Unsere Weingüterempfehlungen basieren auf dem Datenbestand und ist eine persönliche Aufstellung aus vielen Jahren Weingenuss, unzähligen Weinproben, interessanten Gesprächen mit Winzern und Weininteressierten und viel Lesen. Zahlreiche Weingüter haben wir besucht und viele Winzer durften wir persönlich kennenlernen. Vielfach haben die Testberichte der verschiedenen Weinführer, Fachzeitschriften und Internetforen unsere Eindrücke bestätigt, oft aber auch nicht.
Unsere Faustregel bei der Weinauswahl, die sich immer wieder bestätigt. Weine mit einem Flaschenpreis von 3 € bis 20/30 € kann man meist an der Qualität erkennen. Wobei es überraschende Qualitäten für 4 bis 6 € gibt. Über 30 € spielt sehr oft der Name und die Testberichte eine Rolle. Manchmal hat man den Eindruck, Journalisten machen einen "IN" Winzer. Oder es werden Weingüter in den Weinführern beschrieben, obwohl nie ein Weinjournalist das Weingut besucht hat. Es sind oft Etikettenweine.
Ein Kriterium für einen guten Wein ist der Ertrag in Hektoliter (hl) je Hektar (ha). Weine aus Erträgen mit 75 hl/ha können nicht so gut sein wie aus 50 hl/ha und weniger. Fragen Sie ihren Winzer, sie werden erstaunt sein.
Wasserentzug bei der Weinerzeugung oder Aromatisierung mit Holzspänen sowie Maischeerhitzung sind keine Maßnahmen, auf die man stolz sein sollte. Hier wird künstlich der Geschmack manipuliert.
Das Genussmittel Wein gehört zu den Konsumgütern, die gerne mit Gütezeichen, Qualitätssiegel, Medaillen, Sternen, Punkten und Platzierungen Erfolg bei nationalen oder internationalen Prämierungen dokumentieren. Den Durst mit Wein zu löschen ist längst in den Hintergrund getreten. Die einen wollen eine Flasche eines kostengünstigen Trinkweins, die anderen eine Flasche wertvollen Luxusgetränks aus klassifizierten Lagen. Lesen Sie mehr ...
Wir schätzen Winzer, die seit Jahren Spitzenweine produzieren. Die wilden Jungen, die den Konflikt mit den alten nicht scheuen und sich im Sinne der Qualitätssteigerung durchsetzen sind eine gute Aussicht in die Zukunft. Diese Mischung aus den alten erfahrenen und den jungen wilden Winzern sind die Weinzukunft und machen den Weingenuss zu einem immer währenden Erlebnis.
Wir mögen die Vielfalt. Deshalb trinken wir gerne Weine aus autochthonen Reben. Es gibt auch eine WeinWelt außerhalb der angesagten modernen Rebsorten. Lesen Sie mehr ...
Besonders die Weißweine aus Deutschland sind international sehr angesehen und gehören zur Weltspitze. Die besten Weingüter aus Deutschland, sortiert nach den 13 Weinanbaugebieten sowie die europäischen und Internationalen Weingüter sind unsere Favoriten, die wir getrunken haben, auch immer wieder gerne trinken und zum größten Teil im Keller lagern. Auch aus Weintrauben und sehr interessant ist der klassische Aperitiv - der Sherry und die TOP Sherryweingüter. Ebenfalls ein Klassiker ist der Port mit den TOP Portweingütern, meistens als Digestif genossen. Einer der drei gespriteten Weine neben Sherry und Port ist der Madeira. Die TOP Madeiragüter. Im Blog finden Sie immer interessantes über Wein. Weiterführende nützliche Weininformationen sowie einen Querschnitt der bekanntesten Weinführer und das GenussGlossar. Die verschiedenen Weinstile und die Rebsorten. Das deutsche sowie das neue europäische Weinrecht. So könnte ein international ausgerichteter Weinvorrat aussehen. Die Weisswein- und Rotweinaromen und was man bei einer Weinprobe beachten sollte, inclusive Datenblätter zum Download.
Aktionismus am Rebstock wie ökologische Bodenbearbeitung, Rückschritt, Ertragsreduzierung. Minimalismus im Keller wie Verzicht auf Filtration und Schönung. Der Wein wird im Weinberg gemacht! Die Traube ins Glas transportieren.
Der Hamster im Rad bei der maschinellen Weinlese. Durch die maschinelle Traubenlese wird wesentlich mehr Traubenmaterial in die Pressung gebracht als bei der Handlese. Die Geschwindigkeit bei der Lese erfordert dann die Beschleunigung durch Enzyme im Weinkeller vor der Pressung. Durch diesen Einsatz wird die Pressausbeute von ca. 60 % auf ca. 70 % erhöht.
In der Weinerzeugung hat sich mittlerweise eine Industriealisierung eingestellt, das Naturprodukt Wein wird durch immer neue Enzyme, Filtrationsmittel und anderer Hilfsmittel beherrscht. Flying Winemaker jetten um die Welt, um die Weine zu egalisieren. Die regionale Identität bleibt auf der Strecke, der Wein schmeckt immer gleich, wie eine Coke, die in jedem Fleck der Erde immer gleich ist.
Hefe wegnehmen
schonende Abfüllung
keine Zwischenfilterung
keine Schönung
keine Zentrifuge.
Reinzuchthefen oder Naturhefen? Durch die Zugabe von Reinzuchthefen entsteht eine Dominanz dieser Hefen, so daß sie sich gegenüber anderer Hefestämme durchsetzen und damit das gewünschte Aromabild erzeugen, das meist von den Primäraromen geprägt wird. Die Reinzuchthefen sind schneller und setzen sich daher in der Geschmacks- und Aromabildung gegenüber den natürlichen Hefen durch. Häufig wird zuerst Schwefel zugesetzt, um die wilden Hefen, die sehr stark auf Schwefel reagieren, abzutöten. Anschließend werden Reinzuchthefen hinzugefügt. So entstehen letztlich Weine mit uniformem Charakter.
Ist sinnvoll, wenn sie der Qualitätsverbesserung dient. Oft wird aber die moderne Kellertechnik eingesetzt, um Weine zu schönen oder aus übertriebener Vorsicht. So wird während der Gärung geschmacklich geglättet was am Weinberg versäumt wurde. Mithilfe von Gelantine werden Gerbstoffe entfernt, Trübstoffe werden durch strenge Filtration herausgefiltert. Das natürliche Eiweiß, das in der Traube vorkommt, wird mit Bentonit aus dem Wein geholt. Dabei wird in Kauf genommen, daß der Wein an Farbe, an Bukett und Frische verliert. Der Geschmack verarmt, nur weil Winzer Sicherheit wollen.
Durch starke Filtration verliert der Most viel an Eigenständigkeit. Wenn man einen schnell zugänglichen Wein haben will, muß man stark vorklären. Wenn man die Trübungen und damit die Charakteristika im Most lässt, erhält man einen Wein, der mehr Zeit braucht und dafür sehr langlebig ist. Bei einer starken Filtration wird auch ein Großteil der Naturhefen abgeschieden, das zu Folge hat, daß wieder Industriehefen (Reinzuchthefen) zugesetzt werden müssen, da der Most sonst nicht gärfähig ist.
