Die italienische Schwester der Tresterbrände wird wie ihre Brüder aus Frankreich -Marc- und Deutschland -Tresterbrand- durch direkte Destillation der Schalen ausgepreßter Weintrauben gewonnen. Und doch ist die Grappa, bei aller Verwandschaft, von eigenem Charakter. "Grappa" ist ein von der EU anerkannter und gesetzlich fixierter Name, ein historisches Recht Italiens. Er darf nur in Italien erzeugt werden. Um nicht nur die Bezeichnung, sondern auch den Geschmack der Grappe unverwechselbar zu halten, wurden die Beschaffenheit des Rohstoffs Trester, die Herstellungsmethode und der maximal zulässige Alkoholgehalt, mit dem das Destillat aus der Brennblase fließen darf (86 % Vol.), bis ins Detail festgelegt. Selbst die Obergrenze für die Feuchtigkeit der Trester wurde fixiert. aus diesem Grund dürfen Destillate aus ganzen vergorenen Trauben, trotz der nahen Verwandschaft, nicht als Grappa bezeichnet werden. Hierfür wurde der Gattungsname "Aquavite d'Uve" erfunden. Nicht zu verwechseln mit dem Aquavit aus Skandinavien. Mehr bei Wikipedia. Vor gar nicht langer Zeit wurde Grappa als Abfall bei der Weinerzeugung herablassend erwähnt. Das hat sich zum Glück grundlegend verändert. Heute ist die Grappa ein international anerkannter Digestif. Die TOP Grappa.

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Das ideale Glas für die Grappa von Riedel.
page75_2 Alternativ das INAO Glas, das auch das Probenglas der Sommeliers ist.