Schokolade ist ein
kakaohaltiges Lebens- und Genussmittel. Es wird als Grundstoff in
reiner Form genossen, und als Halbfertigprodukt weiter verarbeitet.
Das Wort leitet sich vom Namen des ersten kakaohaltigen
Getränkes
ab, dem
Xocóatl oder Xocólatl (Nahuatl: Xócoc = „bitter“, atl =
„Wasser“; also „bitteres Wasser“ oder
„Kakaowasser“) der Azteken, es handelte sich um eine
Mischung aus Wasser, Kakao, Vanille und Cayennepfeffer.
Mehr
Information. Komplizierte
Weiterentwicklung des aztekischen Xocolatl- Trunks seit dem 16.
Jahrhundert aus immer wieder anders kombinierten, feinzerkleinerten
Kern-, Masse- und Fettanteilen der Kakaobohnen mit Zucker und
anderen feinverteilten Lebensmitteln. Diese müssen bei einem Anteil
von unter 5% von fremdpflanzlichen Fetten nicht angegeben werden,
also auch nicht der Pflanzenlecithinzusatz für besseres
Fließverhalten einer Schokolade. Schokolade ist cholesterinfrei,
aber der Nährwert ist beachtlich: 100 g haben 500 kcal. Eine
Kakaoverordnung regelt genauestens und konkurrenzregulierend, was
Schokolade sein darf und welches Verhältnis Kakaotrockenmasse und
Kakaobutter für welche Bezeichnung von einer Haushalts-, Milch-
oder Bitterschokolade haben dürfen. Da jede Schokoladenmasse mit
einem Hauch Vanilla schon viel edler wird, darf schon mal
Äthylvanillin
für den
gleichen Effekt hinein. Schokolade-Essen bewirkt in biochemischer
Kettenreaktion eine höhere Konzentration von
Tryptophan im Gehirn, wodurch es zu
einer erhöhten Serotoninbildung
kommt, was
Glücks- und Hochgefühle erzeugen kann. Deshalb kann ein
Kakaogetränk (unabhängig von dem wenigen Koffein darin) durchaus
ein Kaffee-Ersatz sein. Die Qualitätsunterschiede sind so gewaltig,
daß ein Kult mit und um Pralinen und Schokoriegel verständlich
sind. Je mehr Kakaobutter in Schokolade hineingerührt worden ist,
desto weicher und cremiger wurde sie, je weniger davon darin, desto
härter und gewollt scharfbrechender ist sie, desto aromatischer
schmeckt sie aber auch. Bitterschokolade hat eine gewisse
Küchenkarriere gemacht. In Sizilien gilt Schokolade an geschmortem
Hasen als attraktiv. in Mexico ist Mole
(sehr dunkle
Schokoladensoße) mit Hähnchen ein Klassiker.