Als die Römer vor über 2.000 Jahren den Nordosten von Frankreich eroberten, tauften sie das Gebiet um Reims auf einen Namen, der so schmucklos und schlicht war wie die Region selbst. Sie nannten den Landstrich Campania, was nicht mehr bedeutete als Feld, Fläche oder Landschaft. Später ging der Ausdruck in das französische Wort Champagne über. Doch das römische Reich wäre nie zu seinem Glanz und seiner Größe gelangt, hätten es die Römer nicht verstanden, auch die raueste Gegend zu kultivieren. Sie ahnten wohl, daß die gallische Erde mehr hergab als bis dahin angenommen und steckten die ersten Rebstöcke in die Erde. Der Wein, den sie daraus herstellten, war still und trüb, und auch sonst war es noch ein langer Weg, bis der Wein zum edelsten Getränk der Welt wurde. Doch der Boden für den Champagner war damit buchstäblich bereitet. Inzwischen ist sie berühmt für das festlichste Getränk, welches ein Gastgeber seit dem 17. Jahrhundert reichen kann: den Champagner. 34.000 Hektar stehen unter Reben, im Jahre 2008 wurde sie auf 40.000 Hektar erweitert. Der Untergrund besteht fast überall aus 2-3 Meter dicken Kreideboden. Nur Trauben aus der Champagne, von Hand gelesen, schonend gepresst und in Flaschen zur Gärung gebracht, dürfen den edlen Namen auf dem Etikett tragen. Obwohl Reims die Hauptstadt der Champagne-Aedenne ist, ist dennoch Épernay die heimliche Hauptstadt der Champagne. Luxuriöse Champagnerkellereien reihen sich an der Avenue de Champagne. Oft wird eine Führung durch die zumeist labyrinthähnlichen Keller mit ausführlichen Erläuterungen zur Herstellung des Schaumweins angeboten- selbstverständlich mit anschließender Kostprobe.

Billecart-Salmon
Bollinger im 19. Jahrhundert aus Württemberg über den Rhein nach Frankreich, der Tradition verpflichtet, besonders gut ist der "Spécial Cuvée".
Krug ebenfalls mit deutschen Wurzeln im 19. Jahrhundert aus Mainz nach Frankreich ausgewandert. 200 Grundweine aus zwei Jahrzehnten ergeben die "Grand Cuvée", der beste Champagner.
Louis Roederer Im Gegensatz zu vielen anderen gehören zum Besitz des Champagnerhauses Louis Roederer über 200 Hektar Weinberge, damit wird 70 % des Eigenbedarfs gedeckt. Deshalb wird manchmal von Erzeugerchampagner gesprochen. Die meisten Champagnerhäuser verfügen im Verhältnis zu ihrer Produktion nur über geringe oder gar keine eigene Rebflächen. Sie kaufen Trauben oder Grundweine von Winzern oder geben Teile der Produktion aus der Hand. TIPP: "Roederer Cristal".
Philipponnat mit dem legendären Weinberg "Clos des Goisses".
Taittinger Spitzen-Cuvée "Comtes de Champagne" aus Chardonnay und Côte des Blancs.
Alain Thiénot "Classic Brut" aus Chardonnay, Pinot noir, Meunier und Reserve-Weinen.
Alfred Gratien Die Champagner Manufactur bringt individuelle Champagner hervor, die auf strenge Traubenauswahl, ein auf alte handwerkliche Methoden beruhendes Herstellungsverfahren und ein freiwillige Produktionsbeschränkung beruht. "Cuvée Paradis Rosé".
Piper-Heidsieck ist eines von drei Heidsieck-Häusern der Dynastie und das Größte. Gehört zwischenzeitlich wie Charles Heidsieck zum Rémy Cointreau Konzern.
Unsere Datenbasis und Qualitätsphilosophie.
Pol Roger eines der letzten Häuser, die noch im Familienbesitz sind. Eleganz, Diskretion und Understatement sind die Grundwerte dieses Hauses. Kein Promi-Schampus, aber ein Klassiker. Über die Hälfte der Trauben sind von eigenen Weinbergen. 1999 Blanc de Blancs Brut, 1999 Cuvée Winston Churchill, 2002 Vintage Rosé sind besonders empfehlenswerte Champagner.
Veuve Clicquot die Witwe Clicquot hat das Rüttelpult erfunden.
Ruinart die älteste Champagne-Marke der Welt.
Dom Ruinart Onkel des Ruinart Firmengründers und Ordensbruder von Dom Perignon.
Moët & Chandon die Nr. 1 in der Champagne, das Synonym für Champagner.
Champagnerschale oder Champagnerflöte?
Welches Glas gab es zuerst. Diese Frage ist bis heute unbeantwortet. Sicher ist nur, beide Gläser haben ihre Liebhaber, auch wenn sich die Champagnerflöte durchgesetzt hat. Das Glas setzt die Champagnerperlen perfekt in Szene. Die Schale soll der linken Brust von Madame de Pompadour oder der von Marie Antoinette nachempfunden sein. Gut möglich, Champagner wird seit 1720 bei Hofe getrunken und seit Anfang des 19. Jahrhunderts auch bei Festivitäten der oberen Mittelschicht. Auch das hat sich mitterweile überholt, genauso wie das mit den Brüsten.
Drappier Familienbetrieb mit 200 Jahren Tradition, probieren Sie den "Carte d'Or" oder "Brut nature"
Mailly Grand Cru "Blanc de Noires", ein überwiegend aus Pinot-Noir-Trauben weiß gekelteter Grand Cru. Genossenschaft mit ca. 81 Winzern aus ca. 25 Familien. Produzieren ausschließlich Cuvées aus Grand-Cru-Weinbergen. Ein echter Geheimtipp für ca. 35 € in 2009.
Mandois vom Récoltant-Manipulant zum Négociant-Manipulant, gut der "Brut Origine"
Gosset bezieht seine Trauben von 200 Winzern aus 60 Dörfern in Premier- und Grand-Cru-Lagen, gut ist der "Grande Réserve"
Jacquesson in den letzten 30 Jahren zur Spitze, besonders der "Cuvée n° 732"
Veuve A. Devaux Zusammenschluss aus elf Winzergenossenschaften.
Nicolas Feuillatte der 3. größte Champagner Erzeuger und einzige ISO zertifiziert.
Jacquart diskrete große Marke gehört Devaux u.a.Genossenschaften.
Lanson mit Black Label aus Pinot Noir, Chardonnay und Pinot Meunier.
Dom Pérignon der gleichnamige Mönch Pierre Pérignon galt lange als Erfinder des Champagner. Zweifelos hat er große Verdienste und war der erste, der gezielt Weine au unterschiedlichen Lagen zu einem Cuvée assemblierte.