr bleiben die meisten lieber zu Hause, im Supermarkt findet man kaum noch Kunden (2 %).
Schaut man sich die Behältnisse an, in denen die Verbraucher ihre Lebensmittel nach Hause bringen, bleiben Plastiktüten, zumindest beim Lebensmitteleinkauf, meist an der Kasse liegen. Nur 5 % geben an, für den Transport nach Hause vorwiegend neue Papier- und Plastiktüten zu nutzen. 8 % nehmen Tüten, die sie mehrfach verwenden. Alle anderen bringen nachhaltige Behältnisse wie Einkaufstasche /–korb oder Rucksack (60 %), Kunststoffboxen (16 %), leere Kartons (5 %) und den Einkaufs-Trolley (4 %) von zu Hause mit.
Bezahlt wird, vor allem wenn es um Einkäufe über 20,- EUR geht, von fast drei Vierteln (72 %) der Verbraucher mit der EC-Karte. Die Kreditkarte spielt selbst bei größeren Einkäufen eine sehr viel geringere Rolle, nur 22 % nutzen sie. Häufig wird die Kreditkarte, vor allem in den Discountern, nicht akzeptiert. Bei Einkäufen unter 20,- EUR wird am liebsten immer noch Bargeld genommen (91 %). Die Geldkarte führt ein Schattendasein, 92 % der Befragten nutzen sie überhaupt nicht.
Die allermeisten Verbraucher sind beim Lebensmitteleinkauf loyale Kunden. Zwei Drittel (66 %) suchen am liebsten immer wieder dieselben Einkaufsstätten auf. Ein knappes Drittel wechselt hin und wieder und nur 2 % wechseln häufig die Einkaufsstätte. Der Lebensmitteleinkauf - eher lästige Pflicht als Vergnügen.
Dialego ist ein internationales Marktforschungsinstitut, das sich die Flexibilität und Schnelligkeit eines Start-Ups erhalten hat. Mit Leidenschaft, Pioniergeist und revolutionären Ideen setzt Dialego immer wieder neue Impulse in der internationalen Online- Marktforschung. Seit über 12 Jahren liefern Dialego ́s kreative Köpfe und seine prämierten Produkte innovative Ideen und exzellente Ergebnisse!Dialego geht bewusst andere Wege, um beeindruckende Insights zu entdecken. Die Tools und Methoden vereinen erstmals qualitative und quantitative Verfahren und sichern damit die Wertschätzung der einzelnen Konsumentenstimme. Die innovativen Co-Creation Technologien ermöglichen eine intensivere Interaktion zwischen Marketing, Kreation und dem Konsumenten. Foto © Dialego
Markthallen, ein Zukunftsmodell ?
und ist ein Zeugnis, wie die Hamburger mit ihrem architektonischen Erbe umgehen.Selbst in der Hauptstadt werden die Zunfthalle in Berlin-Moabit oder die Markthalle9 in Berlin-Kreuzberg revitalisiert. Dabei haben die Markthallen einen schweren Stand und sind teilweise aus dem Stadtbild verschwunden. Im innerstädtischen Bereich sind die Mietpreise recht hoch. Kleinere markttypische Händler haben es schwieriger sich anzusiedeln als Handelsketten. Markthallen bieten hier zwar eine Lösung, sind aber aufwendiger zu betreiben, weil man es mit einer Menge Standmietern zu tun hat. Auch müssen Händler es schaffen, mit ihren Waren neben der Konkurrenz der Discounter zu bestehen. Diese Discounter und Einkaufszentren wurden zum Anlaufpunkt für Verbraucher und haben ihre Marktmacht ausgebaut. Erschwerend kommt hinzu, daß Markthändler einen anstrengenden Beruf gewählt haben, bei dem sie mitunter einen sehr langen und kräftezehrenden Arbeitstag haben, der oft schon um 4:00 Uhr morgens auf dem Großmarkt beginnt. Wie in anderen Dienstleistungsberufen werden es immer weniger Gewerbetreibende, die dazu bereit sind, diese Tätigkeit auszuüben.
Doch die im Zuge eines veränderten Umwelt- und Gesundheitsbewusstseins steigende Nachfrage nach regionalen Produkten hat in den letzten Jahren zu neuen Vertriebsstrukturen in Deutschland geführt. Der Bio-Boom und die steigende Nachfrage der Verbraucher nach regionalen Produkten bietet derzeit wieder eine gute Basis für Markthallen. Gesunde Ernährung wird immer mehr mit einer Ernährung durch biologisch wertvolle, umweltfreundliche Erzeugnisse aus der eigenen Region verstanden. So werden Markthallen wiederbelebt, die wie die Arminiusmarkthalle, wie die Zunfthalle in Berlin auch heißt, auf eine 120-jährige Geschichte zurückblickt.
Den Verbrauchern wird zunehmend wichtiger, dass sie Produkte und Lebensmittel erwerben, bei denen sie wissen, wo sie herkommen und wie sie hergestellt wurden.
Die Markthallen in Großstädten wie in München oder Frankfurt erleben ein reges Kaufinteresse an ihren Marktständen, ebenso die Wochenmärkte. Ein Zeichen für ein verändertes Verbraucherverhalten?
Bio-Weine im Aufwind
Die deutschen Verbraucher gelten als besonders umweltbewusst. "Öko-Wein" ist hier schon längst aus seiner anfänglichen Nische herausgetreten. Namhafte Erzeuger wie Bürklin-Wolf (Pfalz) und Wittmann (Rheinhessen), aber auch immer mehr Genossenschaften zeigen, dass ökologisch oder biologisch-dynamisch erzeugte Weine von herausragender Qualität sein können. Die Bio-Flächen wachsen stetig; zurzeit werden rund 5.000 Hektar in Deutschland zertifiziert ökologisch bewirtschaftet. "Bio ist mittlerweile ein Zusatznutzen, den der Verbraucher mit einkauft. Er verbindet mit dem Begriff eine höherwertige Qualität und will dadurch ein Stück weit zu einer umweltschonenden Produktion von Lebensmitteln beitragen", erklärt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut in Mainz. Mit einem Bio-Anteil von fünf Prozent der Gesamtrebfläche liegen die deutschen Winzer mit ihren griechischen und italienischen Kollegen an der Weltspitze. Den höchsten Bio-Anteil halten die Österreicher inne (fast 8 Prozent).
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Datenbank zu Risiken gentechnisch veränderter Nutzpflanzen
„Mit den gentechnisch veränderten Pflanzen ist es wie mit dem Bankenwesen: Das Problem betrifft uns alle, aber keiner hat mehr einen Überblick über die tatsächlichen Risiken“, sagt Christoph Then von Testbiotech „Die meisten bisher verfügbaren Angaben stammen von der Industrie. Wir leisten mit dieser Datenbank einen Beitrag für eine nötige unabhängige Gegenexpertise.“
Die ausgewerteten Daten machen deutlich, dass es in der Risikobewertung grundlegende Mängel gibt:
- Die Wechselwirkungen zwischen den „Gen-Pflanzen“ und der Umwelt werden nur oberflächlich untersucht. Gentechnisch veränderte Pflanzen reagieren aber aufgrund des Eingriffes in ihr Erbgut oft anders auf Umwelteinflüsse als konventionell gezüchtete Pflanzen. Dadurch kann es zu unerwarteten Veränderungen der Inhaltsstoffe und zu Risiken für die Verbraucher kommen.
- Die Wirkungsweise der Insektengifte, die in den gentechnisch veränderten Pflanzen synthetisiert werden, ist nicht im Detail bekannt. Dies führt zu einem schwer abschätzbaren Risiko für Mensch und Umwelt. Die EU hat bereits Pflanzen mit insgesamt zehn verschiedenen Giftstoffen zugelassen. Diese können auch in Lebens- und Futtermitteln in jeweils unterschiedlichen Konzentrationen vorhanden sein und miteinander in Wechselwirkung treten. Da es keine ausreichend standardisierten Messverfahren gibt, lässt sich nicht einmal die Konzentration des Insektengiftes in den Pflanzen zuverlässig bestimmen.
- Die meisten gentechnisch veränderten Pflanzen auf dem europäischen Markt sind tolerant gegenüber Unkrautvernichtungsmitteln. Trotzdem existieren fast keine Daten über die Belastung mit Rückständen aus Spritzmitteln wie Roundup.
- Generell sind keine Fütterungsversuche mit den Pflanzen vorgeschrieben, Langzeituntersuchungen fehlen meist völlig.
- Wechselwirkungen, die beim gleichzeitigen Anbau und dem Verzehr verschiedener „Gen-Pflanzen“ auftreten können, werden nicht untersucht, obwohl die EU dies vorschreibt.
- Auch die ebenfalls vorgeschriebene Überwachung der gesundheitlichen Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen, die bereits angebaut werden, existiert nicht.
Zur Datenbank: http://www.testbiotech.de/database
Testbiotech ist ein Verein, der unabhängige Forschung fördert, ethische, soziale und wirtschaftliche Fragen stellt und die Risiken für Mensch und Umwelt prüft.
Auch die Unabhängigkeit der EFSA Europäischen Lebensmittelbehörde bezüglich der "Unabhängigkeit" von führenden Mitarbeitern der Behörde wird kritisiert und offengelegt. Der Europäische Bürgerbeauftragte (Ombudsmann) unterstützt die Beschwerden, die eigentlich "unter den Teppich gekehrt" werden sollte.
Gourmet-Festival Sylt
Zum 13. Mal findet vom 19. bis 23. Januar 2012 das beliebte Gourmet-Festival auf der Insel statt. Festival-Präsident Detlef Tappe und Organisatorin Claudia Reichelt freuen sich, ihren Gästen, neben internationalen Spitzenköchen und Winzereliten in dieser Festival-Ausgabe auch typische Sylter Kulinarik vorstellen zu können. Die Gastgeber im Januar sind, neben Detlef Tappe vom Walter’s Hof, die langjährigen Mitstreiter Holger Bodendorf vom Landhaus Stricker, Pius Regli vom Manne Pahl und Franz Ganser vom Kleinen Restaurant. Als Gastbetrieb ist die Sansibar und der Club Rotes Cliff mit dabei, in dem die Abschlussparty am 23. Januar stattfindet. Aus dem Adlon in Berlin kommen die Spitzenköche Leonard Cernko und Zwei-Sterne-Koch Hendrik Otto, aus Grasse in Südfrankreich Grand Chef Jacques Chibois und aus der Toskana der wohl berühmteste Metzger der Welt Dario Cecchini. Aus Deidesheim reisen Sternekoch Stefan Neugebauer und aus Andalusien Fernando Cordoba an. Stolz sind die Festival-Organisatoren auch auf die europäische Winzerelite, die sie auf die Insel locken können. So kommen aus Österreich Bernhard Ott vom gleichnamigen Weingut, aus dem französischen Reims Paul-Francois Vranken, Chef und Besitzer von Pommery, Josephin Cramer und Jarkko Peränen vom toskanischen Weingut Candialle, Karl-Heinz Wehrheim vom pfälzischen Weingut Dr. Wehrheim und Vicente Taberner Carsi aus der Provinz Cadiz. Das Gourmet-Festival-Sylt im Januar ist für viele (Stamm)Gäste ein fester Bestandteil ihres Kalenders. Eine Zeit, die Kunst der Spitzen-Köche und beste Tropfen aus den Kellern der Winzer zu genießen. Eine Zeit des genüsslichen Miteinanders und kulinarischer Erlebnisse der Extraklasse. Information und Buchung: www.gourmet-festival-sylt.de
Dioxin Aktionsplan Pro und Contra
Doch es kommt Kritik von foodwatch, dem kritischen Verbraucherportal. Mehr weiter unten im foodwatch-Teil.
Die Ministerin zieht eine positive Bilanz: „Der Bund hat entschlossen und schnell gehandelt. Innerhalb eines Jahres haben wir mit einer Verschärfung von Bestimmungen auf EU-Ebene und in Deutschland erreicht, dass die Verbraucher künftig noch besser vor unerwünschten Stoffen in Lebensmitteln geschützt sind. Die Umsetzung des Aktionsplans ist weit fortgeschritten. Die entscheidenden Punkte zur Verbesserung der Sicherheit von Futter- und Lebensmitteln sind verlässlich geregelt“, erklärte Aigner am Dienstag in Berlin. „Was der Bund in seiner Verantwortung regeln konnte, hat er geregelt. Das Beispiel zeigt aber auch: Wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen, können Gesetze zur Verbesserung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes schnell und unbürokratisch geändert werden.“
Ein zentraler Punkt des Dioxin-Aktionsplans: Auf Betreiben Deutschlands hat die EU-Kommission einen Vorschlag für EU-weit geltende Futtermittel-Regelungen vorgelegt. Im Oktober 2011 haben die Mitgliedstaaten der Initiative aus Deutschland zugestimmt. Danach wird es künftig verpflichtend ein Zulassungsverfahren mit strengen Auflagen für Futtermittelbetriebe geben. Die Produktion von Fetten für Futtermittel muss von der Produktion von Fetten für die technische Industrie getrennt werden und die rechtlichen Vorgaben für die Futtermittelkontrollen werden ausgeweitet.
Bereits am 4. August 2011 sind mit einer Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in Deutschland mehrere Regelungen in Kraft getreten, die ebenfalls Teil des Aktionsplans sind:
- Meldepflicht für private Labore: Diese müssen ihre Analyseergebnisse an die zuständigen Behörden melden, wenn sie bedenkliche Mengen an unerwünschten Stoffen in Futter- und Lebensmitteln nachweisen.
- Verschärfung des Strafrahmens: Wer Lebensmittel in den Handel bringt, die für den Verkehr nicht geeignet sind, und hierdurch u.a. aus grobem Eigennutz für sich oder andere große Vermögensvorteile erlangt, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden.
- Ausbau des Dioxin-Monitorings / Aufbau eines Frühwarnsystems: Die Mitteilungspflichten über Gehalte an Dioxinen und ähnlichen Stoffen in oder auf Lebens- oder Futtermitteln wurden neu geregelt. So wurden Voraussetzungen für eine breite Datenbasis zu Dioxin-Vorkommen in Lebensmitteln, Futtermitteln und der Umwelt geschaffen, auf deren Grundlage ein Frühwarnsystem eingerichtet wurde.
Bund und Länder sind sich einig, dass eine Verbesserung der Transparenz bei der amtlichen Überwachung erforderlich ist. Die für die Kontrollen zuständigen Länder haben beschlossen, die Qualitätsmanagementsysteme bei der Überwachung entsprechend weiterzuentwickeln, um auch in diesem Bereich - wie im Aktionsplan vorgesehen - die nötigen Konsequenzen aus dem Dioxin-Skandal zu ziehen.
Schließlich hat der Bundestag am 2. Dezember 2011 ein Gesetz zur Änderung des Rechts der Verbraucherinformation (VIGÄndG) verabschiedet. Nach der Novelle des VIG sind die zuständigen Behörden künftig verpflichtet, die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung über alle Rechtsverstöße durch Grenzwertüberschreitungen umgehend zu veröffentlichen. Das Gesetz wird voraussichtlich im Herbst 2012 in Kraft treten.
Dem zehn Punkte umfassenden Aktionsplan des Bundes hatten die zuständigen Fachminister der Bundesländer bei einer gemeinsamen Sonderkonferenz im Januar 2011 in Berlin vier eigene Punkte hinzugefügt, die sie weitgehend in eigener Zuständigkeit umsetzen. Es handelt sich hierbei um die Schaffung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften in den Ländern, die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit von Waren, die Schaffung einer ländereinheitlichen, risikoorientierten Futtermittelkontrolle sowie den Aufbau eines Portals zur Lebensmittelwarnung. Die Internetseite „www.lebensmittelwarnung.de“ hat Bundesministerin Aigner im Oktober 2011 gemeinsam mit Ländervertretern freigeschaltet.
Als weitere Konsequenz aus der Dioxin-Krise hatte Bundesministerin Aigner den Präsidenten des Bundesrechnungshofs gebeten, die Strukturen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Deutschland grundlegend zu überprüfen. Das Gutachten liegt vor, es hat sich auch eingehend mit der danach aufgetretenen EHEC-Epidemie befasst. Ziel der Untersuchung war es, das umfangreiche und sehr komplexe Überwachungssystem für Lebensmittel und Futtermittel systematisch nach Schwachstellen zu durchforsten und Lücken zu identifizieren, um so die Sicherheit der Lebens- und Futtermittel weiter zu verbessern. Das Gutachten bestätigt das Bundesverbraucherministerium in der Einschätzung, dass Handlungsbedarf besteht: sowohl bei den Überwachungsstrukturen in den Ländern, als auch beim Bund und auf europäischer Ebene. In dem Gutachten empfiehlt der BRH insbesondere eine Optimierung der Eigenkontrollen der Unternehmen, eine personelle und organisatorische Stärkung der amtlichen Überwachung in den Ländern, eine Stärkung der Kompetenzen des Bundes sowie eine Neuausrichtung des nationalen Krisenmanagements. Bundesministerin Aigner hat mit der Vorsitzenden der Verbraucherschutzministerkonferenz vereinbart, dass eine von Bund und Ländern eingesetzte Arbeitsgruppe das Gutachten des Bundesrechnungshofes in den kommenden Monaten auswerten wird, um nötige Schlussfolgerungen zu prüfen.
Weitere Informationen im Internet: www.bmelv.de
Übersicht des Aktionsplans „Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“
1. Zulassungspflicht für Futtermittelbetriebe
Stand: Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, die Zulassungspflicht für Futtermittelbetriebe EU-weit rechtlich zu verankern.
2. Trennung der Produktionsströme
Stand: Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, die Trennung der Produktionsströme EU-weit rechtlich zu verankern.
3. Ausweitung rechtlicher Vorgaben für die Futtermittelkontrolle
Stand: Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten haben sich auf eine Ausweitung der rechtlichen Vorgaben für Futtermittelkontrollen geeinigt.
4. Meldepflicht für private Laboratorien
Stand: Die Meldepflicht für private Labore trat mit einer Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches am 4. August 2011 in Deutschland in Kraft.
5. Verbindlichkeit der Futtermittel-Positivliste
Stand: Nach Gesprächen zwischen Deutschland und der Europäischen Kommission zeichnet sich ab, dass der EU-Katalog für Einzelfuttermittel entsprechend ergänzt wird.
6. Absicherung des Haftungsrisikos
Stand: Das Bundesverbraucherministerium prüft aktuell verschiedene Modelle für eine Absicherung von Haftungsrisiken der Futtermittelunternehmen. In die laufende Prüfung werden auch Beispiele aus anderen EU-Mitgliedstaaten einbezogen.
7. Überprüfung des Strafrahmens
Stand: Der Strafrahmen wurde mit der am 4. August 2011 in Kraft getretenen Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches sowie anderer Vorschriften deutlich verschärft. Wer Lebensmittel in den Handel bringt, die für den Verkehr nicht geeignet sind, und hierdurch u. a. aus grobem Eigennutz für sich oder andere große Vermögensvorteile erlangt, kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft werden.
8. Ausbau des Dioxin-Monitorings / Aufbau eines Frühwarnsystems
Stand: Mit einer Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches wurden am 4. August 2011 Mitteilungspflichten über Gehalte an Dioxinen und ähnlichen Stoffen in Lebensmitteln oder Futtermitteln geregelt.
9. Verbesserung der Qualität der Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung
Stand: Die Länder haben sich für eine Verbesserung der Transparenz bei der amtlichen Überwachung ausgesprochen und beschlossen, die Qualitätsmanagementsysteme bei der Überwachung weiterzuentwickeln.
10. Transparenz für die Verbraucher
Stand: Das Bundeskabinett hat am 20. Juli 2011 den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Rechts der Verbraucherinformation (VIGÄndG) beschlossen. Er ist am 2.Dezember 2011 im Bundestag verabschiedet worden und tritt 2012 in Kraft.
Die Kritik an dem Aktionsplan von foodwatch.
Ein Jahr nach Dioxin-Skandal: Aigners Aktionsplan gescheitert - Keine Maßnahme umgesetzt, die Lebensmittel-Belastung verhindern kann - foodwatch-Report analysiert Zehn-Punkte-Plan. Ein Jahr nach dem Dioxin-Skandal hat Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner keine einzige Maßnahme umgesetzt, die einen solchen Fall in Zukunft verhindern kann. Sechs Vorhaben aus ihrem Zehn-Punkte-Plan sind nach heutigem Stand als weitgehend wirkungslos einzustufen, die anderen vier als vollständig wirkungslos. Zu diesem Ergebnis kommt der Report "Chronisch vergiftet", den die Verbraucherorganisation foodwatch heute veröffentlichte. Nur eine der angekündigten Maßnahmen, die Verpflichtung der Futtermittelbetriebe zu umfassenden Dioxintests, war potenziell geeignet, Dioxineinträge in die Nahrungskette zu vermeiden - ausgerechnet diese wurde jedoch seit Vorstellung des Aktionsplans im Januar 2011 bis zur Wirkungslosigkeit abgeschwächt. Auch bei der zeitlichen Umsetzung des eigenen Plans ist Ministerin Aigner am selbst formulierten Anspruch gescheitert, "mit Hochdruck" mehr Sicherheit für Verbraucher durchzusetzen: Ein Jahr nach dem Skandal sind von den zehn angekündigten Regelungen bislang nur vier überhaupt in Kraft getreten.
"Die lückenlose Test-Pflicht aller Futtermittelbestandteile als einzige potenziell wirkungsvolle Maßnahme wurde mithilfe von Verfahrenstricks vorbei an der Öffentlichkeit soweit verwässert, dass von der Ankündigung nur noch die Überschrift übrig ist - und unter dieser Überschrift heute etwas ganz anderes umgesetzt werden soll, als im Aktionsplan versprochen", erklärt Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer von foodwatch. "Der Rest ist reine Symbolpolitik, die entschlossenes Handeln nur vortäuscht, ohne die Futtermittelindustrie an die Kandare zu nehmen. Das wichtigste Ziel, die Prävention von Dioxineinträgen in die Nahrungskette, wird nicht erreicht."
Der Aktionsplan und seine Umsetzung sind aus Sicht von foodwatch ein Lehrstück für organisiertes Politikversagen:
- Folgenlose Meldepflichten: Wenn ein Futtermittelbetrieb selbst Grenzwertüberschreitungen meldet, geht er straffrei aus - auch dann, wenn die Anzeige erst erfolgt, nachdem die dioxinbelasteten Futtermittel längst verkauft und verfüttert wurden. Das Präventionsziel wird damit ad absurdum geführt - wie der Fall dioxinbelasteter Zuckerrübenschnitzel im November 2011 zeigt, als ein Unternehmen die Testergebnisse erst anzeigte, als belastete Futtermittel bereits verkauft und verfüttert waren.
- Manipulative Chargengrößen: Für Futterfette und -öle sollen den Herstellern chargenweise Dioxintests vorgeschrieben werden. Hier stellt sich die Frage: Was genau ist eine Charge? Im ersten Verordnungsentwurf der Bundesregierung hieß es: Maximal 200 Tonnen. Heute soll europaweit eine Chargengröße von bis zu 2.000 Tonnen festgeschrieben werden - das entspricht etwa 100 Lkw-Ladungen. Bei so großen Mengen für Stichproben sind der Manipulation Tür und Tor geöffnet.
- Lückenhafte Testpflichten: Eingangstests sollen nur für Fette und Öle vorgeschrieben werden, andere Futtermittelbestandteile bleiben von jeder Testpflicht ausgenommen - darunter fallen die belasteten Zuckerrübenschnitzel, die den Dioxin-Fall im November 2011 ausgelöst hatten, genauso wie die kontaminierten Maiskörner, die im Mai 2010 zu Dioxin-Funden in Bio-Eiern geführt hatten. Die illegale Verdünnungspraxis, bei der belastete Zutaten in Mischfuttermitteln vermengt werden, ist weiterhin problemlos möglich.
- Symbol-Maßnahmen: Die anderen Maßnahmen des Aktionsplans hatten von vornherein lediglich Alibi-Charakter. So wurde der Bußgeldrahmen für Verstöße gegen das Futtermittelrecht von 50.000 auf 100.000 Euro erhöht - allerdings wurde schon der bisherige Rahmen nicht annähernd ausgeschöpft. Der Dioxin-Skandal Ende 2010/Anfang 2011 hat bislang nicht einmal ein Strafverfahren nach sich gezogen. Auch Maßnahmen wie eine Positivliste für Futtermittelzutaten können Dioxineinträge nicht verhindern - die meisten Fälle gehen auf Zutaten wie Fette, Getreide oder Zuckerrübenschnitzel zurück, die eine solche Positivliste nicht ausschließen würde.
foodwatch fordert die Bundesverbraucherministerin auf, ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Verbraucher nachzukommen und die einzige wirkungsvolle Maßnahme zur Vermeidung von Dioxineinträgen ohne Abstriche umzusetzen: "Die Betriebe müssen verpflichtet werden, lückenlos alle Bestandteile ihrer Futtermittel auf Dioxin zu testen", so Matthias Wolfschmidt. "Erst, wenn die Testergebnisse vorliegen, dürfen die Zutaten verarbeitet werden - und bei Grenzwertüberschreitungen muss gegenüber den Behörden die Vernichtung der belasteten Chargen nachgewiesen werden."
Der foodwatch-Report zum Download: www.foodwatch.de/presse
Kreuzfahrtträume
Köhlers Guide Kreuzfahrt 2012 weckt Kreuzfahrtträume, wie es der Titel verspricht. Schiffe, Häfen, Reisen, Reportagen und dazu Termine und die neuesten Trends in der boomenden Branche. Das Werk ist das Ergebnis eines Teams erfahrener Autoren. Es dient der Einstimmung für eine Seereise auf den sieben Weltmeeren oder den großen Flüssen der Erde. Eine stimmige Gliederung erleichtert das finden der unterschiedlichen Reisearten wie Hochsee-, Fluss-, Segel- und Frachtschiffreisen. Ergänzt durch Fährreisen. Die einzelnen vorgestellten Schiffe werden sehr detailliert und fachkundig beschrieben und nach einem aufwändigen System bewertet.
Norddeutschlands Kreuzfahrthäfen Hamburg, Bremerhaven, Lübeck-Travemünde, Kiel und Rostock-Warnemünde werden porträtiert und als i-Tüpfelchen werden in einem Kalender die Liegezeiten der Kreuzfahrtschiffe aufgeführt. Ein besonderer Service für die Besucher der Kreuzfahrt-Häfen.
Besser kann man ein Jahrbuch nicht präsentieren. Alles was man wissen muß in einem kompakten Buch.
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Radreisen an der Nordsee
Kilometerlange Sandstrände, endlose Weite bis zum Horizont und Naturspektakel der Extraklasse: Die schleswig-holsteinische Nordseeküste am UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer besticht mit ihrer Einzigartigkeit. Die neue Broschüre nordsee radfahren 2012 macht jetzt Lust, die Schönheit der nordsee* Schleswig-Holstein mit dem Rad zu entdecken. Neben umfassenden Informationen zum ausgeschilderten Radwegenetz und zu den Radfernwegen finden Leser der Broschüre Tipps zu Leihfahrrädern sowie Leih- und Lademöglichkeiten von Elektrofahrrädern. Darüber hinaus werden Serviceangebote von der Pannenhilfe bis zum Gepäcktransfer vorgestellt. Auf den Spuren der Wikinger und Friesen, Radtouren zu den schönsten Leuchttürmen der Küste oder Kombinationen von Radtour und Wellnessurlaub – 15 buchbare Mehrtages-Radreisen und über 30 Vorschläge für Tagestouren werden in der 52-seitigen Broschüre ausführlich präsentiert. Schnell buchen macht sich bezahlt: Bei Buchungen bis zum 2. März 2012 wird ein Frühbucherrabatt von 3 Prozent auf den Reisepreis gewährt.Neu im Programm ist die 7-tägige Radreise „Naturerlebnis“: Vom Hotel in Husum und Umgebung starten die Tagesausflüge zum Multimar Wattforum in Tönning, zum Naturzentrum Katinger Watt, zur Schiffstour zu den Seehundbänken ab Nordstrand sowie zur Hallig Hooge. Das Angebot ist zum Preis ab 579 EUR pro Person im Doppelzimmer buchbar. Zur 7-tägigen Rad-Rundreise lädt das neue Arrangement „UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer“ ein: Die Tour ab Husum führt über die Halbinsel Eiderstedt und die Halligen Langeness und Hooge zurück nach Husum und kostet ab 519 EUR pro Person im Doppelzimmer. Auf eine Rundtour durch Dithmarschen dürfen sich Teilnehmer der Radreise „Wasserland Dithmarschen“ freuen: Sieben Tage lang geht es auf 20 bis 50 km langen Etappen von Brunsbüttel über Friedrichskoog, Büsum, Tönning, Friedrichstadt und Albersdorf zurück nach Brunsbüttel. „Wasserland Dithmarschen“ inklusive sieben Übernachtungen ist zum Preis ab 569 EUR pro Person im Doppelzimmer buchbar.
Neben diesen neuen Arrangements sind auch die Radreise-Klassiker „Leuchtturm“ von Husum zu den maritimen Wahrzeichen von St. Peter-Ording (Westerhever), Amrum und Sylt sowie „Nordseeküsten-Radweg“ von St. Michaelisdonn bis Klanxbüll weiterhin im Programm. Darüber hinaus bietet die Broschüre drei Arrangements speziell für Familien.
Die Broschüre nordsee radfahren 2012 wird gemeinsam von der Nordsee-Tourismus-Service GmbH und den nordsee radreisen herausgegeben und kann ab sofort bestellt werden bei nordsee radreisen, Tel. 04841/668517, info@nordsee-radreisen.de und steht unter www.nordsee-radreisen.de zum Download bereit. Außerdem ist die Broschüre erhältlich bei der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, Tel. 04841/89750, info@nordseetourismus.de, www.nordseetourismus.de
Ball des Weins 2012
Foto © Fechter ManagementNachdem der Ball in 2011 wegen des Atomunfalls in Japan abgesagt wurde, findet der Ball des Weines in 2012 unter dem Motto „Auf Grosser Fahrt – Leinen los für die Spitzenweine der VDP Prädikatsweingüter“ mit Paul Potts als Gallionsfigur statt.
Die VDP Prädikatsweingüter und die Stadt Wiesbaden freuen sich, den Termin des Ball des Weines 2012 bekannt zu geben. Am 28. April 2012 begeben sich Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Deutschen Genuss-Szene zum 12. Mal auf eine Entdeckungsreise in die faszinierende Welt der besten Weine Deutschlands. Getreu dem Ball-Motto „Auf Grosser Fahrt“ reisen die Deutschen Spitzenweine um die ganze Welt. Kommen Sie an Bord und erleben Sie einen unvergesslichen Abend, der alle Sinne inspiriert. Gaumen-, Augen-, und Ohrenschmaus ist allen Gästen garantiert. Das Wiesbadener Kurhaus bildet die Bühne für einen Abend, der 2012 den Deutschen Spitzenwein vor maritimer Kulisse in Szene setzt.
International bekannt wurde der aus Bristol stammende Paul Potts durch seine Auftritte in einer britischen Castingshow im Jahr 2007. Er präsentierte eine von ihm selbst bearbeitete Version der Arie Nessun dorma von Puccini, verzauberte die Jury, rührte das Publikum zu Tränen und gewann überzeugend den Wettbewerb sowie einen Plattenvertrag. Die daraus resultierende Erfolgsgeschichte ist mittlerweile legendär. Es ist die Geschichte eines singenden Underdogs der es als Handyverkäufer über eine Casting-Show zu Weltruhm brachte. Seine mitreißende Biografie und sein Ausnahmetalent ließen aus Paul Potts ein Phänomen werden – mit Können und Charme. In Deutschland verkaufte er bisher 3,5 Millionen Platten, wurde 2008 Werbepartner der Deutschen Telekom und erhielt 2009 einen Echo in der Kategorie Rock/Pop international.
Mit seinem dritten Album „Cinema Paradiso“ tourt er seit November 2011 durch Deutschland. Das Album ist eine Hommage, eine filmbezogene Anthologie, die durch Pauls eigene Liebe zu Filmen entstand ist und verschiedenste Genres und Sprachen vereint. Gemeinsam mit dem Prager Philharmonie Orchester inszenierte er einen fast epischen Sound von bekannten Filmmelodien, der das große Talent von Paul Potts eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Lauschen Sie in der Ballnacht seiner unverwechselbar lyrischen Tenorstimme und der Verschmelzung von klassischer Musik und populären Filmmelodien. Beim Ball des Weines wird Paul Potts mit dem ganzen Spektrum seines stimmlichen Könnens begeistern und alle Gäste mit auf eine musikalische Reise nehmen!
Beim Ball des Weines nehmen die VDP Prädikatsweingüter das Ruder in die Hand- vor allem beim Wein. Denn genau wie die Weine der Prädikatsweingüter auf der ganzen Welt zu Hause sind, sind sie mit ihrem Facettenreichtum auch perfekte Reisebegleiter auf hoher See. Seien Sie also gespannt, wie namhafte „Smutjes“ in ihren Ball-Kombüsen die perfekte Harmonie zwischen maritimen Versuchungen und edlen Rieslingen aus Ersten Lagen gelingt. Eine Assimilation, die beim Gala-Menü im Ballsaal, das sich 2012 den Genüssen aus Flüssen und Meeren widmet, und auch auf der Flaniermeile variantenreich unter Beweis gestellt wird. Und deren Dialog von mineralischen Burgundern und Silvanern kombiniert mit einer exquisiten Auswahl von Fisch, Meeresfrüchten oder Kaviar noch perfektioniert wird. In sieben verschiedenen Motto-Räumen haben die Weinexperten der Prädikatsweingüter immer genau den richtigen Wein parat. Begeben Sie sich vertrauensvoll auf eine spannende Entdeckungsreise und tauchen Sie in die Faszination der Sieben Weltmeere ein.
Karten ab sofort erhältlich…
Ball-Gala-Karten ab 195,00 € bis 625,00 € - Bestellungen unter: 06722-904915
oder info@balldesweines.de
Ball-Flanierkarten zu je 148 Euro sind ab sofort an folgenden Vorverkaufsstellen buchbar (Einlass und Eröffnung der Flaniermeile 20:30 Uhr):
Tel 0611 - 17 29 93 – 0 Tourist-Information Wiesbaden
Tel 06131 - 2 86 21 – 0 Touristik Centrale Mainz
Garderobe: Smoking und Abendkleid
Wanderführer
Die Wanderangebote der meist ehrenamtlichen Wanderführer sind ein Ausschnitt aus den umfangreichen Jahresprogrammen der deutschen Gebirgs- und Wandervereine. Das Angebot reicht von einfachen Tagestouren etwa im Sauerland bis zum 14-tägigen Wanderurlaub im Pustertal in Südtirol. Ob Deutschland im Sommer, Kroatien im Winter oder die Kanaren im Frühling, ob Radwandern, Fastenwandern oder Gesundheitswandern: Für jeden Geschmack und zu jeder Jahreszeit ist etwas dabei. Komprimierte Informationen mit Angaben zur Länge der Touren, zum Schwierigkeitsgrad und einer Kurzbeschreibung erleichtern die Auswahl der Wanderungen. Für den schnellen Überblick sorgt der große Wanderkalender. In ihm sind sämtliche Ferienwanderungen chronologisch aufgeführt – von Januar bis Dezember. Wer seine nächste Tour individuell organisieren will und dafür noch die passende Unterkunft sucht, wird ebenfalls schnell fündig. Ferienwandern 2012 informiert – sortiert nach Wanderregionen – ausführlich über rund 140 Hotels und Pensionen, die sich speziell auf die Bedürfnisse von Wanderinnen und Wanderern eingestellt haben. Natürlich findet sich hier eine Reihe von Qualitätsgastgebern „Wanderbares Deutschland“. Außerdem thematisiert ein eigener Artikel die Wanderheime der im Deutschen Wanderverband zusammen geschlossenen Vereine: Hier sind üppig ausgestattete Burgen ebenso dabei wie einfache Matratzenlager inmitten herrlicher Landschaft.
Dazu gibt Ferienwandern 2012 für nur 3,70 Euro (Versandkostenpauschale) jede Menge praktische Tipps und Anregungen für das Wanderjahr 2012. Das Deutsche Wanderabzeichen, das DWV-Erfolgsprojekt „Wanderbares Deutschland“ mit inzwischen 1.400 Qualitätsgastgebern und rund 80 Qualitätswegen, Kauftipps für GPS-Geräte sowie Routenempfehlungen: Wer sich für`s Wandern interessiert, sollte auf das neue Ferienwandern nicht verzichten.
Bezug: Deutscher Wanderverband, Wilhelmshöher Allee 157-159, 34121 Kassel, Tel. (05 61) 9 38 73-0, Fax: (05 61) 9 38 73-10, E-Mail: info@wanderverband.de, Shop unter www.wanderservice.de.
Bio-Branche nicht regional, die andere Seite
Lebensmittelwarnung für Aldi Käse
Auffallend oft sind Wodka und scharfe Gewürze auf Lebensmittelwarnung veröffentlicht. Aber auch Wurstprodukte und Käse aus Österreich. Aktuell wird vor Bergkäse aus der Alpenrepublik gewarnt.Andreas Hofer Jubiläumskäse 200 gr. sowie Alpenmark Österreichischer Bergkäse, 300 gr. und Bergkäse 430 gr. von der Tirol Milch Wörgl. Vertrieben werden die Produkte von den Firmen Heiderbeck sowie Aldi Süd und Aldi Nord.
Information der Tirol Milch zur Rückholaktion Bergkäse für Kunden aus Deutschland. Öffentlicher Produktrückruf Bergkäse.
In bestimmten Bergkäseprodukten des Herstellers Tirol Milch GmbH, Wörgl bzw. Berglandmilch eGen, Wörgl wurde im Rahmen der internen Qualitätssicherung festgestellt, dass eine Verunreinigung mit Listerien vorliegen kann. Die Keime können sich nur auf der Käserinde befinden, nicht jedoch im Inneren des Käses.
Betroffene Produkte:
Andreas Hofer Jubiläumskäse 200g verkauft von Firma Heiderbeck mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.02.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung: Andreas Hofer Käse 8 Monate gereift, Hartkäse aus pasteurisierter Alpenmilch mindestens 45 % Fett i.Tr. Lakotsefrei. Unter Schutzatmosphäre verpackt.
Alpenmark Österreichischer Bergkäse 300g verkauft von Firma Aldi Süd mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 28.02.2012, 05.03.2012 und 06.03.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung: österr. Hartkäse mit silofreier Rohmilch hergestellt, mind. 45 % Fett i.Tr.
Bergkäse 430g verkauft von Firma Aldi Nord mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 27.02.2012, 03.03.2012, 04.03.2012, 10.03.2012 und 11.03.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung: Österreichischer Bergkäse mindestens 45 % Fett i.Tr. Hartkäse aus Rohmilch aus bester Heumilch hergestellt, mit tierischem Lab. Die genauen Bezeichnungen sind auch auf www.tirolmilch.at ersichtlich.
Informationen über Listerien. Quelle: www.ages.at
Was sind Listerien?
Listerien sind hinsichtlich ihres Lebensraums anspruchslose und widerstandsfähige Bakterien. Für die menschliche Gesundheit ist fast ausschließlich die Spezies Listeria monocytogenes von Bedeutung. Listerien kommen in der Umwelt weit verbreitet vor, sowohl in Abwässern, der Erde, in Kompost und auf Pflanzen. Auch Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch, Weichkäse, Räucherfisch oder rohes Fleisch und Geflügel können z. B. beim Melken und Schlachten, aber auch in der Weiterverarbeitung, verunreinigt werden. Auf Grund ihrer für Bakterien ungewöhnlichen Fähigkeit zu Wachstum bei niedrigen Temperaturen können sich Listerien auch im Kühlschrank vermehren.
Wie gefährlich sind Listerien?
Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist ohne Krankheitszeichen bzw. als Durchfall. Im Allgemeinen schützt das menschliche Immunsystem ausreichend gegen schwere Krankheitsverläufe und viele Infektionen gehen praktisch unbemerkt und ohne besondere Folgen vonstatten. Schwere Erkrankungen kommen meist nur bei immungeschwächten Menschen vor (Krebserkrankungen, bei hochdosierter Cortisontherapie usw.). Bei ihnen äußert sich eine Erkrankung in heftigen Kopfschmerzen, starkem Fieber, Übelkeit und Erbrechen. In der Folge kann es zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündung oder einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen, die bei rund einem Viertel der Patienten tödlich enden. Die Erreger können aber auch an anderen Körperstellen entzündliche Prozesse verursachen (z. B. Wirbelkörperentzündungen), diese Folgen werden aber selten beobachtet. Bei Schwangeren verläuft die Erkrankung meist unauffällig, allerdings besteht die Gefahr einer Infektion des ungeborenen Kindes mit dem Risiko, dass es zu einer Früh- oder Totgeburt kommt. Infizierte Säuglinge erkranken häufig an einer Hirnhautentzündung.
Mehr Informationen auf www.lebensmittelwarnung.de
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Ein ideales Weihnachtsgeschenk für ambitionierte (Hobby) Köche
Für alle Köche und ambitionierten Hobbyköche eine wahre Fundgrube – auch bei der Suche nach dem perfekten Weihnachtsmenü oder als ganz besonderes Weihnachtsgeschenk. Das wunderbare Werk „Robuchon – Die Klassiker“ von dem mit 26 Sternen gekrönten Spitzenkoch Joël Robuchon. Die Struktur des Buches, großformatige Aufnahmen der Gerichte, sowie zahlreiche Schritt-für-Schritt-Aufnahmen ermöglichen es, nach den 111 Originalrezepten, vom Amuse-Gueule über Vorspeisen, Fisch und Krustentiere, Fleisch und Gemüse bis hin zu Desserts, zu kochen. Es ist eine Freude, sich von diesem Werk inspirieren zu lassen. Kreationen wie Lammbraten mit Kräuter in der Salzkruste oder Clafoutis mit Honigbirnen vermitteln einen Einblick in die faszinierende Kochkunst des legendären Sternekochs und machen sie auch in Ihrer Küche greifbar. Ein tolles Weihnachtsgeschenk.
Wein "test" zu Weihnachten
Wer für den Weihnachtsschmaus einen besonderen Rotwein kaufen möchte, steht vor vielen Fragen: Gibt es gute Weine nur im Fachhandel oder auch bei Aldi und Lidl? Soll es ein Roter aus Deutschland sein oder doch lieber einer aus Frankreich? Und welcher Wein passt besonders gut zu einem Braten? Im Test: 24 trockene Rotweine für 5 bis 13 Euro pro Flasche, davon 8 aus Deutschland, 4 aus Spanien sowie jeweils 6 aus Frankreich und Italien. Darunter sind insgesamt 2 Bioweine. Weine ab 5 Euro kann die Stiftung Warentest empfehlen, nachdem sie 24 trockene Rotweine aus Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien zu Preisen zwischen 5 und knapp 13 Euro im Labor untersucht und sensorisch bewertet hat. In der sensorischen Prüfung werden Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl untersucht. Die Tester beschreiben außerdem, welcher Wein sich für welches Gericht besonders eignet. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test.
Alle vier spanischen Weine schneiden sensorisch „gut“ ab – mit 5 Euro pro Flasche am günstigsten sind Aldi (Süd)/Guia real und Edeka/Finca de la Vega. Die sensorisch Besten aus Italien und Frankreich sind teurer: Miceli Breus (12,80), Real/Portella di Castelli (7,50 Euro) und Château Haut Lavignère (10 Euro).
Die deutschen Rotweine bieten ein uneinheitliches Bild. Während zwei sensorisch knapp „gut“ und dabei günstig sind (Rietburg Dornfelder, 6,50 Euro und Vier Jahreszeiten Saint Laurent, 5,30 Euro), können andere die Stimmung trüben: Lidl/Junge Winzer Baden Spätburgunder hat einen starken Sauerkrautton, riecht gülleartig, milchsauer und schmeckt scharf – das Sensorikurteil lautet deshalb „mangelhaft“. Nur „ausreichend“ schneidet ein Spätburgunder von der Ahr ab, drei weitere sind sensorisch „befriedigend“.
In sechs von 24 Weinen waren keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachweisbar. In allen anderen lagen sie unter den Grenzwerten. Kein Wein enthielt Schimmelpilzgift. Arsen und Schwermetalle wurden allenfalls in geringen, unbedenklichen Mengen gefunden. Hinweise auf Verfälschungen und falsche Herkunftsangaben gab es nicht.
Der ausführliche Test Rotwein ist in der "Zeitschrift Test" und online unter www.test.de/rotwein veröffentlicht.
Kurzfilme vom UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer
Vier neue Kurzfilme machen Lust auf Urlaub am UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer. Ab Januar 2011 war ein Filmteam an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins von Büsum über St. Peter-Ording und die Halligen bis nach Sylt unterwegs, um die einzigartige Welt des Wattenmeeres zu jeder Jahreszeit einzufangen. Ein Tag an der Nordsee mit Vogel-Beobachtung im Watt, Leuchtturmbesichtigung in Westerhever, Yoga am Strand und vielen weiteren typischen Begegnungen und Aktivitäten ist ab sofort auf www.nordseetourismus.de/de/videos zu sehen. Weitere drei Filme werden in den nächsten Wochen vorgestellt.Eine kreative Kameraführung und eine lebendige Schnitttechnik sind Stilmittel des ersten Films. Die einzigartige Natur und Tierwelt, in einer sich ständig wandelnden Landschaft mit vollkommen angepassten Lebewesen, wird damit perfekt in Szene gesetzt. Feriengäste werden so auch für die Fragilität dieses schützenwerten Naturraumes sensibilisiert und erhalten außerdem einen Eindruck der vielfältigen Urlaubsmöglichkeiten rund um das Weltnaturerbe Wattenmeer.
„Bewegte Bilder sind unverzichtbar, um die Faszination unserer Urlaubsregion und die Magie des Wattenmeers zu zeigen. Mit der Produktion der Kurzfilme werden wir auch dem Wunsch der Gäste und Interessenten gerecht, sich umfassend über ihren Urlaubsort und seine Besonderheiten im Wechsel der Jahreszeiten zu informieren“, so Constanze Höfinghoff, Geschäftsführerin der Nordsee-Tourismus-Service GmbH (NTS). Die vier Filme sind zwischen knapp zwei und vier Minuten lang und werden im Internet vorgestellt.
Das Wattenmeer ist ein außergewöhnlich dynamischer Naturraum. Zudem ist es eins der größten Feuchtgebiete der Welt, in dem jährlich zehn bis zwölf Millionen Zugvögel Station machen. Nirgendwo auf der Welt hat sich unter dem Einfluss der Gezeiten eine vielfältigere Landschaft entwickelt, die sich noch heute immer wieder verändert. Rund 10.000 Arten haben hier ihren Lebensraum. Zum Hintergrund: 2009 hat das Welterbekomitee der UNESCO das deutsch-niederländische Wattenmeer als Weltnaturerbe anerkannt. Diese Auszeichnung würdigt das Wattenmeer als weltweit einzigartiges und unersetzliches Naturgebiet von herausragendem Wert für die Menschheit.
Ostseeküste von Schleswig-Holstein
Weiße Sandstrände und quirlige Promenaden. Idyllische Fischerdörfer und maritimes Hafenleben. Herzliche Küstenbewohner und kulinarische Leckerbissen. Die Ostseeküste Schleswig-Holsteins lädt große und kleine Urlauber zu abwechslungsreichen Ferien mit viel frischer Luft ein. Präsentiert werden die vielen Facetten der Region im neuen ostsee*Magazin 2012 des Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. (OHT): Auf 100 Seiten nimmt das Magazin seine Leser mit auf eine „Spazierfahrt auf dem Wasser“, unternimmt einen Ausflug in die eher unbekannte Welt der Wildgehege, zeigt die schönsten Seebrücken, romantische Orte zum Heiraten und führt zu imposanten Herrenhäusern in der malerischen Landschaft des Küstenlands und der Holsteinischen Schweiz.Kern des Magazins sind Porträts über die elf Regionen der ostsee* schleswig-holstein von der Flensburger Förde bis zur Lübecker Bucht, maritime Reportagen, großformatige Bilder und exklusive Interviews. So erzählen in der Rubrik „Küstenköpfe“ Leuchtturmwärter Horst Westphal, „Wunscherfüller“-Strandkorbvermieterin Birgit Aichholzer und Herbergsmutter Annette Sandmann Spannendes und Unterhaltsames über das Leben am Meer. Darüber hinaus liefert das Magazin Wissenswertes rund um die Küste wie z.B. ein Fischlexikon und eine Übersicht über die Leuchttürme der Region, einen Veranstaltungskalender, Kartenausschnitte sowie Rezeptideen für typisch nordische Gerichte. Abgerundet wird das Magazin mit buchbaren Angeboten vom Familienspaß über Kulturhighlights bis zum Aktivurlaub. Eine detaillierte Übersichtskarte und farbige Navigationsleisten erleichtern die Orientierung.
Das ostsee*Magazin erscheint 2012 erneut als journalistisch hochwertiges Hochglanzprint. „Es zeigt sich, dass es richtig war, den Weg von einer Marketingbroschüre zu einem informativen Magazin mit unterhaltsamen Geschichten zu gehen. Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Lob für das ostsee*Magazin von unseren Lesern bekommen und sind gespannt, wie die Ausgabe 2012 ankommt“, so Claudia Drögsler, die stellvertretende Geschäftsführerin des OHT.
Das ostsee*Magazin ist in einer Auflage von 120.000 Exemplaren erschienen und ist beim Ostsee-Holstein-Tourismus e.V., bei der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH, bei den Touristinformationen sowie in ausgewählten Hotels und Freizeiteinrichtungen der Urlaubsorte erhältlich. Ab Dezember wird das neue Urlaubsmagazin außerdem deutschlandweit zum Preis von 3,50 Euro in Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen verkauft.
Weitere Informationen gibt es beim Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. unter 04503/88 8 5 25, per E-Mail unter info@ostsee-sh.de und im Internet unter www.ostsee-schleswig-holstein.de.
Lebensmittelwarnung für Wodka

Für den Wodka "Excellent Vodka V 24 Original" der Firma Firma Bärenkrone GmbH & CO.KG, Industriestrasse 9, 37327 Leinefelde/Worbis wurde wegen erhöhtem Methanolgehalt eine Warnung ausgesprochen.
Vom selben Hersteller auch für den a) Wodka "AntiVirus Premium Quality" und b) "Premium Cosmos Vodka" und c) " V24 Original Vodka" ebenfalls wegen erhöhtem Methanolgehalt.Es wird dringend davon abgeraten, benannten Wodka zu konsumieren. Methanol darf in Getränken nicht enthalten sein. Es ist stark gesundheitsschädlich.
Weitere Informationen unter www.lebensmittelwarnung.de
Die Lebensmittelüberwachung auf den Prüfstand stellen
Bundesministerin Aigner hatte den Präsidenten des Bundesrechnungshofs gebeten, in seiner Eigenschaft als Beauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung die Strukturen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Deutschland grundlegend zu überprüfen. Den unmittelbaren Anlass hierfür gab die Dioxin-Krise Anfang 2011. Das Gutachten hat sich auch eingehend mit der danach aufgetretenen EHEC-Epidemie befasst. Ziel der Untersuchung war es, das umfangreiche und sehr komplexe Überwachungssystem für Lebensmittel und Futtermittel systematisch nach Schwachstellen zu durchforsten und Lücken zu identifizieren, um so die Sicherheit der Lebens- und Futtermittel weiter zu verbessern. Der Präsident des Bundesrechnungshofes hat das Gutachten über die „Organisation des gesundheitlichen Verbraucherschutzes“ nun an das BMELV übergeben. Es ist in voller Länge im Internet einsehbar (www.bmelv.de).
„Der Bundesbeauftragte hat gründlich geprüft, nach welchen Regeln, von welchen Einrichtungen und mit welchen Konsequenzen Lebensmittel in Deutschland kontrolliert werden. Das Gutachten bestätigt mich in der Einschätzung, dass Handlungsbedarf besteht. Sowohl bei den Überwachungsstrukturen in den Ländern, als auch beim Bund und auf europäischer Ebene gibt es Verbesserungsbedarf“, erklärte Aigner am Dienstag in Berlin. In dem Gutachten empfiehlt der Bundesbeauftragte insbesondere eine Optimierung der Eigenkontrollen der Unternehmen, eine personelle und organisatorische Stärkung der amtlichen Überwachung in den Ländern, eine Stärkung der Kompetenzen des Bundes sowie eine Neuausrichtung des nationalen Krisenmanagements.
„Die Analyse deckt eine Reihe von Schwachstellen auf, die nicht ignoriert werden dürfen. Die meisten der vorgeschlagenen Änderungen werden nur gemeinsam mit den Bundesländern erfolgen können, die nach unserer Verfassung für die Lebensmittel- und Futtermittelkontrolle zuständig sind. Wir stehen vor schwierigen und unbequemen Fragen – ich setze auf die Zusammenarbeit mit den Ländern. Nur gemeinsam werden wir etwas bewegen können für einen besseren Schutz der Verbraucher“, sagte Aigner. Sie verwies auf das entschlossene Management von Bund und Ländern in der EHEC-Krise, das deutlich gemacht habe, „dass die großen Herausforderungen in der Lebensmittelsicherheit nur gemeinsam erfolgreich bewältigt werden können“.
Aigner betonte, die für die Kontrollen zuständigen Bundesländer hätten „die Pflicht sicherzustellen, dass ausreichend Personal und Finanzmittel für die Lebensmittelüberwachung zur Verfügung stehen“. Darauf habe der Rechnungshof zurecht hingewiesen. Der Bund werde – wie in dem Gutachten gefordert – künftig ein stärkeres Augenmerk darauf richten müssen, ob dieser Verpflichtung auch ausreichend nachgegangen wird. „Unser Ziel muss es sein, mehr Transparenz zu schaffen und bundesweit gleich hohe Sicherheitsstandards bei Lebens- und Futtermitteln zu erreichen“, so Aigner.
Bei den Empfehlungen des Bundesbeauftragten zum nationalen Krisenmanagement sieht sich die Ministerin in den Konsequenzen bestätigt, die Bund und Ländern gemeinsam aus der EHEC-Krise gezogen haben: „Die Einrichtung einer Task-Force mit Experten aus den Ländern, von Bund und EU war erfolgreich und soll ein fester Bestandteil des Krisenmanagements werden“, so Aigner. Zudem solle bei künftigen Krisenereignissen ein nationaler Krisenstab etabliert werden, der über die erforderlichen Kompetenzen verfügt, um schnell und erfolgreich agieren und die Information der Öffentlichkeit bündeln zu können.
Bundesministerin Aigner hat mit der Vorsitzenden der Verbraucherschutzministerkonferenz, der Bremer Senatorin Renate Jürgens-Pieper, vereinbart, gemeinsam mit den Ländern über die Umsetzung des Gutachtens zu diskutieren. Eine von Bund und Ländern eingesetzte Arbeitsgruppe soll das Gutachten des Bundesrechnungshofes in den kommenden Monaten auswerten und nötige Schlussfolgerungen prüfen.
Geschenk-Tipp für Weihnachten
Zur Weihnachtszeit gibt es eine Menge GenussLiteratur. Eine toller Kochbuch-Tipp ist die Reihe "schöner kochen" aus dem Becker Joest Volk Verlag. Die ausgezeichneten und prämierten Bücher bieten eine sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.handliches Großformat 24,5 cm x 24,5 cm, ca. 200 Seiten, dazu ca. 200 hochklassige Fotos. Lesen Sie mehr ...
Die Hotel-Führer haben ihre 2012 Ausgabe rechtzeitig zur Weihnachts-(Geschenk) Zeit auf den Markt gebracht. Lesen Sie mehr ...
Sterne, Hauben und andere Auszeichungen. Michelin und Co. sind ebenfalls mit den aktualisierten 2012 Restaurant-Führern auf dem Markt. Lesen Sie mehr ...
Die passende Weinbegleitung in der aktualisierten Version mit den ausgezeichneten Weingütern. Die gängigen Weinführer und Weinliteratur. Lesen Sie mehr ...
Neues von den Design Hotels
Mediterranes Terrain, karibische Coolness, zerklüftete Berglandschaften oder das Flirren der Großstadt – egal, wohin die Reise gehen soll, mit Design Hotels™ ist alles möglich.„Zehn neue, konzeptstarke Mitgliedshotels bereichern unser Portfolio. Insbesondere in Städten wie New York, London und Bern freuen wir uns über prominente Neuzugänge. Zu unseren Neuentdeckungen gehören aber auch Refugien in unberührter Natur auf St. Barth in der Karibik oder Rovinji, Kroatien“, sagt Gründer und CEO von Design Hotels™ Claus Sendlinger. „Die stilprägenden Konzepte und Designs machen diese Häuser einzigartig, dabei teilen alle eine Gemeinsamkeit: sie sind eng mit ihrer Umgebung verwurzelt. Für Gäste fungieren die Hotels als Türöffner zur lokalen Szene, für Einheimische als Anziehungspunkt.“
Glanzvolles Großstadtleben
Detailverliebte Renovierungen verpassten Hotellegenden in den weltschönsten Städten einen zeitgemäßen Anstrich. In New York führte kein Geringerer als der Künstler Julian Schnabel diese bedeutsamen Arbeiten für das Gramercy Park Hotel aus. Die Kunstsammlung des Hotels eingebettet von Manhattans charmantem (und einzigem) Privatpark steht zeitgenössischen Expositionen in nichts nach. In der UNESCO Welterbe-Stadt Bern verkörpert das Hotel Schweizerhof luxuriöses Understatement und wiedergewonnen Glanz – mit allen technischen Raffinessen von heute. Stuckdecken, französische Balkone und opulente Kronleuchter bewahren das rechte Maß an majestätischem Charme gegenüber modernen Annehmlichkeiten und Mobiliar.
Ein eklektischer Mix aus fernöstlichen und westlichen Einflüssen in den Zimmern versetzt Gäste im Blakes Hotel von Anouska Hempel in eine andere Zeit und Welt. Bei seiner Eröffnung 1978 war es ein Vorreiter der Designhotellerie und wurde kürzlich für mehrere Millionen Euro renoviert. In Barcelona ist das Grand Hotel Central eine Hommage an die Wolkenkratzer im Chicago der 20er Jahre. Mit seinem schmiedeeisernen Aufzug aus dem frühen 20. Jahrhundert und dem modernen Infinity Pool auf der Dachterrasse ist es die perfekte Mischung aus historischer Architektur und modernem Design. In einem ruhigen Viertel liegt das Hotel Único in Madrid. Hinter der eleganten weißen Fassade des Privatpalastes aus dem 19. Jahrhundert warten ein geschwungener Treppenaufgang, marmorne Mosaikfußböden, hohe Decken und riesige Fenster. Herzstück des Hotels ist das Restaurant Ramón Freixa Madrid mit katalanischer Küche, das mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnet wurde und längst zu einem Muss unter spanischen Gourmets geworden ist.
Land soweit das Auge reicht
Am anderen Ende des Spektrums stehen fantastische Ziele in der Natur. Pünktlich zur kalten Jahreszeit präsentiert Design Hotels™ drei neue Winterhotels: Nira Alpina, ein Ski-in Ski-out Resort mit beneidenswerter Lage direkt an den Schweizer Pisten, die ganzjährig zum Wedeln und Wandern einladen. Das Hotel ist nur fünf Kilometer von St. Moritz entfernt und wird im November 2011 eröffnen. Cervo Mountain Boutique Resort in Zermatt erinnert mit fünf Chalets an ein kleines Dorf. Jedes Haus ist modern und einladend mit warmen, heimischen Materialien wie Loden und Filz eingerichtet. Das Hotel Kitzhof Mountain Design Resort in Kitzbühel war ein ehemaliges Bauernhaus, das in ein elegantes Hotel mit einem großen Spa und einem Restaurant mit traditioneller Tiroler Küche umgewandelt wurde. In wärmeren Gefilden, genauer gesagt auf St. Barth, verströmt das Hotel La Banane mit seinen bunten Farben pures karibisches Lebensgefühl. Die neun Bungalows des Resorts sind eine Hommage an die 50er Jahre und nach namhaften Architekten wie Pierre Jeanneret und Jean Prouvé benannt. Das erste Design Hotels™ Mitglied in Kroatien ist das Hotel Lone in Rovinj. Die Architektur des Gebäudes erinnert an einen weißen Ozeanriesen, der durch die grüne Landschaft gleitet. Dank der geschwungenen Y-förmigen Architektur des Gebäudes entlang der Küste bietet jedes der 248 Zimmer und Suiten Blick auf die mit Inseln gesprenkelte Küste oder den Park.
Die komplette Liste mit den Eröffnungsterminen finden Sie unten aufgeführt. Um mehr über die 10 neuen Mitgliedshotels zu erfahren, klicken Sie bitte auf www.designhotels.com/newmembers. Mit Winter Specials bieten über 60 Mitgliedshotels in Europa, den USA und Asien Gästen zahlreiche Vorteile, wie ein kostenloses Upgrade (in die nächsthöhere Zimmerkategorie) oder eine Freinacht (bei einem Aufenthalt von drei Nächten). Das Angebot ist gültig für Ankünfte ab 27. November 2011 bis 7. April 2012.
Teilnehmende Hotels sind unter anderem das vigilius mountain resort in Südtirol, dessen Chef Mauro Buffo seine Gäste mit „Reisemenüs“ auf eine kulinarische Tour entführt, oder das Hotel J in Stockholm, das kürzlich ein neues Restaurant und neue Zimmer eröffnet hat. In südlicheren Breitengraden warten das RAAS in Indiens blauer Stadt Jodhpur sowie The Waterhouse at South Bund in Shanghai, dessen Dachterrasse den Blick auf die Skyline von Pudong freigibt. Teilnehmende Hotels in Deutschland sind das Cosmo Hotel Berlin-Mitte, das Gästen Zutritt zu den In-Clubs der Stadt verschafft, sowie in Hamburg das Gastwerk Hotel, das historische Architektur mit modernem Loft-Design vereint, und The George im Szenestadtteil St. Georg. www.designhotels.com/winterspecials
Wo lässt sich Silvester besser feiern als in New York? Mit Glamour, Pomp und Champagner zelebrieren Gäste des Gramercy Park Hotels die Silvesternacht in der berühmten Rose Bar. Das neueste Mitgliedshotel von Design Hotels™ im Big Apple ist das Gesamtkunstwerk von Julian Schnabel. Mit seiner zentralen Lage im Herzen Manhattans und angrenzend an New Yorks einzigen Privatpark, lockt das Haus sowohl New Yorker als auch Weitgereiste an. Um die längste Nacht des Jahres in großem Stil zu feiern heißt das Gramercy Park Hotel seine Gäste mit einer Flasche Perrier Jouet Champagner in ihrer Suite oder Loft willkommen. Abends in der legendären Rose Bar fühlen sich die Feiernden wie in einem vornehmen Privatsalon, in dem plüschige Sessel und Samtvorhänge nonchalant auf Werke von Andy Warhol oder Damian Hirst treffen. Wer das Silvesterpackage bucht, steht garantiert auf der Rose Bar Gästeliste und feiert zusammen mit New Yorks Kreativen, Models, Stars und Sternchen. Bis in die frühen Morgenstunden sorgt ein DJ für den passenden Sound, fließt der Champagner in Strömen und knistert das Feuer im imposanten Kamin. Das beste Rezept, um ohne Kater ins Neue Jahr zu starten, gibt´s am nächsten Morgen: ein herzhaftes American Breakfast auf der Gramercy Terrasse und Late Checkout bis 15 Uhr. Die Raten für das Silvester-Package beginnen bei USD 955 in einem Loft, Deluxe Loft oder Suite. www.designhotels.com/gramercy
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Wachsende Nachfrage der ProWein "eine zusätzliche Halle"
Auf Grund der erneut gestiegenen Nachfrage von Ausstellern aus allen international relevanten Weinbaunationen öffnet die ProWein, Leitmesse der internationalen Wein- und Spirituosenbranche, im nächsten Jahr vom 4. bis 6. März eine zusätzliche Halle auf dem Düsseldorfer Messegelände. Dazu Hans Werner Reinhard, Stellvertretender Geschäftsführer der Messe Düsseldorf: „Die wachsende Nachfrage unterstreicht eindrucksvoll die Leitmesseposition der ProWein: Die internationale Wein- und Spirituosenbranche will sich umfassend präsentieren, denn nur bei der ProWein treffen sich die internationalen Entscheider für den weltweiten Handel.“ Die bewährt klare Angebotsstruktur nach Ländern bleibt weiterhin gewährleistet. Die zentrale Verkostungszone wechselt in die neu hinzugekommene Halle 7.1, welche in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs Nord liegt. Zudem erhält der Bioweinbereich, der seit Jahren kontinuierlich wächst, dort eine konzentrierte Plattform in der sich Branchenverbände und Aussteller mit dem Schwerpunkt Biowein präsentieren. Ralph Dejas, Geschäftsführer ECOVIN GmbH: „Wir freuen uns auf einen starken, gemeinsamen Auftritt von Weinen aus biologischem Anbau. Ökologisch erzeugte Weine spielen in der internationalen Weinwelt eine immer wichtigere Rolle. Die ProWein-Besucher können sich am neuen Standort auf einen Blick umfassend über die Neuheiten dieses dynamischen Segments informieren.“
Mit mehr als 3.700 erwarteten Ausstellern ist die ProWein 2012 erneut ein einzigartig umfassendes Spiegelbild des internationalen Wein- und Spirituosenmarktes. Anbieter aus rund 50 Nationen, darunter auch „exotische“ Weinländer, präsentieren sich den erwarteten 40.000 Fachleuten aus aller Welt. Neben den gewohnt starken Auftritten von u.a. Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Portugal wird nach den Premieren von Brasilien, China, Indien und Japan erstmals Wein aus dem Kosovo vorgestellt. Interessante Neuzugänge sind darüber hinaus beispielsweise die namhaften Marktführer Fratelli Martini und Gancia aus Italien sowie das Irish Food Board im Bereich Spirituosen, die sich erstmals mit eigenen Ständen bei der ProWein präsentieren. Auch die Überseeländer sind umfassend vertreten und das einzigartige Projekt „Down2Earth“ der Weinnationen Argentinien, Kalifornien, Chile, Neuseeland und Südafrika wartet wieder mit zahlreichen Informationsveranstaltungen und Tastings auf.
Neben der Vielfalt der Aussteller ist die zentrale Verkostungszone (veranstaltet in Kooperation mit dem Meininger Verlag) erneut ein besonderes Highlight der ProWein. In 2012 werden rund 1.000 gebietstypische Rot-, Weiß-, und Roséweine unter dem Motto „Ursprungsweine – Wines of origin“ aufbereitet. Zu entdecken sind spannende, authentische Weine aus aller Welt, die die regionalen Anbaubedingungen mit einem eigenständig erkennbaren Weinprofil zum Ausdruck bringen.
Deutsche Bank und die Spekulation mit Nahrungsmittel
Nur 11 Prozent der Befragten halten es für legitim, wenn etwa die Deutsche Bank Anlagen anbietet, bei denen auf Preise für Nahrungsmittel gewettet wird. Viele Bankkunden wollen auch persönliche Konsequenzen ziehen, falls sie erfahren, dass ihre Bank sich an solchen Geschäften beteiligt. So möchte jeder Zweite (49 Prozent) alle Anlagen kündigen, bei denen Geld in die Spekulation mit Nahrungsmitteln fließt. Ebenfalls 49 Prozent der Befragten wollen darüber nachdenken, ihr Konto bei dieser Bank zu kündigen und zu einem anderen Institut zu wechseln. 43 Prozent würden Bekannten davon abraten, Kunde bei dieser Bank zu werden.
Gegenüber foodwatch hat die Deutsche Bank mittlerweile erklärt, der Vorstand wolle bis Ende Januar 2012 über einen Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln entscheiden. Eine internationale Arbeitsgruppe des Geldinstituts prüfe derzeit die Auswirkungen der Geschäfte in Reaktion auf den Report "Die Hungermacher". Darin hatte foodwatch am 18. Oktober Belege für den Zusammenhang zwischen der Spekulation mit Rohstoffen und steigenden Nahrungsmittelpreisen und damit Hungerkrisen veröffentlicht. Innerhalb nur eines Tages hatten bereits 10.000 Menschen eine E-Mail-Aktion an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann unter dem Motto "Hände weg vom Acker, Mann!" unterzeichnet. Ackermann versprach daraufhin am 19. Oktober eine Prüfung der Geschäfte und schrieb in einem persönlichen Brief an foodwatch: "Kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen." Mittlerweile (Stand 15.11.) haben sich mehr als 30.000 Menschen an der Protestaktion auf der gleichnamigen Internetseite www.Haende-weg-vom-Acker-Mann.de beteiligt.
foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode: "Das Wetten auf steigende Preise von Lebensmitteln zeigt besonders drastisch, wie rücksichtslos Banken heute das Allgemeinwohl schädigen. Herr Ackermann trägt hier auch persönliche Verantwortung, denn er ist nicht nur Bankenvorstand, sondern als Präsident des Weltbankenverbandes IIF auch oberster Lobbyist der Finanzwirtschaft. Die Menschen erwarten von ihm, dass er beispielhaft handelt: Die Deutsche Bank muss alle Anlagen aus ihrem Portfolio streichen, bei denen Geld für Wetten auf Nahrungsmittelpreise eingesetzt wird - egal, ob es Herrn Ackermann um die Hunger leidenden Menschen oder um den Ruf der Deutschen Bank geht."
Mit der E-Mail-Aktion unter www.Haende-weg-vom-Acker-Mann.de wird Ackermann aufgefordert, als Präsident des Bankenweltverbandes eine politische Regulierung der Rohstoffmärkte nicht länger zu blockieren sowie als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank mit gutem Beispiel voranzugehen und aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln auszusteigen. Nach der Forsa-Umfrage ist nicht einmal ein Drittel der Bundesbürger (28 Prozent) der Meinung, dass ein eigenverantwortlicher Ausstieg aus solchen Geschäften von den Banken ohne politische Regulierung nicht verlangt werden könne.
Im Auftrag von foodwatch hatte Forsa am 7. und 8. November 1001 Menschen bevölkerungsrepräsentativ für Deutschland befragt.
Link: www.Haende-weg-vom-Acker-Mann.de
Lebensmittelwarnung für "Schwiegermuttertod"
In einer Probe des Herstellers Feinkost Kos in 64689 Grasellenbach wurde ein Capsaicingehalt in Höhe von 40.780 mg/kg festgestellt. Dies entspricht einem Scoville-Wert von ca 660.000. Der Scoville-Wert ist ein Maß für die Schärfe eines Erzeugnisses.
Capsaicin, Dihydrocapsaicin und Nordihydrocapsaicin sind natürlicherweise in scharfen Paprikas und Chilis enthalten. Die Summe ihrer Gehalte bedingt im Wesentlichen die Schärfe von Paprika und Chili. Die schärfsten Chilisorten können einen Schärfegrad bis zu 225.000 Scoville erreichen.
Capsaicin erregt die Magenmotorik, steigert die Magensaftsekretion und wirkt gefäßerweiternd. Schon in kleinen Mengen löst es auf der Schleimhaut Brennen und Hitzegefühl aus. Eine übermäßige Aufnahme von Capsaicin kann Schleimhautläsionen im Verdauungstrakt sowie Nieren- und Leberschäden bewirken.
Das Produkt ist aufgrund seines sehr hohen Gehaltes an Capsaicin und der fehlenden Etikettierungshinweise geeignet die Gesundheit zu schädigen und wird als nicht sicheres Lebensmittel beurteilt.
http://www.suicide-sauces.de/index.php?com=content&sid=news
http://www.lebensmittelwarnung.de
alkoholfreies Bier mit erlaubtem Alkoholgehalt
Großhandelspreise auf Achterbahnkurs
Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im Oktober 2011 um 5,0 % über dem Stand von Oktober 2010. Im September 2011 hatte die Jahresveränderungsrate + 5,7 % betragen, im August + 6,5%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel der Großhandelsverkaufspreisindex im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat September 2011 deutlich, und zwar um 1,0 %. Dies war der stärkste Rückgang gegenüber dem Vormonat seit Dezember 2008 (- 3,2%).
Verglichen mit Oktober 2010 waren auf Großhandelsebene im Oktober 2011 insbesondere Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze deutlich teurer (+ 22,3 %). Gegenüber September 2011 fielen die Preise für diese Produkte um 9,1 %. Offensichtlich ließen sich diese enormen Steigerungen nicht durchsetzen.
Der Großhandelspreisindex für Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette lag um 7,3 % über dem Niveau von Oktober 2010 (- 0,2% gegenüber September 2011). Die Preise für Getreide, Saatgut und Futtermittel waren im Oktober 2011 um 4,1 % höher als im Oktober 2010 (- 5,2 % gegenüber September 2011). Obst, Gemüse und Kartoffeln waren dagegen auf Großhandelsebene gegenüber Oktober 2010 um 4,8 % und gegenüber September 2011 um 2,6 % billiger.
foodwatch fordert Verkaufsstopp für Becel pro.activ
Die Verbraucherorganisation "foodwatch" fordert den Verkaufsstopp der cholesterinsenkenden Margarine Becel pro.activ. "Der gesundheitliche Nutzen ist nicht belegt, es gibt Hinweise auf beträchtliche Risiken und nicht zuletzt empfehlen das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA allen gesunden Menschen ohne erhöhten Cholesterinspiegel ausdrücklich, solche Produkte zu meiden", erklärte Oliver Huizinga von foodwatch. "Becel pro.activ sollte nur auf ärztliche Empfehlung in der Apotheke abgegeben werden. Unilever sollte den freien Verkauf an Jedermann im Supermarkt stoppen und ein Zulassungsverfahren als Medikament anstrengen, damit die nach dem Arzneimittelrecht zuständigen Behörden den gesundheitlichen Nutzen sowie die Risiken und Nebenwirkungen beurteilen können." foodwatch hat heute auf der Internetseite www.abgespeist.de eine E-Mail-Aktion an Unilever gestartet, bei der Verbraucher den Konzern auffordern können, das Produkt aus dem Supermarktregal zu nehmen.Becel pro.activ sind hochkonzentriert pflanzliche Phytosterine zugesetzt, bestimmte chemische Verbindungen, die praktisch baugleich sind mit Cholesterin. Unilever hat nachgewiesen, dass sie das "schlechte" LDL-Cholesterin im Blut senken können. Doch Wirkung ist nicht gleich Nutzen: Ob eine durch Pflanzensterine bewirkte Senkung des Cholesterinspiegels auch das Risiko für Herzinfarkte senkt, ist nicht belegt, anders als bei cholesterinsenkenden Arzneimitteln. In der Beeinflussung von Blut-Laborwerten allein jedoch liegt noch kein gesundheitlicher Nutzen. Im Gegenteil gibt es in Studien Hinweise auf erhebliche Nebenwirkungen von Pflanzensterinen. Diese könnten das Risiko für Herzerkrankungen sogar erhöhen, anstatt es zu senken, indem sie verursachen, was sie eigentlich verhindern sollen: Ablagerungen in Gefäßen. Im Herbst 2010 stellten Wissenschaftler in den Niederlanden außerdem erstmals vergrößerte Venen im menschlichen Auge durch Pflanzensterine fest - auch dies könnte für erhöhtes Infarktrisiko sprechen, was dringend eingehend erforscht werden sollte.
"Becel pro.activ für jedes Kind zugänglich neben Rama und Lätta im Supermarkt anzubieten, ist die Aufforderung zu einer womöglich gefährlichen Selbstmedikation", so Oliver Huizinga von foodwatch. In Übereinstimmung mit der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), "dass der Verzehr von Lebensmitteln mit Phytosterinen von gesunden Menschen, die keinen erhöhten Cholesterinspiegel haben, ausdrücklich vermieden werden sollte". Dazu Oliver Huizinga: "Wenn das staatliche Bundesinstitut für Risikobewertung und sogar die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde so eindeutig vor dem Verzehr warnen, sollte sich Verbraucherministerin Ilse Aigner dafür einsetzen, dass medikamentenähnliche Lebensmittel wie Becel pro.activ nicht mehr frei im Supermarkt verkauft werden dürfen. Das Beispiel zeigt, dass man den Gesundheitsschutz nicht der Lebensmittelindustrie überlassen darf."
Bisher ist gesetzlich zwar ein Hinweis auf der Verpackung vorgeschrieben, dass Lebensmittel mit Pflanzensterinzusatz für Personen gedacht sind, die ihren Cholesterinspiegel senken möchten. So steht auch auf der Becel-pro.activ-Verpackung im Kleingedruckten: "Exklusiv bestimmt für Personen mit überhöhtem Cholesterinspiegel." In seiner Werbung jedoch suggeriert der Konzern, mit der Margarine könnte praktisch Jedermann, der nur "ein wenig besorgt" über seinen Cholesterinspiegel ist, vorsorglich - eben "pro activ" - etwas Gutes für seine Gesundheit tun. Oliver Huizinga: "Wer sich Sorgen über seinen Cholesterinspiegel macht, sollte zum Arzt gehen und nicht in den Supermarkt - und zu Risiken und Nebenwirkungen fragt man auch besser nicht Unilever, dort redet man über diesen Aspekt von Becel pro.activ nämlich nicht so gerne." foodwatch forderte auch die Hersteller anderer cholesterinsenkender Produkte auf, diese als Medikament zu behandeln und nicht länger frei als Lebensmittel zu verkaufen. Dazu gehören Deli Reform Active von den Walter Rau Lebensmittelwerken, Benecol von Emmi sowie Danacol von Danone.
Champagner, Prosecco und Cava gefragt
Von Januar bis August 2011 stammten die größten Einfuhrmengen von Schaumwein - hierzu zählen etwa Sekt oder Champagner - aus Italien (17,8 Millionen Liter), Spanien (13,4 Millionen Liter) und Frankreich (10,5 Millionen Liter).
Bierpreise
Die verbraucherfreundliche Bierpreisentwicklung setzt sich bislang auch im Jahr 2011 fort, obwohl sich Braugerste erheblich verteuerte und auch die Energiepreise deutlich stiegen. Ein Grund für die aus Konsumentensicht günstige Bierpreisentwicklung dürfte der rückläufige Bierverbrauch in Deutschland sein. Die Ergebnisse von Destatis belegen, dass der Bierabsatz in Deutschland bereits seit über zehn Jahren kontinuierlich zurückgeht. Auch die bisher vorliegenden Quartalszahlen für 2011 bestätigen diesen Trend.
Die Verbraucherpreisstatistik beobachtet neben der Preisentwicklung für Bier in Geschäften auch die in der Gastronomie. Im Jahr 2010 erhöhten sich die Bierpreise im Ausschank gegenüber 2009 mit + 0,9 % etwas stärker als im Einzelhandel, sie liegen damit aber ebenfalls noch unterhalb der Gesamtteuerung. Bislang setzt sich auch im Jahresverlauf 2011 die moderate Preisentwicklung beim Bierausschank fort.
Erneut deutlich mehr als ein Jahr zuvor zahlten allerdings die Besucher des Oktoberfestes in München: So kostete das Maß Wiesn-Bier 2011 in den großen Zelten zwischen 8,95 Euro und 9,20 Euro (2010: 8,70 Euro bis 8,90 Euro) - das entspricht einer Preissteigerung von über 3 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Marktwirtschaft hat ihre eigenen Gesetze.
Lebensmittelwarnung "Adventskalender"
Der nebenstehende Advents-Kalender soll die Möglichkeit einer mikrobiellen Verunreinigung aufweisen. Deshalb wurde eine Lebensmittel-Warnung ausgesprochen. Das Produkt wurde ausschließlich über Penny-Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen vertrieben.
Rheingau Gourmet und Wein Festival 2012
Das Festivalprogramm bietet vierzehn Tage lang Lunches, Dinner und Cooking Demos im Hotel Kronenschlösschen in Eltville mit Stars wie dem legendären Anton Mosimann und Drei-Sterne-Koch Enrico Cerea aus Italien. Zu den Höhepunkten des Festivals gehören Jahr für Jahr die Galadinner der deutschen Drei-Sterne-Köche. Thomas Bühner, Sven Elverfeld, Klaus Erfort, Christian Bau, Joachim Wissler und Harald Wohlfahrt nehmen 2012 am Festival teil und sorgen für einen wahren Sternenregen im Rheingau.
Begleitet werden alle Menüs von großen, raren Weinen. Wie jedes Jahr sind die Programmpunkte breit gefächert und bieten von kleinen feinen Workshops bis hin zu glanzvollen Galadinnern etwas für jeden Geschmack und jedes Budget – im Zeichen der Gourmet- und Winzerkunst stehen alle Events gleichermaßen. Veranstaltungen wie der Lunch mit den besten deutschen Spätburgundern, die große VDP Weinpräsentation oder die Degustation der Sekt-Raritäten auf Schloss Vaux haben sich bereits zu wahren Festivalklassikern entwickelt. Events wie der Lunch von Zwei-Sterne-Koch Wolfgang Becker oder ein Tasting der besten Cidre und Poiré der Welt mit anschließendem Menü werden im nächsten Jahr zum ersten Mal die Festivalgäste begeistern.
Wie jedes Jahr beginnt das Festival mit der traditionellen Welcome-Party in allen Räumen des romantischen Weingut Balthasar Ress in Eltville-Hattenheim. In diesem Jahr kochen die neun Spitzenköche aus dem Rhein-Main-Gebiet Patrick Bittner, Frank Buchholz, André Großfeld, Oliver Heberlein, Michael Kammermeier, Mario Lohninger, Christoph Rainer, Matthias Schmidt und Patrik Kimpel live an ihren Ständen. Begleitende Weine werden an 21 Wein- und Sektständen verkostet.
Das Festival in 2011.
Maßnahmen gegen Missbrauch und Manipulation von Rohstoffpreisen
Künftig müsse erkennbar sein, in welchen Mengen die wichtigsten Nahrungsrohstoffe weltweit auf den Märkten verfügbar sind, sagte Aigner. „Ich unterstütze auch die Initiative der G20, den weltweiten Warenterminhandel strenger zu regulieren. Damit wird zum einen die Funktionsfähigkeit der Märkte gestärkt, zum anderen werden verlässlichere Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer geschaffen."
Hintergrund Agrarmarkt-Informationssystem (AMIS):
Beim ersten Treffen der Agrarminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer im Juni 2011 in Paris war ein Aktionsplan verabschiedet worden, um für mehr Transparenz auf den internationalen Märkten zu sorgen und um Missbrauch und Manipulation von Rohstoffpreisen einen Riegel vorzuschieben. Bundesministerin Aigner kündigte an, das Thema auf dem Internationalen Agrarministergipfel im Januar 2012 in Berlin weiter vorantreiben zu wollen. Auch auf der internationalen Konferenz "Politik gegen Hunger" (21. bis 23. November 2011 in Berlin), die das BMELV veranstaltet, werden der Zugang zu natürlichen Ressourcen und die Herausforderung der globalen Ernährungssicherung im Mittelpunkt stehen. Mit Hilfe von AMIS sollen künftig die Entwicklung der vier wichtigsten pflanzlichen Erzeugnisse (Weizen, Mais, Reis, Sojabohnen) beobachtet und international vergleichbare Produktions- und Verbrauchszahlen zugänglich gemacht werden. Die Zusammenarbeit zwischen Produzenten, Exporteuren, Importeuren, Unternehmen sowie internationalen Organisationen soll helfen, die Märkte transparenter zu gestalten, das Vertrauen in die Märkte zu stärken und die Verteilung von Lebensmitteln im Interesse der bedürftigsten Entwicklungsländer zu verbessern. Im Rahmen von AMIS entsteht zudem ein Auswertungssystem, das extreme Preisanstiege schneller erkennbar macht und adäquate schnellere Reaktion ermöglicht. Als Ergänzung wird ein satellitengestütztes Geoinformationssystem geprüft, das wichtige Wetterdaten verfügbar macht und fundierte Vorhersagen erleichtert.
Siehe auch hier.
Tourismus in Schweswig-Holstein
"Das schlechte Wetter im Sommer birgt jedoch die Gefahr, dass sich die Kunden bei ihrer Reiseplanung für 2012 in einer ersten Überlegung gegen einen Urlaub an den deutschen Küsten entscheiden", warnt Christian Schmidt, Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH). Auch der Tourismus in Schleswig-Holstein würde dann einen Rückgang erfahren. „Nur gezielte Werbung und aktive Verkaufsförderung kann dem entgegenwirken“, ergänzt Peter Bartsch, Präsident des DEHOGA Schleswig-Holstein „denn Interesse ist vorhanden“. Dies belegt die aktuelle Reiseanalyse: Demnach haben 41 Prozent der Deutschen Interesse an einem Urlaub in Schleswig-Holstein, noch vor Bayern (40 %) und Mecklenburg-Vorpommern (35 %).
Die gegenwärtige Entwicklung auf Bundesebene zeigt weiter, der Trend zum Deutschlandtourismus hält an. Allerdings ist das bundesdeutsche Wachstum deutlich höher als die Entwicklung in Schleswig-Holstein. Die Ankünfte stiegen um 5,4 und die Übernachtungen um 3,4 Prozent im Zeitraum Januar bis August. Fazit für Christian Schmidt: „Urlaub in Deutschland ist beliebt und unser Land hat optimale Voraussetzungen, um noch mehr von diesem Trend zu profitieren. Aktuell entwickelt sich Schleswig-Holstein jedoch noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und hat die Stärke der Jahre 1992/1993 noch nicht wieder erreicht“. Vor diesem Hintergrund seien die aktuellen Diskussionen zur Reduzierung der Tourismusförderung das absolut falsche Signal.
Immerhin über 170.000 Menschen sind in Schleswig-Holstein im Tourismus beschäftigt und jährlich erwirtschaftet die Branche ca. 844 Millionen Euro Steuern für Bund, Länder und Kommunen. Davon fließen 263 Millionen Euro direkt in den Landeshaushalt, womit der Tourismus als Wirtschafts- und Imagefaktor eine der maßgeblichen Säulen des Landes ist.
Neuordnung der Bereiche und Großlagen in Franken
Die neuen CUNARD Schiffe Queen Mary 2, Queen Victoria und Queen Elizabeth
Seit über 170 Jahren ist die britische Traditionsreederei für ihre regelmäßigen Transatlantikdienste bekannt und steht für besonders elegante Passagierschiffe. Als der größte Kreuzfahrtkonzern der Welt, Carnival Corporation, Ende des vergangenen Jahrtausends die britische Traditionsreederei Cunard Line kaufte, verfügte die Cunard Line über zwei sehr schöne Schiffe. Die Queen Elizabeth 2 und dem ersten deutschen Traumschiff, der Caronia. Vor der Umbenennung hieß sie Vistafjord. Beide Schiffe sind trotz Schönheit in die Jahre gekommen. Für den amerikanischen Kreuzfahrtkonzern waren nicht die Schiffe interessant, sondern der Name. Diese britische Instanz unter den Reedereien hat eine Historie sondersgleichen. Fast die Hälfte der über 18 Millionen Auswanderer, die den Atlantik zwischen 1840 und 1900 von der Alten in die Neue Welt überquerten, führen mit Schiffen der Cunard Line. Doch die Pracht der vergangenen Tage verblasste mit der Zeit. Mit der Übernahme durch die Amerikaner sollte sich dies bald ändern. Mittlerweile verfügt die Cunard Reederei derzeit über die jüngste Flotte.
Mit der Indienststellung der neuen Queen Elizabeth im Oktober 2010 fahren zum zweiten Mal in der Tradition der weltweit ältesten Passagierrederei drei Königinnen der Meere gleichzeitig. Dieses Buch stellt die drei Königsschwestern ganz privat und exklusiv vor: Vom Bau der neuen Luxusliner und den Taufen über die technischen Daten bis hin zur Ausstattung und dem Ambiente an Bord. Zudem erhält der Leser durch Reportagen über ausgewählte Abteilungen – z.B. Logistik und Küchensystem der Mary 2 – und Portraits der an Bord arbeitenden Menschen – z.B. der Kapitäne der Victoria – tiefe Einblicke in das Leben auf einer der Queens. Auch ein historischer Abriss zu den Anfängen der Traditionsreederei durch den Gründer Samuel Cunard und zu der Geschichte aller bisherigen Queens der Cunard Line ist in diesem prächtigen Buch enthalten.
Reich illustriert durch fantastische Bilder vermittelt dieses Werk einen beeindruckenden Gesamtüberblick über alles Wissenswerte zu den drei Schiffsdamen. Der Buchautor und Reisejournalist Ingo Thiel konnte bei allen drei Schiffen hinter die Kulissen, unter Deck und der Besatzung über die Schulter schauen. Allein auf den Queens der Cunard Line, für die Thiel als Pressesprecher tätig ist, war er mehr als 30 Mal zu Gast. Dadurch ist ein Buch aus der Perspektive eines Insiders entstanden, welches exklusive Einblicke in sonst nicht öffentlich einsehbare Gefilde verschafft.
Ein – im wahrsten Sinne des Wortes – königlicher Genuss! Diese Buch macht Lust auf eine Kreuzfahrt auf einer der Königinnen.
Ein Insider-Buch-Tipp: Für den Sonntag, 15. Juli 2012 ist vorgesehen, daß die Queen Mary 2 und die Queen Elizabeth gemeinsam Hamburg anlaufen. Also vormerken und Appetit holen. Mehr lesen ...
Ingo Thiel ist als Reisejournalist und Buchautor ein gefragter Kreuzfahrtexperte. Dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung kennt Thiel viele Schiffe unterschiedlicher Reedereien.
Die neuen Cunard Schiffe
QUEEN MARY 2, QUEEN VICTORIA, QUEEN ELIZABETH
208 Seiten · 24,5 x 26 cm
zahlr. s/w- und Farb-Abb. · Pappband mit Schutzumschlag
EUR (D) 24,95 · EUR (A) 25,60 · Sfr* 34,90
ISBN 978-3-7822-1042-3
1. Auflage 2011
Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg
Ein Unternehmen der Tamm Media GmbH
Deutsche Spätburgunder international Spitze
In einer verdeckten Vergleichsprobe von je 20 erstklassigen internationalen und deutschen Spätburgunder-Weinen, die am Freitag, den 28. Oktober 2011, auf Initiative des Deutschen Weininstituts (DWI) in London stattfand, haben sich die Spätburgunder aus den deutschen Anbaugebieten hervorragend behauptet. Sieben der zehn besten Weine der Probe kamen aus Deutschland.Als bester deutscher Spätburgunder kam der 2008er Spätburgunder, Saulheimer Hölle, vom Weingut Thörle aus dem rheinhessischen Saulheim auf Platz drei.
Die Ränge eins und zwei belegten der 2009er Pinot Noir Eola Amity Hills des Weinguts Antica Terra (Oregon, USA), vor dem 2008er Pinot Noir Isabelle des Weinguts Au bon Climat aus Kalifornien (USA).
Die Ränge vier bis sieben, sowie neun und zehn gingen ebenfalls nach Deutschland an die Weingüter Fürst (Franken), Ziereisen (Baden) mit zwei Weinen, Gutzler (Rheinhessen), Stodden (Ahr) und Heitlinger (Baden).
Die 13-köpfige internationale Expertenjury, der unter anderem die britische Weinkritikerin Jancis Robinson sowie Master of Wine Tim Atkin angehörten, zeigte sich absolut überrascht von den herausragenden Qualitäten und der stilistischen Vielfalt der deutschen Gewächse. „Dieses tolle Abschneiden der deutschen Spätburgunder hat die Fachwelt hier absolut erstaunt“, berichtete DWI-Marketingleiter des Deutschen Weininstituts, Steffen Schindler, aus London. „Wir haben uns dieser Herausforderung bewusst gestellt, da wir schon seit langem von der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unserer Spätburgunder überzeugt sind. Dies haben unsere Weine heute eindrucksvoll bewiesen“, freute sich DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.
Die 20 deutschen Weine für die Verkostung im Londoner Restaurant Texture wurden bereits im September im Rahmen einer vom DWI organisierten Auswahlprobe aus insgesamt 380 Spätburgundern bestimmt. Die Jury bildete in diesem Fall die Sommeliere Christina Fischer, der Weinjournalist Stephan Reinhardt, der Direktor des Internationalen Weininstituts Alexander Kohnen sowie der britische Weinexperte Hamish Anderson und Tim Atkin MW, der auch die internationalen Weine für die Londoner Probe ausgewählt hatte.
Jahrgang 2011 – Ein Jahrgang mit Weinen nach Maß!
Auch dieser Jahrgang weist ob etlicher Wetterkapriolen einen Achterbahn-ähnlichen Vegetationsverlauf auf: Auf die extrem frühe Rebblüte aufgrund des sommerlichen Frühjahres, folgten regionale Nachtfröste im Mai und zu viel Regen im Juli. Das alles ließ die Trauben zeitig heranreifen und forderte eine Lese, so früh wie noch nie. Aufgrund des grandiosen Spätsommers konnte dann noch die Lese weit in den Oktober hinauszogen werden. Diese Attribute machen den Jahrgang 2011 zu einem wirklich besonderen Jahrgang. Der Trend dieses Jahrgangs: Es gibt keinen Trend! Der Unterschied zwischen den Gebieten, aber auch in einer Region, einer Lage, einem Weinbergs ist - dem Wetter geschuldet - in diesem Jahr sehr groß. Dennoch ist zu konstatieren, dass mit dem Jahrgang 2011 wieder ein Jahrgang in den Kellern der Prädikatsweingüter reift, der ihrer hohen Qualitätsphilosophie entspricht und einfach passt.
„Wir haben einen vollreifen, hoch qualitativen Jahrgang einbringen können. Ob der 2011er das Potential hat sich in die Tradition der legendären „Elfer“ - 1811 und 1911 - einreihen zu können, werden wir endgültig erst bei den Jungweinproben im Frühjahr wissen. Das Potential scheint jedoch vorhanden zu sein. Unsere Ersten Lagen haben in jeden Fall ihre Vorzüge bewiesen“, freut sich VDP-Präsident Steffen Christmann.
2011 - ein frühreifer Jahrgang mit harmonisch, eleganten Weinen
Nach Abschluss der Ernte gärt ein durchweg unikater Jahrgang mit einer Qualität von besonderer Güte in den Fässern: Der Zustand des Traubengutes war bis auf geringe Ausnahmen sehr gut. Alle Sorten profitierten von dem großartigen Herbstwetter, das alles zum Guten wendete. Anfänglichem Botrytits- und Fäulnisbefall konnte durch eine Vorlese prompt begegnet werden. Waren die Winzer am Anfang der Lese noch besorgt, skeptisch und angespannt, wich dieses Gefühl mit der Dauer der Schönwetterperiode und der hervorragenden Vollreife der Trauben der Gewissheit doch wieder große Weine ernten zu können. Die für die VDP-Weingüter selbstverständliche selektive Handlese, war somit in dieser Weinlese unerlässlich, um die Bestände gesund zu halten. Dies blieben sie dann auch und erreichten die Vollreife, so dass neben ausgezeichneten trockenen Weinen nicht wenige edelsüße Spitzenweine in den Toplagen geerntet werden konnten. Mit durchschnittlich hervorragenden Oechsle-Graden von 85- bis über 100 Grad waren die VDP-Winzer Regionen- sowie Rebsorten-übergreifend sehr zufrieden. Einige Güter ernteten zum Ende der Lese noch ganz besondere Schätze, wie bspw. Trockenbeerenauslesen mit über 300 Grad Oechsle.
Auch die Aromatik hat sich durch den trockenen Spätsommer Rebsorten-übergreifend prächtig entwickelt und besticht durch ihre Saftigkeit, Würze, Frucht und Harmonie. Die Moste präsentieren sich im Moment sehr klar und feinfruchtig, mit Extrakt- und Aromenfülle, voll Spannung, Spiel und Mineralität. Der eigenständige Jahrgangscharakter der 2011er wurde in einigen Regionen von teils stark schwankenden Säurewerten bestimmt, in anderen Regionen herrschte von Beginn an ein harmonisches Säure-Süße-Verhältnis – am Ende jedoch wird ein geschicktes Säure-Management der Winzer besonders bei den frühen Rebsorten einen Jahrgang mit leichten Weinen und Alkoholwerten bis 12 Vol. % hervorbringen.
Qualitativ also ist der Jahrgang 2011 durchaus messbar mit Vorjahren, allerdings – und dies glücklicherweise – stimmen in diesem Jahr auch die Mengen. So zeigen sich die VDP-Winzer summa summarum höchst zufrieden mit den Erntemengen 2011, die mit ca. 50 hl/ha im Durchschnitt liegen, in den Regionen und Lagen die von Unwettern und Frost verschont wurden, sind sie sogar überdurchschnittlich hoch – und mit einer im Durchschnitt 80%tigen Ernte auf jeden Fall aber um einiges höher als im letzten Jahr. Die Voraussetzungen für einen sehr guten Jahrgang sind gegeben und die Prädikatsweingüter warten nun gespannt auf die weitere Entwicklung in den Kellern.
Was bisher geschah…zur Vegetation 2011
Der Vegetationsverlauf in 2011 hatte seine Höhen und Tiefen und wurde aufgrund seiner Diversität für viele Winzer zur Herausforderung; einer der Gründe für die besonderen Charakteristika des Jahrgangs 2011. Wetterkapriolen wie der sonnig-warme Frühsommer und der recht harsche Mai-Frost, der in etlichen Regionen mittlere bis große Schäden angerichtet hatte, kühles und feuchtes Wetter mit Regen teilweise Hagel (Württemberg, Pfalz, Mittelrhein, Franken) im Juni bis August und dann der „goldene September“ haben die Vegetation nachhaltig beeinflusst und prägen den Jahrgang 2011. Wer von Unwettern, Frost und Hagel verschont geblieben ist, konnte 2011 auf ideale Wachstums- und Vegetationsbedingungen zurückblicken. So sorgte das warme Frühjahr in den deutschen Weinbergen für eine der frühesten Rebblüten seit Beginn der Aufzeichnungen.
Das anhaltend warme Wetter ließ die Trauben schnell reifen. Selbst die kühle, feuchte Witterung im Juli und der ersten Augusthälfte konnten diesen Vorsprung nicht stoppen – im Sommer waren es ca. 3 Wochen. Allerdings glich auch eine gute Blüte die Schäden nicht aus, die die starken Nachtfröste Anfang Mai in einigen Regionen angerichtet haben (Rheinhessen, Franken, Württemberg, Rheingau, Pfalz, Nahe). Besonders vom Frost betroffen waren meist die Hangfuß-Lagen, die Senken und Niederungen, sowie die Flächenerweiterungen aus den 1960er und 1970er Jahren, wo sich kalte Luft leichter stauen kann. Hier aber haben sich die guten und besten Lagen, deren Trauben trotz der rauen Witterungsbedingungen auch im Jahrgang 2010 reif geworden sind, wieder einmal verdient gemacht. Die frühe Rebblüte eröffnete den Winzern mehr zeitlichen Spielraum, den optimalen Lesetermin abwarten zu können. Das feuchte kühle Wetter ab Mitte Juli bis Mitte August verlangsamte die weitere Reife, so dass aus rund drei Wochen Vegetationsvorsprung noch ca. zwei Wochen wurden.
So kam es dennoch im September 2011 zu einer der frühesten Weinlesen, die es je gab und die noch früher begann als 2003. Im September, während der Ernte, hatte der Wettergott ein Einsehen mit den Winzern. Großartiges „Spätsommer-Finalwetter“ bescherte fast allen Regionen eine langsame und ruhige Lese. Kühle Nacht- und warme Tagestemperaturen ließen die Lese ohne Druck verlaufen, was vor allem den Trauben, die für die Grossen Gewächse vorgesehen waren, noch die Möglichkeit gab, zu wachsen und die optimale Reife zu erlangen.
Erste Bilanz des Verbraucher-Portals
Die Informations- und Austauschplattform www.lebensmittelklarheit.de ermöglicht Verbrauchern, sich aktiv in die Diskussion über die Kennzeichnung von Lebensmitteln oder über irreführende Produktaufmachungen einzubringen. Das Bundesverbraucherministerium fördert das Portal im Rahmen der Initiative „Klarheit und Wahrheit“. Träger des Projektes sind der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentrale Hessen. Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich in der Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln getäuscht fühlen, erhalten allgemeine Informationen zur Kennzeichnung und Antworten auf Fragen zu konkreten Produkten. Darüber hinaus bietet die neue Plattform Verbrauchern die Möglichkeit, Produkte zu melden, durch die sie sich in die Irre geführt fühlen.
„Die überwältigende Resonanz zeigt, dass es richtig und wichtig war, dieses Portal zu fördern“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am Donnerstag in Berlin. Die Befürchtungen der Kritiker hätten sich „als unbegründet erwiesen“, so Aigner. „Das Portal ist nicht nur Diskussionsplattform, sondern vor allem eine wichtige Informationsquelle. Die Seite bündelt wertvolle Informationen, die sich die Verbraucher früher mühsam zusammensammeln mussten.“ Das Bundesverbraucherministerium fördert das Portal im Rahmen der Initiative „Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln“. Zuletzt wurde der Förderbetrag des BMELV nochmals erhöht, damit die Verbraucherzentralen die Kapazitäten verstärken und die Bearbeitung der zahlreichen Meldungen beschleunigen können.
„Wir haben mit dem Angebot den Nerv der Verbraucherschaft getroffen“, bilanziert vzbv-Vorstand Gerd Billen. „Jetzt ist es an den Herstellern, ihre Produkte so zu gestalten, dass Verbraucher sich nicht getäuscht fühlen.“ Das Portal helfe, Verunsicherung bei den Verbrauchern ab und Vertrauen in die Qualität und den Wert von Lebensmitteln wieder aufzubauen. „Doch ein verbesserter Dialog zwischen Verbrauchern und Anbietern alleine kann es nicht richten“, sagt Billen. Auch die Politik müsse ihren Beitrag leisten, um Irreführung und Täuschung bei Lebensmitteln zu beenden.
„Verbraucher bedanken sich für die Chance, endlich ihre Meinung kundtun zu können“, erzählt Projektleiter Hartmut König. „Sie fühlen sich ernst genommen, indem ihre Belange öffentlich Gehör finden.“ Aber auch die Wirtschaft zeige sich meist kooperativ. In der Regel würden Stellungnahmen fristgemäß geliefert. „Nachdem der erste Ansturm die Redaktion überrascht hat, haben wir inzwischen unseren Rhythmus gefunden. Es wird keine Beschwerde unbeantwortet bleiben“.
Seit Start des Portals sind über 3800 Produktmeldungen eingegangen. Täglich kommen rund 20 Produktmeldungen und Anfragen hinzu. Dabei sind nicht alle Produktmeldungen für das Portal geeignet und können veröffentlicht werden. Aber auch diese müssen geprüft und bearbeitet werden. Bisher sind über 900 Produktmeldungen, rund ein Viertel, geprüft und in Bearbeitung. Unter Leitung der Verbraucherzentrale Hessen teilen sich die Verbraucherzentralen die Erfassung, Sichtung, Kanalisierung, rechtliche Einschätzung und Beantwortung der Anfragen und Produktmeldungen. Eingestellt sind bisher 72 Produkte von Apfelsaft bis Zwieback. Verbraucher melden aber nicht nur Produkte. Über das Expertenforum stellen sie Fragen über alles, was mit Lebensmitteln zusammenhängt.
Am häufigsten melden Verbraucher Produkte, deren Bewerbung und Aufmachung etwas vorgaukelt, was der Inhalt nicht halten kann: Fruchtabbildungen ohne Frucht in der Zutatenliste, „Joghurt mit Macadamianüssen“, der nur einem Hauch von Nuss enthält oder ein Sahnewunder mit verstecktem Alkoholanteil. Zudem ärgern sich Verbraucher über Herkunftsangaben, ohne dass klar wird, worin diese besteht. Für weiteren Unmut sorgen Werbeaussagen wie „Ohne Nitritpökelsalz“ oder „Ohne Geschmacksverstärker“, obwohl sich Zutaten mit ähnlicher Wirkung in der Zutatenliste wiederfinden.
Insgesamt 27 Hersteller haben ihre Produkte infolge der Verbrauchermeldungen angepasst. Dabei geht es nicht nur um die Schriftgröße auf Verpackungen, sondern auch um die Rezeptur: So enthält ein Curry-Orangen-Ketchup künftig auch wirklich Orangenschalen oder eine Bananenschokolade tatsächlich Banane. Auch Wasabi-Erdnüsse werden demnächst wirklich Wasabi enthalten.
Ein zentrales Element des Portals ist die Darstellung von anbieterneutralen Produkten in der Rubrik „Erlaubt!“. Auch wenn Anbieter sich an rechtliche Kennzeichnungsvorschriften oder Vorgaben der Lebensmittelleitsätze halten, fühlen sich Verbraucher getäuscht. Auf Unverständnis stoßen: Kalbswiener mit wenig Kalbsfleisch, Bayrischer Leberkäse ohne Leber oder niederländische Eier in deutschen Eierkartons. In der Rubrik sammelt das Portal erste Argumente, die durch Verbraucherforschung auf ihre Repräsentativität geprüft werden. Erhärtet sich dann der Verdacht einer systematisch anderen Verbrauchererwartung, wird dieses Ergebnis an die zuständige Stelle, etwa an die Lebensmittelbuch-Kommission übermittelt. „Einige Leitsätze der Lebensmittelbuchkommission werden an die veränderten Erwartungen der Verbraucher angepasst oder gar neu geschrieben werden müssen“, meint Gerd Billen. „Es ist richtig, dass sich die Lebensmittelbuch-Kommission genau um diese Streitfälle kümmert“, so Aigner.
In Sachen Kalbswiener könnte sich die Lebensmittelbuchkommission schon jetzt bei den Verbrauchern beliebt machen. Die Verbraucherzentralen haben auf www.lebensmittelklarheit.de einmal konkret nachgefragt: In der nicht repräsentativen Umfrage äußerte mehr als die Hälfte der 30.000 Teilnehmer die Erwartung, dass Kalbswiener aus 100 Prozent Kalbfleisch bestehen sollten. Insgesamt erwarten über 90 Prozent der Verbraucher mehr als 50 Prozent Fleischanteil vom Kalb. Tatsächlich aber sind in den meisten Produkten nicht mehr als die vorgeschriebenen 15 Prozent Kalbfleisch enthalten. Die Verbraucherzentralen werden einen entsprechenden Antrag auf Änderung des Leitsatzes stellen.
Discounter gegen Markenartikel
Bei Lebensmitteln sind Markenprodukte nicht besser als solche vom Discounter. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, nachdem sie 37 aktuelle Tests mit knapp 900 Produkten ausgewertet hat. Veröffentlicht ist die Untersuchung in der November-Ausgabe der Zeitschrift test.Die Tester unterschieden zwischen klassischen Marken wie Langnese oder Maggi, Discountermarken wie Milsani oder Dulano und Supermarktmarken wie ja! oder Gut & Günstig. Wer Lebensmittel von "guter" Qualität kaufen will, muss nicht zu Markenartikeln greifen. Im Test überzeugten viele Produkte der Eigenmarken von Discountern und Supermärkten als preiswerte Alternative. Insgesamt war bei den Produkten der Discounter etwa jedes zweite "gut". Bei den klassischen Markenprodukten waren 38 Prozent "gut", 1 Prozent sogar "sehr gut". Die Eigenmarken der Supermärkte schnitten insgesamt auch zu 38 Prozent "gut" ab.
Die Preisunterschiede zwischen klassischen Marken und Eigenmarken des Handels waren teilweise eklatant. Das zeigte der Vergleich von Warenkörben mit 12 Alltagsprodukten aus den Tests. Wer sich nur für Produkte klassischer Marken entscheidet, müsste fast die Hälfte mehr bezahlen als wenn er ausschließlich Eigenmarken beim Discounter einkauft.
Der ausführliche Test Discounter gegen Markenware ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de veröffentlicht.
Mangelnde Hygiene wird am häufigsten beanstandet
2010 haben die Kontrolleure der amtlichen Lebensmittelüberwachung in den Bundesländern risikoorientiert 921.000 Inspektionen in rund 538.000 deutschen Betrieben durchgeführt und 408.000 Proben untersucht. Bei etwa 26 Prozent (rund 139.000 Betrieben) stellten die Kontrolleure Verstöße fest und leiteten entsprechende Maßnahmen ein. www.bvl.bund.de/HIBetriebskontrollen2010.
"Fehler in der Betriebshygiene und Mängel im Hygienemanagement bleiben dabei das größte Problem", machte Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg, Präsident des BVL, deutlich. "Das zeigen sowohl die Zahlen der amtlichen Lebensmittelüberwachung als auch die Sonderprogramme im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans."
So sprachen die Überwachungsbehörden die meisten Beanstandungen - wie auch schon in den Vorjahren - wegen der allgemeinen Betriebshygiene aus, gefolgt von Mängeln im Hygienemanagement der Betriebe sowie bei der Kennzeichnung und Aufmachung der Lebensmittel. Von den rund 408.000 untersuchten Proben wurden etwa 55.000 Proben (13,5 Prozent) beanstandet. Ursachen für die Beanstandungen waren Kennzeichnungsmängel (50 Prozent), die mikrobiologische Beschaffenheit (19 Prozent) und Mängel in der Zusammensetzung der Erzeugnisse (12 Prozent).
Der stellvertretende Vorsitzende der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV) aus dem Verbraucherschutzministerium Brandenburg, Bernhard Remde, wies darauf hin, dass die Vollzugsbehörden der Länder dem Problem der mangelnden Betriebshygiene große Aufmerksamkeit widmen: "Das betrifft vor allem eine häufigere Kontrolle dieser Betriebe im Rahmen der Risikoorientierung sowie eine konsequente Durchsetzung ordnungsrechtlicher Maßnahmen. Einen positiven Effekt erwarte ich auch von der geplanten Veröffentlichung der Kontrollergebnisse." Ein Instrument, mit dem die Länder Hygiene- und anderen Problemen in einzelnen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft auf die Spur kommen, ist der Bundesweite Überwachungsplan.
So wurde im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplans (BÜp) 2010 www.bvl.bund.de/HIBuep2010 der Hygienestatus gegarter Hackfleischerzeugnisse in Fertigpackungen aus dem Einzelhandel untersucht. Bei Probeneingang wiesen 2 Prozent der sensorisch unauffälligen Proben Gesamtkeimgehalte von mehr als 107 KbE/g (Kolonien bildende Einheiten pro Gramm) auf; kurz vor Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums waren es zehn Prozent. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Lagerfähigkeit derartiger Produkte teilweise falsch eingeschätzt wird. In 1,6 Prozent der untersuchten Proben war Listeria monocytogenes in Keimzahlen von mehr als 100 KbE/g nachweisbar. Dieser Erreger ist für empfindliche Personengruppen, z.B. schwangere Frauen oder immungeschwächte Menschen, ein Gesundheitsrisiko.
Des Weiteren wurden 2.104 Getränkeschankanlagen und Getränkelagerräume überprüft. Hygienemängel in den Getränkelagern sowie bei den Schanktischen bzw. den Zapfstellen wurden in 16,3 Prozent der kontrollierten Gaststätten mit Vollküche und in 27,1 Prozent der kontrollierten Schankwirtschaften ohne Vollküche festgestellt. Die Einhaltung der Reinigungsintervalle und die allgemeine Reinigung und Desinfektion wurden in 13,4 Prozent der Gaststätten mit Vollküche und in 19,4 Prozent der Schankwirtschaften ohne Vollküche bemängelt. Diese Ergebnisse zeigen, dass insbesondere in reinen Schankwirtschaften das Hygienebewusstsein noch nicht in zufriedenstellendem Maß vorhanden ist.
Im Rahmen eines weiteren BÜp-Programms wurde die Belastung mit Nickel durch metallisches Spielzeug, bei dem ein direkter Hautkontakt beim Spielen zu erwarten ist, untersucht. In 28 Prozent der untersuchten Proben war eine Nickelfreisetzung qualitativ oder quantitativ nachweisbar. In 38 Prozent der quantitativ untersuchten Proben wurde eine Überschreitung des Grenzwertes von 0,5 µg/cm²/Woche festgestellt. Die Thematik sollte im Rahmen der amtlichen Kontrolle verstärkt berücksichtigt werden.
Seit 1995 wird in jedem Jahr ein vorher festgelegter Warenkorb repräsentativ auf bestimmte unerwünschte Stoffe untersucht. Im Rahmen dieses Monitorings wurden 2010 erstmalig auch ausgewählte kosmetische Mittel und Bedarfsgegenstände untersucht, um die Belastungssituation durch Schwermetalle festzustellen. Die ersten repräsentativen Untersuchungen zur Freisetzung von Halb- und Schwermetallen aus den Lackschichten von Kinderspielzeug zeigten, dass die dafür festgelegten Grenzwerte nur in 2,3 Prozent der Proben und nur bei Barium, Blei und Chrom überschritten waren. Vereinzelte deutliche Grenzwertüberschreitungen bei Blei und Chrom wurden von den zuständigen Behörden beanstandet. www.bvl.bund.de/HIMonitoring2010
In vielen Lebensmitteln - etwa bei Milch, Schweinfleisch, Rehfleisch, Äpfeln, Roggenkörnern, Spargel und Weißkohl - wurden erfreulicherweise keine Pflanzenschutzmittelrückstände über den zulässigen Höchstgehalten gefunden. Auch in den meisten anderen Lebensmitteln war der Anteil an Proben mit Überschreitungen der Höchstgehalte von 0,7 bis 3,8 Prozent relativ gering. Lediglich Kopfsalat, Himbeeren und die Blätter von grünem Tee wiesen Höchstgehaltüberschreitungen in mehr als 4 Prozent der Proben auf.
Warnung vor italienischen Bio-Oliven
Warnung vor italienischen Bio-Oliven mit Mandeln. Zwei Personen in Finnland nach Verzehr an Botulismus erkrankt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vor dem Verzehr von Oliven der Marke "Bio Gaudiano" aus Italien. In Finnland sind zwei Personen nach dem Verzehr der Oliven an Botulismus erkrankt. Betroffen sind gefüllte Bio-Oliven mit Mandeln des Herstellers "Società Cooperativa Agricola G.M.G. a. r. l. dei F.lli Gaudiano" im 314 Milliliter Glas. Derzeit gibt es erste Hinweise, dass die betroffenen Produkte auch nach Deutschland geliefert wurden. Der Vertriebsweg ist aber noch nicht geklärt. Die Untersuchungen der italienischen und finnischen Behörden laufen. In Finnland wurde bereits vor dem Verzehr der Oliven gewarnt. Das BVL rät allen Verbrauchern, die gefüllte Bio-Oliven mit Mandeln der Marke "Bio Gaudiano" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09/2012 gekauft haben, diese nicht zu verzehren, sondern über den Hausmüll zu entsorgen. Eine Vergiftung mit Toxinen von Clostridium botulinum kann schwerste gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.
Botulismus ist eine Vergiftung des Nervensystems. Es handelt sich um eine ernste Erkrankung, die in Deutschland selten auftritt. Die Vergiftung ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Sie wird hervorgerufen durch den Verzehr eines kontaminierten Lebensmittels, das von einem Bakterium produziertes Botulinumtoxin enthält. Dieses Toxin kann insbesondere in nicht ordnungsgemäß sterilisierten Konserven häuslicher oder gewerblicher Herstellung enthalten sein. Erste typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle. Die Krankheit kann bis zu einer Lähmung der Muskulatur führen. Verbraucher, die nach dem Verzehr der betroffenen Olivenprodukte vergleichbare klinische Symptome wie die hier beschriebenen entwickelt haben oder entwickeln, sollten ihren Arzt kontaktieren und diesen auf den Verzehr der Oliven hinweisen.
Weitere Informationen zum Botulismus finden sich auf den Webseiten des Bundesinstituts für Risikobewertung http://www.bfr.bund.de/cm/350/hinweise_fuer_verbraucher_zum_botulismus_durch_lebensmittel.pdf und des Robert Koch-Instituts http://www.rki.de/cln_117/nn_196658/DE/Content/InfAZ/B/Botulismus/Botulismus.html?__nnn=true
Lebensmittelwarnungen online
Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, lobte bei der Vorstellung des neuen Portals in Berlin die dadurch entstehende Transparenz für die Verbraucher. "Mir ist wichtig, dass die Verbraucher noch schneller und noch umfassender informiert werden als bisher. Mit der neuen Internetseite www.lebensmittelwarnung.de erreichen wir eine Transparenz in der Lebensmittelkontrolle, die es so in Deutschland bislang nicht gegeben hat. Die Lebensmittelüberwachungsbehörden der Länder können hier ihre Warnungen und Rückrufe für jedermann sichtbar einstellen. Besteht eine Gesundheitsgefahr und dürfen Lebensmittel nicht mehr verkauft werden, werden die Verbraucher über die neue Internetseite noch effektiver informiert und gewarnt. Ich freue mich, dass wir uns mit den Ländern über den Aufbau dieser neuen Plattform so rasch einig waren und das Portal nun online ist."
Renate Jürgens-Pieper, Bremens Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit und in diesem Jahr Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz der Länder und des Bundes, begrüßte, dass Lebensmittelwarnungen nun online abrufbar sind. "Die Veröffentlichung von gesundheitlich bedenklichen Lebensmitteln erfolgt jetzt nicht mehr nur über einzelne, regionale Medien. Mit der neuen Internetplattform erhalten Verbraucher bundesweit alle wichtigen Informationen, die von den zuständigen Behörden in den Ländern direkt online gestellt werden", sagte die Senatorin.
Der Präsident des BVL, Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg, hob die technischen Möglichkeiten des neuen Portals hervor. "Verbraucher haben mit www.lebensmittelwarnung.de auf einfache Weise die Möglichkeit, sich gezielt über unsichere Produkte zu informieren. Und durch die Anbindung an den Internetdienst Twitter können sich die Verbraucher automatisch über neue Warnungen informieren lassen, ohne aktiv nach den Informationen suchen zu müssen. Verbraucher können sich entweder die zehn aktuellsten oder alle Warnungen anzeigen lassen sowie sich gezielt über die Warnungen einzelner Bundesländer bzw. ihres Bundeslandes informieren."
Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister für Gesundheit, zeigte sich erfreut, dass die bayerische Initiative für eine verbesserte bundesweite Transparenz bei Lebensmitteln aufgegriffen wurde. "Ziel Bayerns ist es, mehr Klarheit und Übersichtlichkeit für Verbraucher zu schaffen. Die Internetseite dient als Wegweiser für Verbraucher in ganz Deutschland", so Söder. Bayern besitzt bereits seit 2007 einen landeseigenen Internetauftritt zur Lebensmittelwarnung. Mit den Erfahrungen zu Inhalt und Aufbau konnte der Freistaat wesentlich zur Entstehung des neuen Portals beitragen. Söder lobte die erfolgreiche Arbeit der Projektgruppe, die die Plattform entwickelt hat.
Hintergrundinformationen:
Nach § 40 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) soll die Öffentlichkeit über unsichere, ekelerregende oder aus anderen Gründen nicht verkehrsfähige Lebensmittel, die sich im Handel oder bei den Verbrauchern befinden können, informiert werden. Ebenso sollen Verbraucher über Lebensmittel informiert werden, die geeignet sind, die Verbraucher/innen irrezuführen oder zu täuschen. Solche Warnungen und Informationen der Öffentlichkeit werden von Lebensmittelunternehmern und/oder von den zuständigen Behörden der Länder veröffentlicht. Generell ist die Überwachung und Kontrolle von Lebensmitteln Aufgabe der Bundesländer. Wenn das Produkt jedoch aus dem Ausland (z.B. via Internet) vertrieben wird und kein Hersteller oder Vertreiber in Deutschland existiert, warnt das BVL die Öffentlichkeit.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit übernimmt als eigenständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit umfassende Managementaufgaben und koordiniert auf verschiedenen Ebenen die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, den Bundesländern und der Europäischen Union. Außerdem ist es für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, Tierarzneimitteln und gentechnisch veränderten Organismen in Deutschland zuständig. Im Zusammenwirken mit nationalen Behörden in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union setzt sich das BVL für den wirtschaftlichen Verbraucherschutz ein.
Ein Blick in die 13 Weinanbaugebiete im Jahrgang 2011
AHR

Die Winzer an der Ahr zeigen sich hochzufrieden mit dem diesjährigen Weinjahrgang. Von allen Witterungsunbillen verschont, wurde in diesem Jahr ein qualitativ und quantitativ hervorragender Weinjahrgang eingebracht, der mit optimal durchgefärbten und fruchtigen Rotweinen aufwarten wird. Mit geschätzten 47.000 Hektolitern wird er die Fässer wieder füllen, nach dem die kleine Erntemenge des letzten Jahres zwischenzeitlich Versorgungsengpässe des Marktes aufgezeigt hatte. Die Frühburgunder-Lese startete bereits in der zweiten Augusthälfte, gefolgt von Rivaner und Portugieser ab dem 12. und Spätburgunder ab dem 14. September. Die Mostgewichtszunahme wurde in den letzten Herbstwochen noch durch den von Sonnenschein und trockener Wärme bewirkten Konzentrationsprozess in den Trauben verstärkt.
BADEN
Ein außergewöhnlich sonnenreicher, warmer und trockener April führte zu einem explosionsartigen Rebenaustrieb, den selbst ältere Winzer in dieser Form selten erlebt haben dürften. Bereits in der ersten Aprildekade war das 2-3 Blattstadium erreicht, was einen gut 14-tägigen Vorsprung bedeutete und dem frühesten Austriebszeitpunkt seit 1976 gleichkommt. Für die Winzer insbesondere in der Region Tauberfranken war das Frostereignis vom 3.-5. Mai ein schwerer Schlag, weil damit die 2011er Ernte schon nahezu vollständig vernichtet wurde. In den übrigen Regionen Badens ging die Rebenentwicklung rasant weiter. Erste offene Blüten wurden bereits um den 15. Mai registriert. Landregen Anfang Juni beschleunigte den Vegetationsverlauf, bei einem gleichzeitig bemerkenswert guten Gesundheitszustand der Trauben sowie der Laubwände. In exponierten Lagen konnte bereits zum 10. Juni der Traubenschluss beobachtet werden, was einem Entwicklungsvorsprung von rund 3 Wochen entsprach. Die gute Wasserversorgung im Juli ließ für die badischen Rebflächen auch mengenmäßige eine gute Weinernte erwarten. Sehr früh, bereits zu Septemberbeginn, begann die Hauptlese auf Badens Rebflächen. Zu Beginn war es witterungsbedingt ein wenig hektisch. Ab Mitte September setzte sich jedoch bei stabilem, sonnigem Spätsommerwetter der weitere Leseverlauf ruhig und unaufgeregt fort. Eine Besonderheit des 2011er Jahrgangs ist sicherlich, dass bei einem sehr guten Ertragsniveau von durchschnittlich 95 hl/ha überdurchschnittliche Qualitäten über die gesamte Sortenpalette eingebracht werden konnten. Insgesamt erwartet man in Baden eine Erntemenge von etwa 1,35 Mio. hl. Die Verbraucher können sich auf ebenso sortentypische wie reife und gut strukturierte badische Weine vom aktuellen Jahrgang freuen.
FRANKEN
In Franken haben der Frost im Mai und regionaler Hagelschlag im Sommer das Gesamternteergebnis des Anbaugebietes im wahrsten Sinne des Wortes erheblich verhagelt. Nach heutigen Schätzungen wird in Franken in diesem Jahr nur ein Erntevolumen von 360.000 hl erreicht werden, das sich somit auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im Vorjahr bewegt. Abgesehen von den zum Teil gravierenden einzelbetrieblichen Verlusten dürften für die großen fränkischen Betriebe und Winzergenossenschaften die Auswirkungen der Ernteausfälle aufgrund des innergebietlichen Mengenausgleichs nicht so gravierend sein, wie zunächst befürchtet. Franken wird von daher über genug Wein verfügen, um die Marktnachfrage bedienen zu können. Die Ertragslage bremst allerdings die dynamische Entwicklung der fränkischen Weinwirtschaft vorübergehend etwas aus. Hinsichtlich der Qualität ist die Rebsorte Silvaner auch diese Jahr wieder der „Champion“. Damit dürfte das fränkische Gebietsprofil weiter geschärft und ausgebaut werden können. Insbesondere bei den spät reifenden Sorten ist aus der aktuellen Ernte ein großer Weinjahrgang zu erwarten.
HESSISCHE BERGSTRASSE
An der Hessischen Bergstraße liegt die diesjährige Erntemenge von rund 34.000 hl leicht über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Qualitäten sind mit den sehr guten Jahren 2003 und 2009 vergleichbar. Mit der Riesling-Lese wurde dank des großen Entwicklungsvorsprungs der Reben bereits früh im September begonnen. Die Ernte war Ende der ersten Oktoberdekade im Großen und Ganzen abgeschlossen. Vereinzelt hängen noch Trauben, mit denen auf besondere Spezialitäten, wie Eiswein, spekuliert wird. Mit dem 2011er Weinjahrgang sind fruchtbetonte Weine mit moderaten Säurewerten zu erwarten. Diese passen optimal in die Nachfragesituation. Insgesamt gesehen sind die Winzer der Hessischen Bergstraße mit dem jüngsten Weinjahrgang sehr zufrieden.
MITTELRHEIN

Das warme Frühjahr sorgte dafür, dass am Mittelrhein die Rebknospen bereits Anfang April zu schwellen begannen und der Austrieb Mitte April erfolgte. Erste blühende Gescheine waren schon um den 20. Mai zu finden und das Blüteende konnte oft noch im Mai bonitiert werden. Dies war nach den Aufzeichnungen der weinbaulichen Beratungsstellen die zweitfrüheste Blüte seit 1959. Der Spätfrost am 4. Mai hatte am Mittelrhein keine Auswirkungen. Der Reifebeginn beim Müller-Thurgau wurde am 31. Juli und beim Riesling am 8. August ermittelt. Nach diesen Daten lag der Entwicklungsvorsprung 10 Tage vor dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010 und sogar 18 Tage vor dem Wert der Jahre 1960 bis 1989. Auch im weiteren Saisonverlauf blieb der Entwicklungsvorsprung erhalten. Das traumhafte Spätsommerwetter ab dem 20. September hielt bis Ende der ersten Oktoberdekade an. Die Erntesaison für Müller Thurgau begann im September. Hier lag das Ertragsniveau deutlich höher als in den beiden Vorjahren. Die Gesamterntemenge des Anbaugebietes Mittelrhein wird auf etwa 43.000 hl geschätzt. Mit Menge und Qualität des 2011er Jahrgangs sind die Winzer sehr zufrieden. Die problemlos vergorenen Jungweine werden als ausgesprochen aromatisch beschrieben.
MOSEL
Die Mosel schwärmt vom Weinjahrgang 2011. Auch wenn die Rieslinglese derzeit noch nicht vollständig beendet ist, stimmen insgesamt die Qualitäten. Die Mostgewichte haben in den goldenen Herbstwochen nochmals kräftig zugelegt und die Menge übertrifft die ursprüngliche Erwartung. Die günstigen Entwicklungsbedingungen haben bei gesunder Laubwand und trocken-warmen, sonnigen Tagen die Qualität nochmals voran gebracht. Bis auf Teile der Mittelmosel, in der Verluste durch schweren Hagelschlag zu beklagen sind, herrscht bei den Winzern für den neuen Jahrgang sowohl in der Menge als auch der Qualität große Zufriedenheit. Mit dem Jahrgang 2011 kann die Lücke, die die kleine Ernte des Vorjahres bewirkt hat, wieder geschlossen werden. Bereits in der Frühbeurteilung lassen die Jungweine schon eine erstaunlich fruchtige Aromatik erkennen. Man darf auf die fertigen Weine gespannt sein. Aufgrund des guten Ertragsniveaus ist die Bereitschaft der Moselwinzer, Trauben für die Bereitung von edelsüßen Spezialitäten oder auch für die Eisweinlese hängen zu lassen, recht groß. Die Gesamtschätzung der 2011er Ernte beläuft sich auf rund 990.000 hl.
NAHE
Auch an der Nahe waren der rasche Vegetationsverlauf und der frühe Reifestand für dieses Kalenderjahr ein besonderes Kennzeichen. Von den Spätfrösten im Mai blieb das Anbaugebiet zwar nicht ganz verschont, allerdings hielt sich das Schadensausmaß hier doch im Vergleich zu den anderen betroffenen Gebieten in Grenzen. Insgesamt gesehen sorgte die frühe Blüte und ihr zügiger Verlauf für einen guten Fruchtansatz und der weitere Witterungsverlauf stellte schon früh die Weichen für einen guten Jahrgang. Die Müller-Thurgau Lese begann um den 8.9., es folgten Grauburgunder und Dornfelder eine knappe Woche später. Die Rieslinglese ist derzeit noch nicht ganz abgeschlossen. Insgesamt ist man mit der Ernte sowohl in der Menge als auch Qualität sehr zu frieden. Das sonnige Herbstwetter hat nicht nur den Leseverlauf entspannt, sondern auch nochmals eine Schub bei den Oechslegraden bewirkt. An der Nahe rechnet man in diesem Jahr mit einem Erntevolumen von etwa 395.000 hl.
PFALZ

In der Pfalz wurden bereits in den Frühjahrsmonaten wärmere Temperaturen als üblich gemessen, mit Tagesspitzenwerten von 25 °C etwa Anfang April. Durch den daraus resultierenden frühen Austrieb waren die Reben der normalen Entwicklung etwa 14 Tage voraus. Der Frost in der Nacht zum 4. Mai richtete hauptsächlich im nördlichen Bereich zwischen Neustadt und dem Zellertal zum Teil erhebliche Schäden an. Der Blütebeginn der Reben lag mit der 21. Kalenderwoche so früh wie 2007, dem bis dahin frühesten Termin in der Geschichte von Rheinland-Pfalz. Durch die guten Witterungsbedingungen im Juni vergrößerte sich der Vegetationsvorsprung in dieser Zeit auf bis zu 3 Wochen gegenüber dem langjährigen Mittel. Der Juli war insgesamt zu kühl und oft sehr regnerisch - kein eigentlicher Sommermonat, mit leichter Bremswirkung auf die Rebenentwicklung. Die gute Wasserversorgung war dafür optimal, um die Mostgewichte bei spätsommerlichem Wetter rasch ansteigen zu lassen. Mit Blick auf eine optimale Traubengesundheit begann bei schwülwarmer Septemberwitterung die Lese verbreitet und zügig um den 10. September. Der später einsetzende, herrliche Altweibersommer führte zu einem ruhigeren Herbstverlauf, mit hervorragenden Qualitäten über die gesamte Rebsortenpalette und einer prognostizierten Erntemenge von ca. 2,1 Mio. hl.
RHEINGAU

Mit dem langen Winter, Spätfrösten im Mai, einem außergewöhnlich trockenen Frühjahr und den starken Niederschlägen im August war 2011 ein Weinjahr der Extreme. Die Blüte hat bereits drei Wochen früher als im langjährigen Mittel begonnen und die Reifezeit der Beeren war immer noch zweieinhalb Wochen zeitiger als gewöhnlich. Der Beginn der Weinlese 2011 um den 12. September wird als der früheste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (1955) in die Annalen der Rheingauer Weingeschichte eingehen. Für das Rebenwachstum war die Jahreswitterung insgesamt sehr günstig. Der Spätfrost Anfang Mai wirkte sich im Rheingau glücklicherweise kaum aus. Die außergewöhnlich frühe Lese war durch den frühen Reifestand der Trauben und eine feucht warme Witterung bedingt. Letztlich hat sich aber der Mut bewiesen abzuwarten, denn das Bilderbuchherbstwetter erlaubte dann doch noch eine entspannte Lese. Im Rheingau wurden bei einem durchschnittlichen Hektarertrag von 84 hl/ha insgesamt etwa 258.000 hl Weinmost geerntet. Dieses Ergebnis liegt geringfügig über dem langjährigen Mittel und passt optimal in die Vermarktungssituation, die in diesem Jahr von der kleinen Vorjahresernte geprägt war. Mit den 2011er Qualitäten ist man sehr zufrieden. Beim Riesling wurden zu 75 % Prädikatswein geeignete Trauben geerntet, beim Spätburgunder waren es 50 %. Auch edelsüße Spezialitäten wie Trockenbeerenauslesen mit über 250° Oechsle wurden bereits gelesen. Die ersten Jahrgangsweine präsentieren sich mit guter Säurebalance und ausgesprochen fruchtig.
RHEINHESSEN
Ein sonniges Frühjahr sowie die zeitige Rebblüte haben erwartungsgemäß zu einer frühen 2011er Weinernte mit leicht unterdurchschnittlichen Erträgen bei guten Qualitäten geführt. Zuvor hatte es nach einem strengen Winter einen frühen Austrieb mit einer raschen Entwicklung der Reben gegeben. Dies führte über die gesamte Vegetationsperiode hindurch zu einem Entwicklungsvorsprung in den Weinbergen gegenüber dem Mehrjahresdurchschnitt des Anbaugebietes. Daran konnten auch die teils wenig sommerlichen Juli-Tage nichts ändern. Getrübt wurde die erfreulich gute Entwicklung leider von der Spätfrostnacht vom 3. auf den 4. Mai mit schlimmen Ausfällen insbesondere in tiefen Lagen der Rheinebene, im Selztal bis Ingelheim sowie der Region Bingen und den weit über das gesamte Hügelland verstreut liegenden Flächen, in denen es zu einem Kaltluftstau kam. Auch waren vereinzelte Hagelschäden zu beklagen. Die stabile Hochdruck-Wetterlage im September hat dazu beigetragen, dass die Anfang September gestartete Weinlese überaus entspannt und unaufgeregt verlaufen ist. Gleichzeitig wurde durch das qualitätsfördernde Wetter der Grundstein für Spitzenweine gelegt, vielfach konnten auch Trauben für die Erzeugung edelsüßer Spezialitäten geerntet werden. Die von den rheinhessischen Winzern eingebrachten Mengen liegen mit 2,7 Mio. hl vermutlich insgesamt leicht unter dem zehn¬jährigen Mittel. Bemerkenswert sind jedoch die großen Streuungen in den einzelnen Teilregionen Rheinhessens, die nicht zuletzt von der unterschiedlichen Betroffenheit durch die Maifröste und Hagelschäden verursacht waren. Glücklicherweise können die wegen der niedrigen Vorjahresernte flächendeckend leeren Keller jetzt wieder aufgefüllt werden, um die Nachfrage der Verbraucher ohne Unterbrechung bedienen zu können. Als kennzeichnend für den 2011er Jahrgang werden ausgesprochen fruchtige Weißweine und herrlich farbintensive Rotweine erwartet.
SAALE-UNSTRUT
Wie fast überall sorgte auch an Saale und Unstrut das milde Frühjahrswetter für einen frühen Austrieb der Reben, der Mitte April begann, zügig verlief und von den Bodenfrösten Anfang Mai auch nicht nennenswert tangiert wurde. Mit einem Vegetationsvorsprung von 2 Wochen gingen die Reben Ende Mai/Anfang Juni in die Blüte. Traubenschluss wurde bei den kompakten Sorten Mitte Juli erreicht. Sonnenbrandschäden traten keine auf. Das Jahr 2011 präsentiert sich im August wie in den Jahrgängen 2003 und 2007 als „schnelles“ Weinjahr, mit einem sehr guten Traubenansatz. Die Hauptlese startete bei Bilderbuchwetter am 10. September rund eine Woche früher als normal. Die geernteten Qualitäten liefern sowohl gute Basis- als auch gehobene Prädikatsqualitäten. Nach zwei mengenmäßig mageren Jahren sind die Winzer mit dem aktuellen Jahrgang sehr zufrieden, denn mit ihm können sie ihre knappen Bestände wieder auffüllen. Für das Anbaugebiet Saale-Unstrut wird ein Gesamterntevolumen von 48.000 hl erwartet.
SACHSEN
In den sächsischen Weinbergen trieben die Reben im sehr warmen April ca. 8 Tage früher als üblich aus. Der Spätfrost in der Nacht vom 4./5. Mai führte zu keinem bedeutenden Schaden. 50 % weniger Niederschlag im Mai sorgte jedoch stellenweise zu Problemen bei der Wasserversorgung der Reben, mit Auswirkungen auf das Wachstum, insbesondere auf den Gesteinsverwitterungsböden der Steil- und Terrassenlagen. Die Rebblüte setzte Anfang Juni und damit 14 Tage vor dem üblichen Termin ein. Entspannung hinsichtlich der Bodenwasserversorgung brachte der Juni. Auch die Juli- und Augustniederschläge steigerten die Wüchsigkeit der Anlagen und führten zu einem insgesamt sehr guten Behang, der in vielen Anlagen Ausdünnungsmaßnahmen erforderte. Mit der Müller-Thurgau Lese wurde am 3.9 begonnen, mit dem Traminer am 25.9. und mit Riesling am 8.10. Qualitativ gesehen erwarten die sächsischen Winzer einen guten und soliden Weinjahrgang 2011. Nach den letzten beiden, extrem kleinen Vorjahresernten ist man mit der diesjährigen Ertragssituation sehr zufrieden. Die erwartete Menge liegt mit 24.000 hl 33 % über dem langjährigen Durchschnitt und passt damit auch zur guten Nachfrage.
WÜRTTEMBERG
In Württemberg wurden insbesondere im nordwestlichen Teil des Anbaugebietes rund 3.000 von 11.400 Hektar Rebfläche von den heftigen Maifrösten stark geschädigt. Ansonsten war die Rebenentwicklung auch in Württemberg durch einen frühen Vegetationsstand geprägt, der bei der Blüte um den 25. Mai einen etwa dreiwöchigen Vorsprung aufwies. Dank einer guten Bodenwasserversorgung war die weitere Traubenentwicklung in den nicht geschädigten Anlagen recht üppig. Verbreitet wurden qualitätsfördernde Maßnahmen, wie das Freistellen der Traubenzone oder das Teilen der Trauben angewendet. Die Erntemenge im Anbaugebiet wird auf rund 800.000 Hektoliter geschätzt, was etwa 2/3 einer Normalernte entspricht. Die dezimierte Erntemenge ist vor allem Folge der Spätfröste, aber auch der qualitätsfördernden Kulturmaßnahmen. Zum Teil hat auch schwerer Hagelschlag zu weiteren Ernteausfällen geführt. Bereits Ende August wurden die ersten früh reifenden Traubensorten geerntet. Die später reifenden Sorten wie beispielsweise Lemberger oder Riesling wurden bei optimalem Spätsommerwetter eingebracht. Das vollreife und gesunde Erntegut lässt trinkfreudige und mineralische Württemberger Weine erwarten.
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2011 bringt sehr guten Wein
Weinfreunde erwartet ein toller Jahrgang. Die deutschen Weinerzeuger freuen sich über einen sehr guten Jahrgang 2011, der in nahezu allen Anbaugebieten in ausreichender Menge zur Verfügung stehen wird. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) in Mainz bekannt gab, wird nach den neuesten Schätzungen eine Gesamterntemenge von rund neun Millionen Hektolitern erwartet.Der Ertrag bewegt sich damit bundesweit gesehen auf dem Durchschnittsniveau der letzten zehn Jahre und 30 Prozent über dem des außergewöhnlich geringen Vorjahresertrages von 7,1 Mio. Hektolitern. Lediglich in Franken und Württemberg, wo die Maifröste starke Schäden hervorgerufen haben, fällt die diesjährige Weinernte ähnlich gering wie 2010 aus.
Nach Ansicht von DWI-Geschäftsführerin Monika Reule passt der Jahrgang insgesamt gesehen sehr gut in das aktuelle Marktgeschehen: „Nach der sehr kleinen 2010er Weinernte waren die Keller gut geräumt und die Nachfrage konnte nicht in allen Fällen in vollem Umfang befriedigt werden. Wir zuversichtlich, mit dem 2011er Jahrgang auch aufgrund des sehr guten Verhältnisses von Preis und Weinqualitäten die im vergangenen Jahr verlorenen Marktanteile wieder zurück zu gewinnen.“
Dafür sprächen auch die aktuellen europaweiten Ernteschätzungen, nach denen mit etwa 164 Millionen Hektolitern eine leicht unterdurchschnittliche Weinmosternte zu erwarten sei. Sie läge damit auf dem Vorjahresniveau und um fünf Prozent unter dem fünfjährigen Mittel. Insbesondere Deutschlands wichtigstes Weinimportland Italien erwarte ein Ernteminus von 15 Prozent, was zur Entspannung auf dem heimischen Markt beitrüge, so Reule.
„Aufgrund der bundesweit gesehen guten Erntemenge und Angebotssituation rechnet die Branche für den Weinjahrgang 2011 mit weitgehend stabilen Weinpreisen,“ erklärte der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber.
„Qualitativ gesehen, lässt der Jahrgang 2011 keine Wünsche offen“, freut sich Weber. „Dank des Bilderbuchherbstes erreichte ein großer Teil der Ernte das Prädikatsweinniveau. Die Weinfreunde bekommen beim 2011er viel Wein fürs Geld und können bei allen Qualitätsstufen aus dem Vollen schöpfen“, so der Weinbaupräsident.
Geschmacklich präsentieren sich die jungen Weißweine bereits ausgesprochen fruchtig, harmonisch und gut ausbalanciert. Ihr Aroma ist von der vollen Reife des Jahrgangs geprägt. Bei den Rotweinen können sich die Verbraucher auf farbintensive und dichte Tropfen freuen. Der herrliche Spätsommer hat zudem außergewöhnlich gute edelsüße Spezialitäten hervorgebracht. Zahlreiche Betriebe hoffen auch noch auf eine Eisweinlese.
„Dieser tolle Jahrgang 2011 wird nicht nur hierzulande sondern auf unseren Auslandsmärkten für große Aufmerksamkeit sorgen“, ist sich DWI-Chefin Monika Reule sicher.
DLG Bundesweinprämierung mit Medailleninflation
Das Anbaugebiet Baden, gefolgt von Württemberg, Pfalz und Rheinhessen erhielten die meisten Auszeichnungen in der Kategorie Goldener DLG-Preis Extra.
Gemessen an der Gesamtzahl der vergebenen Auszeichnungen rangiert die Pfalz mit 1.044 Medaillen vor Baden mit 731, Württemberg mit 695 und Rheinhessen mit 584 Medaillen.
Wenn an über 80 % der Weine Auszeichnungen verteilt werden, stellt man sich die Frage, wie die Standards sind. Bei solch einer Inflation wundert man sich nicht, daß immer wenige Betriebe teilnehmen. So ist eine Auszeichung relativ wertlos.
Anti-Pilzmittel Natamycin versteckt sich im Käse - Saint Albray ignoriert Verzehrwarnungen und wirbt mit "essbarer Rinde" - foodwatch fordert Verbot
Natamycin wird in der Medizin zur Behandlung von Pilzinfektionen des Darms, des Mundraumes und der Augen eingesetzt. In der Lebensmittelproduktion findet das Anti-Pilzmittel als Konservierungsmittel Verwendung. Vom Verzehr raten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das ebenfalls staatliche Max-Rubner-Institut (MRI) ausdrücklich ab, weil sich dadurch Resistenzen bilden können. Die Bundesregierung hat die Substanz daher in die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie aufgenommen. Während der Einsatz von Natamycin zum Beispiel in Wein verboten ist, darf es zur Behandlung von Käserinde eingesetzt werden - das BfR empfiehlt hier ausdrücklich, die Rinde bis zu fünf Millimeter Tiefe abzuschneiden. An Käsetheken jedoch muss der Zusatzstoff nicht einmal gekennzeichnet werden. Die Verbraucher erfahren also oft gar nicht, ob Natamycin eingesetzt wurde und sie die Rinde abschneiden sollten.
Der Käse-Multi Bongrain (Géramont, Fol Epi, Bresso) nutzt die Unwissenheit der Verbraucher auf besonders perfide Weise aus: Seinen "Saint Albray Klosterkäse" vermarktet der französische Konzern mit einem großen Werbe-Hinweis auf die "essbare Rinde" - obwohl diese Natamycin enthält und daher nicht verzehrt werden sollte. foodwatch-Campaigner Oliver Huizinga: "Beim Saint Albray-Hersteller Bongrain geht Profit offenbar vor Gesundheit. Er setzt Natamycin nicht nur entgegen aller Verzehrwarnungen ein. Er verzichtet nicht nur darauf, seinen Kunden ein Abschneiden der Rinde zu empfehlen. Er erdreistet sich auch noch, die Rinde samt Anti-Pilzmittel als etwas Besonderes auszuloben - ein solches Marketing ist unverantwortlich."
foodwatch startete auf www.abgespeist.de eine E-Mail-Aktion, mit der Verbraucher von Bongrain einen Verzicht auf Natamycin verlangen können. Außerdem forderte die Verbraucherorganisation Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) auf, ein Verbot des Zusatzstoffes durchzusetzen: "Bongrain beweist, dass man den Gesundheitsschutz nicht den Lebensmittelkonzernen überlassen darf. Die staatlichen Wissenschaftler sind sich einig und warnen vor dem Verzehr - wenn Frau Aigner das ernst nimmt, muss ihre Antwort lauten: Ein Verbot von Natamycin für alle Lebensmittel", so foodwatch-Campaigner Oliver Huizinga.
Natamycin wird in der industriellen Käseherstellung zur Konservierung eingesetzt. Die Substanz ist verzichtbar, spart jedoch Herstellungskosten: Beim Einsatz von E 235 ist weniger Personal erforderlich, das die Käselaibe während der Reifung wendet und pflegt, um sie vor Schimmel zu bewahren.
Hier zeigt sich wieder mal, daß die Hersteller im Rahmen Ihrer gesetzlichen Möglichkeiten machen was sie wollen. Und der Gesetzgeber könnte es ändern ….
Kundenprotest wirkt: Nur einen Tag, nachdem die Verbraucherorganisation foodwatch den Einsatz des Anti-Pilzmittels Natamycin beim Saint Albray Klosterkäse kritisiert hatte, kündigte Hersteller Bongrain eine Änderung seiner Werbeaussagen an. Binnen eines Tages hatten sich mehr als 7.000 Verbraucher per E-Mail über die foodwatch-Seite www.abgespeist.de bei dem Unternehmen beschwert. Bongrain behandelt die Rinde des Klosterkäses mit Anti-Pilzmittel Natamycin und lobt diese entgegen aller Verzehrwarnungen mit einem großen Werbehinweis auf der Verpackung auch noch als "essbar" aus. Künftig solle nicht mehr mit der "essbaren Rinde" geworben werden, teilte der französische Konzern heute in einer Presseerklärung mit.
"Der Saint-Albray-Hersteller hat offenbar erkannt, dass er mit einer so schamlosen Verbrauchertäuschung nicht durchkommt", sagte foodwatch-Campaigner Oliver Huizinga. "Allerdings macht Bongrain nur so viel, wie unvermeidbar ist: Ein verantwortungsvolles Unternehmen würde vollständig auf den Einsatz von Natamycin verzichten." Diese Forderung haben auch die mehr als 7.000 Unterzeichner der E-Mail-Aktion auf www.abgespeist.de unterstützt. foodwatch-Campaigner Oliver Huizinga: "Bongrain darf es nicht nur bei Verpackungskosmetik belassen."
Beim Saint Albray Klosterkäse setzt Bongrain Natamycin (E 235) als Konservierungsstoff ein. Die antibiotisch wirkende Substanz ist verzichtbar, spart jedoch Herstellungskosten, weil weniger Personal erforderlich ist, um die Käselaibe zu pflegen und zu wenden. Da Natamycin jedoch auch in der Medizin zur Behandlung von Pilzinfektionen eingesetzt wird, warnen das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das ebenfalls staatliche Max-Rubner-Institut (MRI) ausdrücklich von einem Verzehr, weil sich dadurch Resistenzen bilden können. Das BfR empfiehlt ausdrücklich, die Rinde bis zu fünf Millimeter Tiefe abzuschneiden. Käse-Multi Bongrain (Géramont, Fol Epi, Bresso) gibt diesen Hinweis an seine Kunden nicht weiter, warb im Gegenteil bisher sogar noch mit der "essbaren Rinde", als handele es sich um ein besonderes Qualitätsmerkmal. Wegen der potenziellen Gesundheitsrisiken fordert foodwatch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner auf, ein Verbot von Natamycin als Zusatzstoff durchzusetzen.
Eine Krone für Rheinhessen
Annika Strebel aus Rheinhessen ist die neue Weinkönigin. © Foto www.deutscheweine.deDie 23 Jahre alte Weinbausudentin aus dem kleinen Ort Wintersheim in Rheinhessen ist die 63. Deutsche Weinkönigin und die achte aus Rheinhessen. Unterstützt wird sie von zwei Weinprinzessinnen. Sechs junge Damen hatten sich im Saalbau von Neustadt an der Weinstraße den kritischen Augen der 80-köpfigen Jury aus Politik, Medien und Weinwirtschaft gestellt. Lesen Sie mehr ...
Reisen im Internet
Am häufigsten nutzten Personen zwischen 25 und 44 Jahren diese Buchungsmöglichkeit: 35 % von ihnen reservierten ihre Unterkünfte per Internet. Die Altersgruppe der 65- Jährigen und Älteren nutzte das Internet für diese Zwecke mit 8 % am wenigsten. Bei den 45- bis 64-Jährigen lag dieser Anteil bei 23 % und bei den 16- bis 24-Jährigen bei 15 %.
Basis dieser Angaben ist die Erhebung über die private Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien, bei der Personen ab dem Alter von zehn Jahren befragt werden.
Sterneküche für Eilige
Die Sterneküche für Eilige. Wie das geht zeigt das neue Buch der Stiftung Warentest „Sehr schnell kochen“. Keines der Gerichte dauert länger als 30 Minuten. Unterteilt nach 10, 15, 20 und 30 Minuten zeigen die Autoren, wie sie ganz einfach und schnell raffinierte Lammlachse an Erbsenpüree in nur 10 Minuten auf den Tisch gezaubert oder Heilbutt auf Currylinsen in gerade mal 20 Minuten zubereitet, selbstverständlich mit frischen Zutaten. Das rote Paprikasüppchen mit Chardonnay und Frischkäse, Sesamhuhn mit Kichererbsenpüree oder Birnenstrudel mit Minze kaden zum nachmachen ein. Die Rezepte und Zutaten sind gut strukturiert und verständlich formuliert, Ungeübte sollten die angegebene Zeit und 5-10 Minuten verlängern. Selber kochen macht Spaß, ist wesentlich gesünder und außerdem günstiger als Fertigprodukte aus dem Supermarkt oder Delikatessengeschäft. Das ist nichts Neues, aber wer nimmt sich schon die Zeit oder hat die Zeit im Alltagsstress lange in der Küche zu stehen? Auch die Autoren des Kochbuchs wollen keine Zeit verlieren und deshalb haben sie 120 schnelle Rezepte von klassisch über italienisch bis asiatisch zusammengestellt. Und als Krönung gibt es komplette drei Gänge Menüs in 45 Minuten.
Abgerundet wird das Kochbuch mit vielen Tipps: Welche Lebensmittel sollte man immer im Haus haben? Auch die Frage, welche Fertigprodukte erleichtern uns das Leben und sind trotzdem gesund und lecker? Und mit welchen Kochtechniken spare ich wirklich Zeit?
Das Kochbuch für anspruchsvolle, schnelle Küche macht Lust aufs Nachkochen, alleine oder mit Freunden. Probieren Sie es aus, angesichts des Preises einen Versuch wert. „Sehr schnell kochen“ ist ab sofort erhältlich und kann oben und hier www.test.de/shop bestellt werden.
"Sehr schnell kochen"
Lena Elster und Thomas Askan Vierich
Stiftung Warentest
1. Auflage 2011
20x23 cm Hardcover, abwischbar
204 Seiten, zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-86851-030-0
€ 19,90
Traubenklau in der Pfalz und Grandiose Versteigerungspreise
Übrigens, der 1999 Scharzhofberger Riesling Trockenbeerenauslese vom Weingut Egon Müller - Scharzhof schoß den Vogel ab wie so oft in der Vergangenheit. Die 0,75 l Flasche Wein wurde für 6.433,14 € versteigert, die halbe Flasche für 2.913,12 €. Dagegen war der 2010 Graacher Himmelreich Riesling Auslese lange Goldkapsel vom Weingut Joh. Jos. Prüm fast ein Sonderangebot. Die Magnumflasche (1,5 l) wurde für 910,35 € versteigert. Sämtliche Steigergebnisse finden Sie online unter www.vdp.de.
Deutschland Reiseland
Die meisten Gäste kamen aus den Niederlanden, auf sie entfielen 2,3 Millionen aller Gästeankünfte von Januar bis Juli 2011. Das entsprach einem Zuwachs von 2,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Ankünfte von Gästen aus der Schweiz stiegen um 13,1 % auf 1,3 Millionen. Damit lag die Schweiz in den ersten sieben Monaten 2011 auf Rang zwei der Liste der 20 Herkunftsländer mit den meisten Gästeankünften, knapp vor den Vereinigten Staaten (1,2 Millionen Ankünfte, + 1,3 %). Auf den weiteren Plätzen Vereinigtes Königreich, Österreich, Frankreich, Italien, Dänemark, Belgien und Schweden.
Den stärksten Anstieg unter den 20 Herkunftsländern mit den meisten Gästeankünften verzeichnete China mit einem Anstieg von 31,1 % auf 341 000 Gäste. Einen Rückgang bei den Ankünften gab es unter den 20 Herkunftsländern mit den meisten Gästeankünften nur bei den Gästen aus Schweden mit einem Minus von 0,8 % auf 496 000.
Von Januar bis Juli 2011 kam jeder fünfte Gast aus dem Ausland (19,3 % aller Gästeankünfte). Nach Bundesländern betrachtet war dabei der Anteil ausländischer Übernachtungsgäste, wie auch schon in der Vergangenheit, in Berlin am höchsten (36,5 %) und in Mecklenburg-Vorpommern am niedrigsten (4,4 %). Den stärksten Zuwachs ausländischer Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte das Saarland mit 21,3 % verbuchen.
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Wo kommen die tierischen Lebensmittel her
Teure Fertiglebensmittel im Test
Lebensmittel wegwerfen, welche Verschwendung. Die Fakten!
Bewusster einkaufen, weniger wegwerfen: Verbraucherministerin Ilse Aigner und Sternekoch Christian Rach werben für eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln
Mehr als 200.000 unterschiedliche Lebensmittel stehen in deutschen Regalen, mehrere 10.000 Produkte kommen Jahr für Jahr neu auf den Markt: Die Vielfalt der Lebensmittel ist verführerisch – und verleitet Verbraucher oft dazu, mehr einzukaufen als im Haushalt tatsächlich benötigt wird. Dies führt dazu, dass immer mehr Lebensmittel weggeworfen werden – viele noch originalverpackt und ungeöffnet. Nach Schätzungen landen allein in Deutschland jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Nahrungsmittel auf dem Müll. Der Großteil kommt aus Privathaushalten, so eine Studie der EU. „Wir leben in einer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft. Der Berg weggeworfener Lebensmittel in Europa wird immer größer – und damit auch die Belastung für Umwelt und Klima und natürlich auch den privaten Geldbeutel. Wir können uns das Wegwerfen nicht länger leisten. Angesichts des Hungers auf der Welt, angesichts der weltweit steigenden Preise für Nahrungsmittel und angesichts der Auswirkungen auf die Umwelt müssen wir umdenken“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner.
An der Seite von Sternekoch und Restaurantkritiker Christian Rach warb Aigner am Dienstag in dessen Hamburger Restaurant „Tafelhaus“ für eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln. „Jeder einzelne Verbraucher kann einen Beitrag dazu leisten, die Verschwendung von Ressourcen zu stoppen. Lebensmittel sind mehr wert, als auf dem Preisschild steht. Wir sollten bewusster leben, bewusster genießen, uns bewusster ernähren und auch bewusster einkaufen“, so Rach und Aigner. Beide sprachen sich dafür aus, intensiver als bisher schon in Kindergärten und Schulen die Wertschätzung für Lebensmitteln und die Bedeutung gesunder Ernährung zu vermitteln. „Ich betrachte es als wichtige Aufgabe für unser Bildungswesen, Ernährung und Bewegung stärker in den Fokus zu rücken. Kinder und Jugendliche können gar nicht früh genug lernen, wie wertvoll Lebensmittel sind und was gutes, gesundes Essen bedeutet“, sagte Rach.
Für Verbraucher haben das Bundesministerium, der AID-Ernährungsdienst und die Verbraucherzentralen ein umfangreiches Informationsangebot erstellt. Im Internet gibt es wertvolle Informationen etwa über die Bedeutung von Haltbarkeitsdaten, Tipps zu Einkaufsplanung und Lagerung sowie zahlreiche Rezepte für eine abwechslungsreiche „Resteküche“. Über bewusstes Einkaufen und den verantwortlichen Umgang mit Lebensmitteln informiert die Servicekarte des Verbraucherschutzministeriums, kostenlos abrufbar im Internet unter www.bmelv.de/servicekarte-lebensmittelabfall
Einmal pro Woche in den Supermarkt: Umfrage über das Einkaufsverhalten der deutschen Verbraucher
Einblicke in die Einkaufsgewohnheiten deutscher Verbraucherinnen und Verbraucher gibt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums. Darin geben 57 Prozent der Verbraucher an, mehrmals pro Woche einzukaufen. 32 Prozent kaufen einmal pro Woche ein, zwei Prozent alle zwei Wochen und ein Prozent nur einmal im Monat. Sechs Prozent haben die Möglichkeit und den Bedarf, sich täglich mit Lebensmitteln zu versorgen. Während elf Prozent der Hausfrauen jeden Tag Lebensmittel einkaufen, tun dies gerade einmal fünf Prozent der Arbeitnehmer.
Der bevorzugte Ort des Einkaufs von Lebensmitteln bleibt mit großem Abstand der Supermarkt: 82 Prozent der Bundesbürger kaufen häufig, 17 Prozent mindestens „hin und wieder“ dort ein. Auf Wochenmärkten kaufen 15 Prozent häufig, 53 Prozent hin und wieder, 31 Prozent aber nie ihre Lebensmittel ein. Im Bioladen kaufen zwölf Prozent häufig, 40 Prozent hin und wieder und 48 Prozent nie Lebensmittel ein. Direkt auf dem Bauernhof kaufen nur acht Prozent der Verbraucher häufig und 38 Prozent hin und wieder ihre Lebensmittel ein. 57 Prozent nutzen laut Umfrage nie diese Möglichkeit (Datenbasis 1001 Bundesbürger ab 14 Jahre, Erhebungszeitraum 4.-7.1.2011)
Hintergrund der Umfrage: Das Bundesverbraucherministerium lässt derzeit eine umfassende Untersuchung erstellen, die erstmals konkrete und belastbare Zahlen über die Art und Menge der Nahrungsmittel liefern soll, die in Deutschland Jahr für Jahr auf dem Müll landen. Auch die Gründe für die europaweit steigenden Wegwerfraten sollen aufgedeckt werden. Bis Ende 2011 sollen erste Ergebnisse vorliegen. Ziel der Bundesregierung ist es, weitere Vorschläge zur Abfall-Verringerung zu erarbeiten. Durch bewussteres Einkaufen und kreatives Kochen ließe sich die Abfallquote spürbar senken. Auch im Geldbeutel macht sich ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln bemerkbar: Experten gehen davon aus, dass in deutschen Haushalten pro Jahr und Person Lebensmittel im Wert von rund 330 Euro auf dem Müll landen.
Wie das Bundesverbraucherministerium bereits in ersten, im Frühjahr 2011 veröffentlichten Befragungen hatte ermitteln lassen, geben rund 84 Prozent der befragten Verbraucher an, sie werfen Lebensmittel weg, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen oder die Ware verdorben sei. 19 Prozent nennen zu große Packungen als Hauptgrund. 16 Prozent der Bürger werfen Lebensmittel weg, weil sie ihnen „nicht schmecken“. Und rund ein Viertel gab an, zu viel gekauft zu haben. In der Erhebung sagten 58 Prozent, dass in ihrem Haushalt regelmäßig Lebensmittel weggeworfen würden. 69 Prozent der Bürger sagen, sie haben beim Wegwerfen von Lebensmitteln ein schlechtes Gewissen.
In Europa landen jedes Jahr fast 90 Mio. t Lebensmittel auf dem Müll. Das teilte die EU-Kommission jetzt offiziell in Brüssel mit. Demnach wirft rein rechnerisch jeder EU-Bürger pro Jahr 179 kg Obst, Gemüse, Fleisch und andere Nahrungsmittel ungegessen in die Tonne. Zum Tag der Lebensmittelsicherheit am heutigen Donnerstag macht die Kommission auf das Problem aufmerksam.
„Dieser Umstand ist ein frappierendes Beispiel für die ineffiziente Nutzung von Ressourcen“, sagte EU-Kommissar John Dalli am Mittwoch in Brüssel. Einer von der EU finanzierten Untersuchung zufolge gehen 42 % aller weggeworfenen Lebensmittel auf das Konto der privaten Haushalte. 39 % landen bei den Herstellern im Müll, 14 % in der Gastronomie und 5 % bei den Einzelhändlern. In der Studie nicht berücksichtigt sind Abfälle aus Landwirtschaft und Fischerei.
Schuld an der Verschwendung seien unter anderem Überproduktion, falsche Lagerung oder aber die schlechte Einkaufsplanung der Verbraucher. Auch kämen zum Beispiel viele Tomaten oder Kartoffeln gar nicht erst in den Handel, da ihre Form oder Farbe nicht den Ansprüchen der Händler genügen.
Die Kommission will der Verschwendung von Lebensmitteln erklärtermaßen den Kampf ansagen. Und setzt dabei nicht nur auf einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, sondern ebenso darauf, Wurst, Käse und sonstiges effizienter zu verpacken.
Sonst bestehe die Gefahr, dass die Menge weggeworfener Lebensmittel bis zum Ende des Jahrzehnts auf über 120 Mio. t steigt.
Nicht zuletzt verdankt das Thema Lebensmittelverschwendung seine aktuelle Medienbeachtung dem jüngst angelaufenen Dokumentarfilm 'Taste the Waste' des deutschen Regisseurs Valentin Thurn. Sein Film will aufrütteln und zu einem sorgsamerem Umgang mit Lebensmitteln motivieren – schließlich landet weltweit ein Drittel aller Lebensmittel im Müll. Ökologisch wie ethisch gelinde gesagt ein Missstand – schließlich würde allein die Nahrung, die in Europa weggeworfen wird, theoretisch ausreichen, um die Millionen Hungernden auf der Welt, viele von ihnen akut vom Tod bedroht, zu sättigen.
Gute Kompaktinfo des "aid" zum Download.
Bio-Döner oder
Woche des bürgerschaftlichen Engagements
In der Woche des bürgerschaftlichen Engagements vom 16. bis 25. September bieten die im Deutschen Wanderverband (DWV) organisierten Vereine allen interessierten Menschen 118 Veranstaltungen an. Das Angebot reicht von Wanderungen speziell für Kinder über Museumsbesuche bis hin zu Nordic Walking Touren. Einen Überblick sämtlicher Veranstaltungen gibt es unter www.engagement-macht-stark.de. Die große Beteiligung zeigt einmal mehr, wie engagiert die im DWV organisierten ehrenamtlich Tätigen sind. Dies belegt auch eine vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) geförderte Studie aus dem Jahr 2010. Danach leisten die im DWV organisierten Menschen jährlich ehrenamtlich 2,3 Millionen Arbeitsstunden. Sie führen etwa als kompetente Wanderführerinnen oder Wanderführer Besucher durch die Natur, kümmern sich um den Naturschutz oder pflegen und kennzeichnen Wege in ganz Deutschland. Damit sind die Ehrenamtlichen unverzichtbar für den seit Jahren boomenden Wandertourismus. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß: „Die unter unserem Dach zusammengeschlossenen Vereine kümmern sich ehrenamtlich um rund 200.000 Kilometer Wanderwege in Deutschland. Ohne Ehrenamt würde es keinen Wandertourismus geben.“
Insgesamt gibt es in Deutschland rund 300.000 Kilometer Wanderwege, d.h. rund Zweidrittel des gesamten Wegenetzes werden von den im DWV organisierten Ehrenamtlichen betreut. In der öffentlichen Wahrnehmung hat die Leistung der Ehrenamtlichen für den Wandertourismus allerdings noch keinen entsprechenden Wiederhall gefunden. Laut oben genannter Untersuchung glauben knapp 55 Prozent der für die Studie befragten Wanderer, dass die Wegearbeit von Gemeinden und Landkreisen geleistet wird. Lediglich 26 Prozent nannten die Wandervereine als diejenigen, die sich um das Wegenetz kümmern.
Die Woche des bürgerschaftlichen Engagements wird seit sieben Jahren vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) veranstaltet. Durch die Aktionswoche wird die Arbeit von mehr als 23 Millionen freiwillig Engagierten gewürdigt. Das gemeinsame Motto aller Initiativen, Vereine, Verbände, staatlicher Institutionen und Unternehmen, die sich an der bundesweiten Woche aktiv beteiligen lautet „Engagement macht stark!“.
Eine Entdeckungsreise durch die Kochbücher aller 16 Bundesländer „Speisekarte Deutschland“
Mitmachen können alle Internet-Nutzer ab sofort über die Webseite www.speisekarte-d.de. Für jedes Bundesland steht dort eine Auswahl an Gerichten zur Verfügung, aus der die Bürger ihre Favoriten wählen können. Aus jedem Bundesland geht auf diese Weise jeweils ein Sieger hervor. Diese 16 regionalen Gerichte werden zunächst in den dritten Programmen der ARD zubereitet („Mein Nachmittag“, NDR; „Daheim und unterwegs“, WDR; „Hier ab vier“, MDR; „Wir in Bayern“, BR; „ZIBB“, RBB; „Kaffee oder Tee“, SWR und „Service Trends“, HR).
Das große Finale beginnt am 14. November um 12.15 Uhr im „ARD-Buffet“ im Ersten. Bis zum 7. Dezember bereiten die „ARD-Buffet“-Spitzenköche die Siegergerichte aus den einzelnen Bundesländern zu. Gleichzeitig können die Zuschauer online abstimmen. Der Sieger wird am 8. Dezember 2011 ab 12.15 Uhr mit Bundesministerin Ilse Aigner im „ARD-Buffet“ im Ersten ermittelt.
Hotel-Portale, die Bewertungen und fragwürdige Studie
TripAdvisor ist die größte Reise-Website weltweit, ein Portal für Reisebewertungen und Reservierungen. JEDER kann einen Kommentar hinterlassen, muß nicht unbedingt im Hotel gewesen sein. So stellte ein britischer User in den vergangenen sieben Jahren mehr als 32 Tsd. Bewertungen online, das wären mehr als zwölf Einträge pro Tag! Ähnlich unlogisch erscheint es den Verbraucherschützern, wenn zwei amerikanische Nutzer die Tripadvisor-Gemeinde mit knapp 22 Einträgen pro Tag beschickt haben, die Rede ist von 56 Tsd. Texten insgesamt. Zu einem ähnlich legendären Ruf brachte es ein niederländischer Surfer mit 23 Tsd. Forenbeiträgen seit dem Jahr 2005. Als Beispiel dafür, wie einfach es ist, ein Hotelportal zu manipulieren, nennt Kwikchex ein Hotel in Rom, das es zwei Monate nach seiner Eröffnung bereits an die Spitze einer Liste von 1250 beliebten Hotels geschafft hatte - auf der Basis von gerade 30 Bewertungen. Und von denen waren 24 anonyme Absender, die nur ein einziges Mal eine Bewertung eingesandt hatten. Lesen Sie mehr …
Dagegen halten Internetnutzer Hotelbewertungen im Netz für glaubwürdig. Das soll jetzt eine Studie der privaten Internationalen Hochschule Bad Honnef Bonn (IUBH) belegen. Die private Hochschule bietet international ausgerichtete und praxisorientiert Studiengänge im Bereich des Dienstleistungsmanagement an. Unter anderem Hotelmanagement und Tourismusmanagement. Bezeichnend ist, daß heute unter News der Hinweis steht: "Kooperation zwischen IUBH und VIR trägt Früchte" auf die Studie hingewiesen wird. Der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) ist der Auftraggeber für die Studie.
Unter den mehr als 1000 befragten Internetnutzern gaben 95 Prozent an, dass sie den Bewertungen Glauben schenken. Bei rund 75 Prozent entsprach das Hotel während der Reise der Beschreibung im Internet, 14 Prozent der Befragten fand die Hotelunterkunft sogar besser als ursprünglich im Bewertungsportal beschrieben. Rund 65 Prozent der Befragten gab an, Bewertungsportale als Entscheidungshilfe vor der Buchung einer Reise zu nutzen. Faktoren wie Gütesiegel und die Anzahl an Bewertungen steigern zudem die Glaubwürdigkeit von Internetportalen. Die Studie der IUBH untersuchte im Befragungszeitraum Mai 2011 die Bedeutung und Glaubwürdigkeit von Bewertungen auf Internetportalen und legte dabei den Schwerpunkt auf Hotelunterkünfte. Der Auftraggeber ist zufrieden. „Erstmals wurde von wissenschaftlicher Seite erfasst und analysiert, wie der Kunde selbst Hotelbewertungen einschätzt, und ob sie überhaupt funktionieren“, hebt VIR-Vorstand Michael Buller die Bedeutung der Studie hervor. „Eine derart umfassende Analyse von Kundenseite hat es in der Touristik bislang nicht gegeben, und die Ergebnisse ergeben ein klares Bild zur hohen Zuverlässigkeit von Hotelbewertungen im Internet beim Verbraucher.“ Als Fazit der VIR-Vorstand Michael Buller weiter: „Zugleich widerlegt die Studie die Diskussion der vergangenen Monate über die Glaubwürdigkeit von Bewertungen. Diese Diskussion wurde sehr spekulativ und nicht aus Sicht des Verbrauchers geführt.“
"Honi soit qui mal y pense" aus dem altfranzösisch übersetzt: "Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt".
Traumschiff ausgezeichnet
Der in diesem Herbst erstmals erscheinende KOEHLERS GUIDE KREUZFAHRT 2012 zeichnet das „Traumschiff“ DEUTSCHLAND mit der höchsten Bewertung „5 Sterne Elite“ aus. Das einzige Kreuzfahrtschiff unter deutscher Flagge stellt damit erneut seine hervorragende Leistungsqualität unter Beweis. Die DEUTSCHLAND ist im Rahmen der Markteinführung des neuen Kreuzfahrtbuches das erste Schiff, das die Auszeichnung überreicht bekommt. Die Plakette „5 Sterne Elite“ wurde während der Dreharbeiten für die Jubiläumsfolge „30 Jahre Traumschiff“ an Bord übergeben. Mit dabei Traumschiff-Star Hannelore Elsner, die während der Reise aus ihren Memoiren las und zu den Gratulanten zählte."Mit der DEUTSCHLAND hat Firmengründer Peter Deilmann 1998 etwas Einzigartiges unter den Boutique-Schiffen etabliert“, begründet Oliver P. Mueller, Herausgeber des ca. 300 Seiten starken Buches, die Klassifizierung. „Die ungewöhnliche Bauweise und seine persönliche Interpretation der klassischen Kreuzfahrt entführen die Gäste noch heute in eine längst verloren geglaubte Zeit“, so Mueller weiter. „An Bord der DEUTSCHLAND genießt der Passagier die Langsamkeit einer Seereise. Die Gäste erwarten persönlicher Service, Herzlichkeit und ein gastronomisches Angebot auf höchstem Niveau. Dank der Größe kann das schwimmende Grand Hotel auch abseits heutiger Rennstrecken anspruchsvolle Routen bedienen. Die DEUTSCHLAND hält schlicht, was das Traumschiff verspricht."
KOEHLERS GUIDE KREUZFAHRT 2012 erscheint erstmals dieses Jahr im November unter dem Titel „Kreuzfahrtträume - Schiffe, Häfen, Reisen, Termine, Reportagen, Trends“ und soll dann in jährlichem Intervall für die jeweils neue Kreuzfahrt-Saison erscheinen. Damit ist die neue Reihe „Koehlers Guide“ eröffnet. Das kompakte Jahrbuch bietet einen Ausblick auf die Trends der kommenden Saison: Wo liegen die schönsten Destinationen? Welche neuen Schiffe gibt es? Der umfangreiche Serviceteil beantwortet diese und andere Fragen und bietet Tipps und Tricks rund um das Thema Kreuzfahrt. Namhafte Verlags-Autoren, wie Ingo Thiel, Eigel Wiese und Oliver P. Mueller, entführen die Leser in die Welt der Seereise. Eine komplette Übersicht der deutschen Kreuzfahrthäfen mit den besten Plätzen für das »Shipspotting« ist für alle Sehleute ein unentbehrlicher Ratgeber. Eine aufregende Reise auf die sieben Weltmeere und die großen Flüsse der Erde, ergänzt durch hilfreiche Tipps rund um die Kreuzfahrt. Das neue Standardwerk bietet einen umfassenden Überblick und ist für Fans und Neueinsteiger der perfekte Begleiter. Wir berichten im November darüber.Lesen Sie mehr ...
Bio-Siegel feiert 10-jähriges Jubiläum
„Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin“ - mit dieser klaren Botschaft ging das Bio-Siegel 2001 in Deutschland an den Start. Heute, zehn Jahre später, gibt es im Handel über 62.000 Produkte, die mit dem Label gekennzeichnet sind. Eine Erfolgsgeschichte für Verbraucher und Landwirte. Mehr als 3.900 Unternehmen vor allem aus dem Bereich Handel und Verarbeitung haben den Sektor für sich erschlossen und verwenden das Siegel. „Bio“ ist zu einem wichtigen Standbein der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft geworden. „Die Erfolgsgeschichte des Bio-Siegels zeigt, wie Klarheit und Transparenz bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln zum Erfolg für einen ganzen Wirtschaftszweig geworden sind“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Montag in Berlin. Kürzlich wurde der Markenschutz für das Bio-Siegel auf Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums um weitere zehn Jahre verlängert. Aigner: „Ich bin mir sicher, dass dieses Siegel seinen Erfolgskurs fortsetzen wird.“ Mehr lesen ...
Weinlese in Franken, der Jahrgang 2011 hat Potenzial zu einem hervorragenden Jahrgang
Bundesverbraucherministerium entwickelt Strategien gegen die Verschwendung von Nahrungsmitteln und Ressourcen
Eine Forsa-Umfrage des Bundesverbraucherministeriums hat bereits Erkenntnisse über das Wegwerfverhalten deutscher Konsumenten gebracht: Rund 84 Prozent der Deutschen werfen Lebensmittel weg, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen oder die Ware verdorben ist. 19 Prozent nennen zu große Packungen als Hauptgrund. 16 Prozent der Bürger werfen Lebensmittel weg, weil sie ihnen nicht schmecken. Und rund ein Viertel gibt an, zu viel gekauft zu haben. In der Umfrage geben 58 Prozent an, dass in ihrem Haushalt regelmäßig Lebensmittel weggeworfen werden. 69 Prozent der Bürger haben beim Wegwerfen von Lebensmitteln ein schlechtes Gewissen (die vollständige Umfrage finden Sie im Internet unter www.bmelv.de).
Das Bundesverbraucherministerium lässt eine umfassende Untersuchung erstellen, die erstmals konkrete und belastbare Zahlen über die Art und Menge der Nahrungsmittel liefern soll, die in Deutschland Jahr für Jahr auf dem Müll landen. Auch die Gründe für die europaweit steigenden Wegwerfraten sollen aufgedeckt werden. Bis Ende des Jahres liegen voraussichtlich erste Ergebnisse vor. Auf dieser Basis werden weitere Vorschläge zur Abfall-Verringerung erarbeitet. „Es gibt noch Optimierungsbedarf, wenn ich sehe, wie viel auch im Handel weggeworfen wird“, sagte Kloos. Auch die Nutzung von Reststoffen könne sinnvoll ausgeweitet werden, beispielsweise bei der Erzeugung von Bioenergie.
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Wieviel Freizeit haben die Deutschen?
Steuersenkung für Imbiss und Fastfood
Mietwagenvergleich mit erstaunlichen Ergebnissen
Zwei Drittel der Verbraucher buchen den Mietwagen im Internet, ein Drittel beim Anbieter direkt. Doch Sixt, Avis, Europcar und Hertz erwiesen sich als teure Anbieter. Fast 370 Euro Ersparnis für die Miete eines Wagens der Kompaktklasse für eine Woche ermittelte die Zeitschrift test bei einem Preisvergleich von Mietwagen. Am meisten lässt sich demnach sparen, wenn man über ein Vermittlungsportal im Internet bucht. Eine Woche Mietwagen in Dubrovnik kosten z. B. bei Europcar 639 Euro, bei billiger-mietwagen.de oder mietwagencheck.de hingegen nur 271 Euro. Eine Woche Rom bei Hertz 501 Euro, bei den Internet-Vermittlern nur 239 Euro. Und ein Auto in Berlin kostet bei Sixt 122 Euro pro Tag, bei billiger-mietwagen.de hingegen nur 67 Euro. Das Rennen um die besten Preise machten bei den Vermittlern Vermieter wie Auto Escape, Auto Europe oder DriveFTI. Wer nicht aufpasst, zahlt drauf. Mal wird für Winterreifen oder Einwegmiete abkassiert, mal für Extra-Versicherungen, für Tankfüllungen oder zusätzlich gefahrene Kilometer. Auch hier bieten die Vermittlungsportale im Netz mehr Klarheit. So teilen billiger-mietwagen.de und mietwagenmarkt.de den Leistungsumfang der Mietwagenangebote in drei Gruppen ein: Basis Paket, Gutes Paket, Bestes Paket. Die besten Angebote umfassen zum Beispiel eine Vollkaskoversicherung und Diebstahlschutz ohne Selbstbeteiligung, die beste Tankregelung, kostenlose Stornierung und unbegrenzte Kilometer. Der ausführliche Test Mietwagen ist in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/mietwagen veröffentlicht. Lesen Sie mehr ...
Château d’Yquem von 1811 für viel Geld verkauft
Zum Preis von 75.000 Britischen Pfund (rund 85.000 Euro) wechselte eine Flasche Château d’Yquem von 1811 den Besitzer. Das 200 Jahre alte Gewächs dürfte damit die wertvollste Flasche Weißwein sein, die jemals verkauft wurde. Der französische Sommelier und Weinsammler Christian Vanneque, der seit 2001 auf Bali lebt, erstand die seltene Flasche heute in London für sein neues Restaurant „SIP Sunset Grill“ auf der indonesischen Insel. Dort wird der Süßwein zur Eröffnung im September dieses Jahres ausgestellt. Das auf Weinraritäten spezialisierte Handelshaus The Antique Wine Company hatte die Echtheit der Flasche in Zusammenarbeit mit Château d’Yquem bestätigt und dann den Verkauf durchgeführt. Der Jahrgang 1811 des renommierten Sauternes-Weinguts gilt als 100-Punkte-Wein. Die Kritiker Robert Parker und Per-Henrik Mansson (The Wine Spectator) bewerteten ihn bei Verkostungen in den 1990er Jahren mit der Höchstnote. Parker beschrieb ihn dabei als „flüssige Crème brûlée“. Stephen Williams, Geschäftsführer von The Antique Wine Company, bezeichnete den Wein als „Geschichte und Nostalgie in der Flasche. Als diese Trauben am Rebstock hingen, konnte man den Flaugergues-Kometen an der Erde vorbeifliegen sehen, Napoleon war dabei, sein Reich zu errichten, Beethoven komponierte seine Werke, und elektrisches Licht lag noch ein halbes Jahrhundert in der Zukunft.“ Bild © The Antique Wine Company
Schulwandern
Während des Deutschen Wandertages in Melle sprach Bundespräsident Christian Wulff mit Vertretern der Deutschen Wanderjugend und des Deutschen Wanderverbandes über die große Bedeutung des Schulwanderns. (v.l. Bundespräsident Christian Wulf; Jörg Bertram, Geschäftsführer der Deutschen Wanderjugend; Verbandsjugendwartin Elisabeth Schmidt; DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß) © Foto: J. Kuhr/DWVDas weltweit größte Wanderfest ist am Montag, 15. August 2011 zuende gegangen. Bundespräsident Christian Wulff betonte während des 111. Deutschen Wandertages in Melle die Gesundheit fördernde Wirkung des Wanderns. Besonders für Kinder und Jugendliche, die viel vor dem Computer sitzen und kaum noch ihren Bewegungsdrang auslebten, sei diese Freizeitbeschäftigung genau das Richtige. Deswegen unterstütze Bundespräsident Wulf den Deutschen Wanderverband (DWV), der sich dafür einsetze, Wandern auch in den Schulen wieder attraktiv zu machen. Dabei verwieß der Bundespräsident auf die vielen Möglichkeiten, Wanderungen spannend zu gestalten, etwa in Form von „Geocaching“. Bundespräsident Wulff: „Und letztlich sind knackende Äste und Picknick im Wald ein spannenderes Erlebnis als Fast-Food.“ Auch als Lernort sei die Natur sehr geeignet, so Bundespräsident Wulff. Insbesondere würden Menschen dort vieles über den Naturschutz erfahren: „Erst im direkten Kontakt mit der Natur haben wir die Chance, zu spüren, wie eng wir mit ihr verbunden sind. Und wie schädlich vieles ist, was wir ihr antun.“ Schließlich lobte Bundespräsident Wulff das große ehrenamtliche Engagement der rund 600.000 in den Wandervereinen aktiven Bürgerinnen und Bürger.
DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß betonte die Bedeutung des Ehrenamtes für den Tourismus. Von den rund 300.000 Kilometern Wanderwegen in Deutschland würden 200.000 Kilometer von Wandervereinen ehrenamtlich gepflegt und markiert. Rauchfuß: „Ohne Ehrenamt kein Wandertourismus – das ist eine klare Botschaft an alle Verantwortlichen.“
Die neue Webseite zum Projekt „Schulwandern – Starkmachen für mehr Bewegung und nachhaltige Naturerlebnisse“ ist online. Sie präsentiert sich im frischen Design und bietet viele Informationen rund um das Thema Schulwandern. Schulwanderaktivitäten sind wieder im Kommen! Kinder- und jugendgerecht organisiert machen Schulwanderungen nicht nur viel Spaß, sondern bieten auch kleine Abenteuer, beleben die Lust am Bewegen, fördern das soziale Miteinander und beinhalten viele Lernchancen in der Natur. Viele Lehrer/-innen sind davon überzeugt, dass das draußen sein hilft, damit es drinnen besser klappt – denn Schulwanderaktivitäten bauen Stress ab und fördern die Konzentration. Doch häufig gibt es auch Unsicherheiten bei der Organisation von Schulwanderungen. Jetzt gibt es ein neues Portal, das viele Anregungen zum Schulwandern bietet: www.schulwandern.de wirbt für mehr Schulwander-Aktivitäten, vernetzt am Schulwandern Interessierte, lädt zu Veranstaltungen ein und stellt zielgruppengerechte Wanderformen vor. Die Homepage ist übersichtlich gestaltet und richtet sich an Lehrer/-innen, Umweltbildner/-innen sowie Multiplikatoren Natur- und Umweltschutzverbänden, die gern Schulwanderungen anbieten möchten. Die Initiatoren der Webseite – der Deutsche Wanderverband in Kooperation mit der Deutschen Wanderjugend – engagieren sich schon seit vielen Jahrzehnten für das Schulwandern und sind durch vielfältige Praxis-Erfahrungen ein kompetenter Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Schulwandern. Eingerichtet wurde die Homepage im Rahmen des Projekts „Schulwandern – Starkmachen für mehr Bewegung und nachhaltige Naturerlebnisse“, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wird. Es ist ein offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.
So is(s)t Deutschland, eine Studie zum Essverhalten
Die Ernährungskultur spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wieder. Wie ist das Ernährungsverhalten der Menschen in Deutschland, wodurch wird es beeinflusst? Das hat die zweite umfassende, erweiterte Studie von Nestlé Deutschland untersucht. Grundlage der Studie sind rd. 10.000 Befragungen, die durch das renommierte Institut für Demoskopie Allensbach sowie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Ipsos Deutschland und Icon Kids & Youth durchgeführt und analysiert wurden. Neue Faktoren wie der Einfluss durch die Erziehung, Nachhaltigkeit und das Einkaufsverhalten werden analysiert, zusätzlich werden Trendverschiebungen gegenüber der Studie von 2009 aufgezeigt.Das vorliegende Buch bietet auf 176 Seiten, gegliedert in fünf Kapitel, Erklärungen, Einschätzungen und Prognosen, wie sich das Einkaufs- und Ernährungsverhalten in Deutschland künftig entwickeln wird. Illustriert werden die Forschungsergebnisse durch eine Vielzahl instruktiver Grafiken. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Gesellschaft im Wandel. Ein Ergebnis ist die wachsende Entstrukturierung des Alltags, die weiter zunimmt. Gegessen wird, wenn Zeit dafür ist. Das Wochenende rückt in den Fokus. Gemeinsam mit der Familie oder Freunden, gerne auch aufwendig wird gekocht. Die Trends der Zukunft sind „Snacking“ und „Out-of-Home“-Verzehr. Gegessen wird, wenn Zeit dafür ist bzw. wenn man sich Zeit dafür nimmt. Kapitel zwei thematisiert die Familie mit dem Fazit, daß die Familie das Ernährungsverhalten der Kinder nach wie vor am stärksten prägt. Qualität und Nachhaltigkeit ist dem Kapitel drei vorbehalten. Die Verbraucher legen auch mehr Wert auf regionale Produkte. Es ist wichtiger als Bio. Das Thema Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung überfordern viele Verbraucher, hier ist noch viel Information und Aufklärung zu leisten. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Lebensmitteleinkauf in Deutschland. Trotz Krise sinkt die Preissensibilität, gutes Essen und Trinken wird wichtiger. Geiz ist geil ist zumindest bei der Ernährung out. Im fünften, abschließenden Kapitel nehmen prominente Protagonisten Stellung zur Zukunft der Ernährung – von dem Vorsitzenden des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz H.-M. Goldmann, dem Trendforscher Prof. Peter Wippermann und Prof. Dr. Th. Wessinghage über Starkoch Tim Mälzer und Gourmet-Gastronom Michael Käfer bis zum Zwischenrufer Kai Diekmann, dem Chefredakteur der Bild Zeitung.
Ein Standardwerk als aktuelle und fundierte Grundlage zu den Fragestellungen der Ernährung aktuell und in Zukunft. Eine höchst spannende Studie informativ aufbereitet in Buchform.
Das Buch zur Nestlé Studie 2011
'So is(s)t Deutschland – Ein Spiegel der Gesellschaft'
ist erschienen im Matthaes Verlag, Stuttgart
176 Seiten
1. Auflage 2011
Hardcover, 240x170 mm
ISBN 978-3-87515-098-8
29,90 €
Niedersachsen blockt beim Verbraucherschutz
Bei der Einführung des VIG (VerbraucherInformationsGesetzes) im Jahr 2008 hatte der damalige Bundesverbraucherminister Horst Seehofer das Gesetz als "Meilenstein" bezeichnet und versprochen, dass nun schwarze Schafe beim Namen genannt werden müssten. Ein vollmundiges Versprechen, wie sich jetzt zeigt. "Die Verweigerungshaltung der niedersächsischen Behörde zeigt, dass wir von diesem Versprechen meilensteinweit entfernt sind", kritisiert der stellvertretende foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. Zwar sollen nach der von der Bundesregierung geplanten VIG-Reform "sonstige wettbewerbsrelevante Informationen" nicht mehr von VIG-Auskünften ausgeschlossen sein. "Das Problem aber bleibt", so Wolfschmidt. "Wollen Verbraucher über gesundheitsgefährdende Fleischprodukte informiert werden, müssen sie erst bei den Behörden Informationsanträge stellen - und falls sie überhaupt eine Auskunft erhalten, dann erst, wenn die beanstandeten Produkte längst verzehrt sind. Gammelfleischhändler werden damit besser geschützt als die Verbraucher."
foodwatch fordert, im VIG eine aktive Informationspflicht für die Behörden zu verankern. Matthias Wolfschmidt: "Alle Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen müssen unverzüglich und nicht erst auf Anfrage veröffentlicht werden, und zwar einschließlich der Namen von belasteten Produkten und Verkaufsstellen." Weiter forderte foodwatch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner auf, von neuen Einschränkungen der Auskunftspflichten Abstand zu nehmen: Nach den Plänen der Ministerin für eine VIG-Novelle könnten Behörden unliebsame Anfragen unter Verweis auf Arbeitsaufwand nach eigenem Ermessen ablehnen. Ein Informationsantrag wie der von foodwatch bezüglich der Fleischkontrollen könnte demnach einfach pauschal abgewehrt werden.
Hier die Chronologie einer gescheiterten VIG-Anfrage:
24. Juli 2008: foodwatch beantragt unter Berufung auf das Verbraucherinformationsgesetz Auskunft über die bei den amtlichen Lebensmittelkontrollen genommenen Fleisch-Proben aus den Jahren 2006 und 2007. Insbesondere wird gefragt, wie viele Proben als "gesundheitsschädlich", "gesundheitsgefährdend" oder aus anderen Gründen beanstandet wurden, um welche Produkte welcher Hersteller es sich dabei handelte und wie die Bevölkerung über die Beanstandungen informiert wurde. Die gesetzliche Frist für die Beantwortung einer VIG-Anfrage beträgt maximal zwei Monate.
20. Oktober 2008: Bereits deutlich nach Ablauf der Auskunftsfrist teilt eine LAVES-Mitarbeiterin in einer "Zwischennachricht" mit: "Aufgrund des mit Ihrem Antrag erheblich verbundenen Verwaltungsaufwandes ist es mir leider nicht möglich die Regelfrist [...] von zwei Monaten einzuhalten. Auch wenn Sie dafür kein Verständnis haben, so bitte ich doch um Geduld. Ich werde zu gegebener Zeit abschließend auf den Vorgang zurückkommen." Als Grund für die Verzögerung wird angeführt, dass das LAVES "eine erhebliche Anzahl von beteiligten Dritten (ca. 1500)" die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt habe. Die Zahl von "ca. 1500" betroffenen Dritten lässt auf eine erhebliche Zahl an Beanstandungen schließen.
5. Dezember 2008: Auf Nachfrage nach dem Stand des Verfahrens bittet das LAVES weiterhin um "etwas Geduld".
13. September 2010: In seinem Bescheid lehnt das LAVES Auskünfte über "einen Großteil der begehrten Informationen" ab - hierbei geht es um die konkreten Auskünfte über die beanstandeten Produkte und deren Hersteller. Das LAVES beruft sich vor allem auf den Ausschlussgrund der "sonstigen wettbewerbsrelevanten Information", wozu "unter anderem für das betroffene Unternehmen ungünstige Untersuchungsergebnisse" zählten. Andere Auskünfte, etwa über die (anonyme) Zahl der Beanstandungen, sollen foodwatch erteilt werden - jedoch erst, wenn der Bescheid rechtskräftig ist.
12. Oktober 2010: foodwatch legt Widerspruch gegen den Bescheid ein.
30. Mai 2011: Das LAVES weist den Widerspruch zurück.
09. Juni 2011: foodwatch reicht beim Verwaltungsgericht Oldenburg Klage gegen das LAVES (Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) ein.
August 2011: Nach Akteneinsicht übermittelt foodwatch dem Gericht eine ausführliche Klagebegründung.
Der Brockhaus Ernährung, ein Standardwerk
Im Brockhausverlag ist das Standardwerk "Ernährung- Gesund essen, bewusst leben" in der 4. Auflage erschienen. Unter der wissenschaftlichen Leitung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) haben renommierte Ernährungswissenschaftler und Mediziner die Texte zusammengetragen und verständlich formuliert. Das umfassende Nachschlagewerk erspart manche zusätzliche Literatur, so findet man im Anhang eine Auflistung von Antioxidationsmttel, Emulgatoren, E-Nummern, Farbstoffe, Gelier- und Verdickungsmittel sowie Konservierungsstoffe. Der ansprechend gestaltete Band ist alphabetisch geordnet und enthält rund 500 Abbildungen, Tabellen und Info-Grafiken. Anhand von rund 2600 Stichwörtern erfährt man alles Wichtige im Hinblick auf Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln, Wissenswertes über Lebensmittelproduktion sowie Zubereitungsmethoden und neueste ernährungsmedizinische Erkenntnisse. Die Themen Gesundheit, Lebensmittelkunde, Verbraucherschutz, Küche, Diätetik und Gewichtsreduktion ergänzen das hervorragende Buch. Infokästen informieren konzentriert beispielsweise zum Thema "Schutz vor Schimmelpilzgiften" oder "Richtig essen während der Entwicklung" in einem der 14 nachfolgenden Sonderartikel.
1."Ausreichend Nährstoffe und viel Flüssigkeit- Die richtige Ernährung im Alter"- mit praktischen Empfehlungen für die Ernährung im Alter, 2."Ausgewogene Ernährung- auch im Arbeitsalltag!- Beruf und Ernährung"- mit einfachen Regeln für den Arbeitsalltag. 3. "Was ist dran an "Bio"? - Bio-Lebensmittel und Öko-Landbau- stellt die Regeln und Verbände vor. 4. "Warum essen wir, wie wir essen? -Psychologische Steuerung des Essverhaltens"-, in diesem Beitrag erfährt man, dass psychologische und emotionale Faktoren bei der Entwicklung von Vorlieben und Abneigungen und der Ausdifferenzierung des individuellen Essverhaltens eine entscheidende Rolle spielen. 5. "Schnell und nicht immer schlecht- Fast Food heute"- relativiert das vielfach geäußerte Vorurteil. 6. "Wertvolle Inhaltsstoffe, doch bitte in Maßen genießen- Fleischkonsum"- mit Tipps für die Fleischküche. 7. "Sinnvoll oder erfolglos?- Gewichtsreduktionsdiäten unter der Lupe"- mit der Frage, wie sinnvoll sind Diäten. 8. Wer Kinder hat, sollte sich in den Beitrag "Gute Kost von Anfang an- Die Ernährung von Kindern und Jugendlichen"- vertiefen, weil die Ernährung im Kindesalter viele Weichen stellt und zwar für eine gesunde Entwicklung des gesamten Organismus, für das Essverhalten, für das Gewicht oder auch Übergewicht mit allen Folgeerkrankungen. 9. "Ausgetrickst und gut informiert?- Lebensmittelkennzeichnungen"- behandelt die Fallen der (Nicht-)Kennzeichnung, ein aktuelles Thema. 10. "Wenn der Körper das Essen nicht verträgt- Nahrungsmittelunverträglichkeiten"-, diese Beschwerden haben deutlich zugenommen. 11. "Weichenstellungen für die Zukunft- Die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern"- 12. "Schneller, ausdauernder, stärker beweglicher!- Die richtige Ernährung für Sportler"- 13. "Gesund und schnell, ursprünglich oder als Erlebnis- Trendlebensmittel und Food-Trends"- 14. "Alles drin, auch ohne Fleisch- Vegetarische Ernährung"-.
Dieses informative Nachschlagewerk nimmt man immer wieder zur Hand, um das Wissen aufzufrischen, oder neue Sichtweisen zu entdecken. Das Lexikon motiviert und regt an, gesünder zu leben. Sehr empfehlenswert.
Der Brockhaus Ernährung. Gesund essen, bewusst leben
Verlag F. A. Brockhaus/ wissenmedia
4. Auflage 2011
19x27 cm Hardcover, abwischbar
480 Seiten, 500 Abbildungen
ISBN 978-3-577-07532-9
€ 49,95
EHEC Hilfe für Landwirte
Insgesamt liegt der Finanzbedarf der Mitgliedstaaten bei rund 226,2 Millionen Euro und damit knapp über dem ursprünglich festgelegten Höchstbetrag für die Entschädigungszahlungen von 210 Millionen Euro. Um eine Kürzung zu vermeiden, haben die Mitgliedstaaten heute einem Vorschlag der Kommission zugestimmt, die Entschädigungszahlungen um rund 8 Prozent auf 227 Millionen Euro anzuheben. Danach sind für Deutschland, wie beantragt, rund 16 Millionen Euro vorgesehen. Die zusätzlichen Zahlungen werden durch Einsparungen an anderer Stelle bei der EU kompensiert. Ein Nachtragshaushalt sei deshalb nicht erforderlich.
Insgesamt haben 22 Mitgliedstaaten Finanzmittel beantragt. Die größten Empfänger sind Spanien, erhält 71 Mio. €, das entspricht 31,4 % der Gesamtsumme, Polen 46,4 Mio. € (20,5 %), Italien 34,6 Mio. € (15,3 %), Niederlande 27,2 Mio. € (12 %) und die Deutschen Landwirte erhalten 16 Mio. € (7,1 %)
Innerhalb Deutschlands sind Mecklenburg-Vorpommern (21,5 %), Rheinland-Pfalz (19,1 %), Niedersachsen (18,7 %), Nordrhein-Westfalen (15,3 %), Bayern (12,5 %) und Baden-Württemberg (6,5 %) die Hauptempfänger.
El Bulli schließt
Mineralwasser Test
Daß gutes nicht teuer sein muß, beweist wieder einmal die Stiftung Warentest. Aktuell bei natürlichen Mineralwasser im Heft 0811. Sicher ist Geschmack vor allem bei Lebensmitteln und Getränken eine wesentliche Entscheidungsgrundlage für den Kauf, aber immer öfter spielt auch der Preis eine Rolle. Und wenn das Produkt günstig und gut ist, umso besser!Bei dem aktuellen Test sollte man beachten, für wenn die Wässer bestimmt sind. Säuglinge und Kleinkinder haben einen anderen Bedarf als Sportler oder Milchmuffel. Auch Menschen mit Bluthochdruck sollten das Wasser sorgfältig aussuchen und nicht nur auf den Preis sehen. Erstaunlich ist, daß das sehr beliebte und teure Mineralwasser S. Pellegrino nicht so gut abschneidet. Teuer und nicht gut, da sollte man beim nächsten Einkauf kritisch nachdenken. Der ausführliche Test Natürliche Mineralwässer ist in der August-Ausgabe der Zeitschrift Test und online unter www.test.de/mineralwasser veröffentlicht. Lesen Sie mehr ...