Güte- und Qualitätssiegel auf Lebensmitteln

Nach einer Studie der Fachhochschule Münster ist das deutsche Bio- Siegel mit 90 Prozent das bekannteste Gütesiegel bei Lebensmitteln, gefolgt von denen der Stiftung Warentest (82%) und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) (75%).
Dagegen ist die Bekanntheit vieler anderer Siegel, wie der geschützten geographischen Angabe mit 13 Prozent, deutlich geringer. 21 verschiedene Güte- und Qualitätssiegel, die mehr oder weniger häufig auf Lebensmitteln auftauchen, hat eine Studie der Fachhochschule Münster  untersucht. Weniger als 50 Prozent der Befragten gaben an, sich gut mit solchen Siegeln auszukennen und zu wissen, was diese über das jeweilige Produkt aussagen. Die Prüfbedingungen der DLG  ordnen gerade einmal 29 Prozent korrekt ein. Professor Holger Buxel vom Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Produktmarketing an der FH Münster hält das für nicht überraschend: "Wenn Verbraucher über die Bedeutung vieler Siegel nichts wissen, ist eine Vertrauensbildung natürlich schwierig. Damit ist eins der Hauptziele der Besiegelung nicht erreicht und die Label können ihre Marktaufgabe nicht erfüllen." So finden knapp 80 Prozent der Befragten Prüf- und Gütesiegel auf Lebensmitteln nützlich und weniger als 15 Prozent sind solche Siegel egal. Das Vertrauen ist dabei sehr unterschiedlich verteilt: Während  dem Bio-Anbauverband Demeter knapp 90 Prozent der jeweiligen Siegel- Kenner vertrauen, sind es beim Bio-Siegel 68 Prozent. Sie werden oft mit sehr hoher Qualität und der Bereitschaft verbunden einen überdurchschnittlichen Preis von 5 Prozent oder mehr zu zahlen. Mehr dazu hier und der Studienbericht.