„Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin“ - mit dieser klaren Botschaft ging das Bio-Siegel am 5. September 2001 in Deutschland an den Start. Heute, zehn Jahre später, gibt es im Handel über 62.000 Produkte, die mit dem Label gekennzeichnet sind. Mehr als 3.900 Unternehmen vor allem aus dem Bereich Handel und Verarbeitung haben den Sektor für sich erschlossen und verwenden das Siegel. „Bio“ ist zu einem wichtigen Standbein der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft geworden. Kürzlich wurde der Markenschutz für das Bio-Siegel auf Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums um weitere zehn Jahre verlängert. Wer auf Bioprodukte Wert legt, achtet beim Einkauf auf das Siegel. Es schafft Klarheit, Sicherheit und Transparenz, unabhängig vom Verkaufsort oder der jeweiligen Marke. EU-weit gültige Rechtsvorschriften garantieren einheitliche Standards für den ökologischen Landbau. Das Bio-Siegel steht für eine ökologische Produktion und besonders artgerechte Tierhaltung. Allerdings gehen die Demeter und Bioland Siegel in ihren Ansprüchen an Ökologie weiter, vor allem die Kontrollen sind effizienter.
Im zentralen Informationsportal zum Ökologischen Landbau finden Sie umfangreiche Informationen rund um den ökologischen Landbau und die Herstellung und Vermarktung von Bioprodukten sowie aktuelle Nachrichten aus der Biobranche.
Das Bio-Siegel kann auch Vorbild sein für eine mögliche europäische Tierschutz-Kennzeichnung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium setzt sich für ein Tierschutzlabel ein, das ebenso unbürokratisch und wettbewerbsneutral angewendet werden kann wie das Bio-Siegel. Gekennzeichnet werden sollen Produkte, bei denen besonders hohe Standards zum Wohle des Tieres eingehalten werden, die über die gesetzlichen Vorgaben hinaus gehen.
Die deutsche Bundesregierung hat sich mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass das deutsche Erfolgsmodell auch auf europäischer Ebene eingeführt wird: Seit 1. Juli 2010 müssen vorverpackte Bio-Lebensmittel mit dem neuen EU-Bio-Logo gekennzeichnet werden. Das deutsche Bio-Siegel stand dafür Pate – es kann unverändert auch zusammen mit dem EU-Bio-Logo weiter verwendet werden.
Die biologische Landwirtschaft ist ein Sektor der europäischen Landwirtschaft, der in den vergangenen Jahren konstant gewachsen ist. Mithilfe dieser Website informiert die Europäische Kommission alle interessierten Bürger darüber, wie die biologische Landwirtschaft zum Schutz unserer natürlichen Rohstoffe beiträgt, zu biologischer Vielfalt und artgerechter Tierhaltung, und inwiefern sie die Entwicklung des ländlichen Raums unterstützt. Diese Website dient als Anlaufstelle, um sich über alle Aspekte der EU-Politik zur biologischen Landwirtschaft zu informieren.
Deutschland ist innerhalb der Europäischen Union der größte Absatzmarkt für Bioprodukte und steht weltweit nach den USA an zweiter Stelle. Rund ein Drittel der 17,9 Milliarden Euro, die in der EU mit Bioprodukten erwirtschaftet werden (ohne Export), gehen damit auf den deutschen Umsatz mit Biowaren zurück. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass die Versorgung des deutschen Marktes mit Bioprodukten derzeit noch auf einem relativ hohen Importanteil basiert. Die Verbraucher kaufen aber zunehmend regionale und saisonale Produkte. Dies ist eine Chance auch für die Biobranche, die nach wie vor noch großes Potenzial hat. Die wachsende Bedeutung der Biobranche zeigt sich auch in der stetig zunehmenden Zahl der ökologisch bewirtschafteten Fläche und der ökologisch wirtschaftenden Betriebe. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland rund 991.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche von 21.942 Betrieben ökologisch bewirtschaftet. Weltweit beträgt die ökologisch bewirtschaftete Fläche rund 35 Millionen Hektar.
Im Jahr 2001 wurde das deutsche sechseckige Bio-Siegel als bundeseinheitliches Zeichen für Erzeugnisse aus dem ökologischen Landbau ins Leben gerufen.
Die Attraktivität des nationalen Zeichens ist bei Unternehmen der Biobranche ungebrochen. Der Grund dafür ist sein hoher Bekanntheitsgrad und seine hohe Vertrauenswürdigkeit. Nach einer Umfrage ist das Bio-Siegel unter deutschen Verbrauchern nach wie vor das bekannteste Ökozeichen. 87 Prozent der Deutschen ist das sechseckige Siegel vertraut.

